Afghanistan - Weitermorden ohne Sinn und Verstand
Der neue Generalsekretär der Nato, Anders Fogh Rasmussen, hat an seinem ersten Arbeitstag gleich klargemacht, dass er in Afghanistan weiter morden lassen will. Er will das afghanische Volk dadurch unterstützen, dass er es einfach umbringen lässt. Dazu hat er 65.000 potentielle Mörder dort im Einsatz wovon 4.000 aus Deutschland kommen.
Rasmussen hat sich ja schon in seiner Zeit als dänischer Ministerpräsident als islamophob geoutet, weil er zu Zeiten des Karrikaturenstreits um die rechtspopulistischen Muslimhasser kein Wort des Bedauerns gefunden hat. Damit hat er Dänemarks Ansehen in der Welt schwer geschädigt. Dass die Nato einen solchen Mann zu ihrem Generalsekretär macht, zeigt auch wie verkommen diese Organisation ist.
Es ist schade das die Türkei sich nicht damit durchsetzen konnte, das Rasmussen nicht Generalsekretär der Nato werden sollte. Egal wie hoch der Preis dafür auch war, es war zu wenig und die muslimischen Soldaten in Europa müssen sich fragen, ob sie in einer Rasmussen-Nato überhaupt dienen können.
Der britische Obergefreiter Joe Glenton hat die Frage für sich schon vor Rasmussens Antritt, beantwortet und sich geweigert in den Krieg in Afghanistan zu ziehen und steht dafür nun vor einem Kriegsgericht. Dabei hatte er seinen Standpunkt in einem Brief an den Premierminister Gordon Brown doch deutlich begründet.
Der Krieg in Afghanistan reduziert nicht den Terrorismus. Weit entfernt davon, das Leben der Afghanen zu verbessern, bringt er Tod und Verwüstung in ihr Land. Grossbritannien hat dort nichts zu suchen. Ich bin der Meinung, unsere Sache in Afghanistan ist weder gerechtfertigt noch richtig. Ich bitte sie inständig, Sir, holen sie unsere Soldaten nach Hause.
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Es ist meine Hauptsorge, dass der Mut und die Zuverlässigkeit meiner Kameraden ein Werkzeug der amerikanischen Aussenpolitik geworden ist.
Welch wahre und kluge Worte. Aber in Deutschland prahlt der zum Glück aus dem Bundestag verschwindende Kriegshetzer Peter Struck immer noch damit, das die Bundeswehr noch 15 Jahre in Afghanistan morden werde. Er, der die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen wollte und einfach nicht begreifen will, was Leute wie er den Menschen in Afghanistan bereits angetan haben und noch täglich antun.
Die junge afghanischen Abgeordnete Malalai Joya hat dazu einen dringenden Appell an die Menschen in Großbritannien gerichtet.
Im Jahr 2005 war ich die jüngste Person, die in das neue afghanische Parlament gewählt wurde. Frauen wie ich, die sich um eine (politische) Position bewarben, wurden als Beispiele dafür angeführt, dass der Krieg in Afghanistan die Frauen befreit habe. Aber diese Demokratie ist nur Fassade, und die so genannte Befreiung ist eine große Lüge.
Im Namen meines schon so lange leidenden Volkes spreche ich allen Menschen in Großbritannien, die ihre Lieben auf afghanischem Boden verloren haben, mein herzliches Beileid aus. Wir teilen den Kummer der Mütter, Väter, Ehefrauen, Söhne und Töchter der Gefallenen. Meiner Meinung nach sind diese britischen Verluste – wie die vielen tausend zivilen afghanischen Toten – Opfer einer ungerechten Politik der Nato-Länder unter Führung der US-Regierung.
Fast acht Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes sehen wir uns um unsere Hoffnungen auf ein wirklich demokratisches und unabhängiges Afghanistan betrogen – durch die weiter andauernde Herrschaft der Fundamentalisten und eine brutale Besetzung, die im Grunde genommen nur den strategischen Interessen der USA in dieser Region dient.
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Bisher verfolgt Obama in Afghanistan die gleiche Politik wie Bush. Durch die Entsendung weiterer Truppen und die Ausweitung des Krieges nach Pakistan wird nur neues Öl ins Feuer gegossen. Wie viele andere Afghanen habe auch ich in den dunklen Jahren der Taliban(-Herrschaft) mein Leben riskiert, als ich an Untergrundschulen Mädchen unterrichtet habe. Heute ist die Situation der Frauen genau so schlimm, wie sie (unter den Taliban) war. Opfer von Misshandlungen und Vergewaltigungen finden keine Gerechtigkeit, weil das Gerichtswesen von Fundamentalisten dominiert wird.
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Ich habe eine andere Botschaft für die Menschen in Großbritannien. Ich glaube nicht, dass es in Ihrem Interesse ist, mit anzusehen, wie noch mehr junge Leute in den Krieg geschickt und noch mehr Ihrer Steuergelder für eine Besetzung verschwendet werden, die einer Bande korrupter Warlords und Drogenbarone die Macht in Kabul sichert.
Und was noch wichtiger ist: Dieses Blutvergießen muss nicht ewig weitergehen. Einige behaupten, wenn die ausländischen Truppen Afghanistan verließen, werde das Land in einen Bürgerkrieg stürzen. Ist das heute etwa kein Bürgerkrieg und keine Katastrophe? Je länger die Besetzung andauert, desto schlimmere Formen wird dieser Bürgerkrieg annehmen.
Das afghanische Volk will Frieden, und die Geschichte lehrt uns, dass wir Besatzer immer vertrieben und jede Beherrschung von außen schließlich überwunden haben. Wir wünschen uns die helfende Hand internationaler Solidarität, aber wir wissen auch, dass Werte wie die Menschenrechte nur von den Afghanen selbst erkämpft und bewahrt werden können.
Diese Botschaft ist sogar im britischen Unterhaus angekommen und hat im Auswärtigen Ausschuss zu lebhaften Diskussionen geführt. Demnach sieht der Ausschuss, die britischen Truppen, die zur Terrorbekämpfung gedacht waren, wie sie sonstige Aufstände in den Provinzen niederschlagen müssen, die nichts, aber auch gar nichts mit den Taliban zu tun haben und wie sie gegen den Drogenanbau vorgehen.
Der Ausschuss spricht vom "Fehlen einer realistischen Strategie" und dem "Fehlen einer Vision und einer Strategie, die auf der realen Geschichte, Kultur und Politik des Landes beruht". Außer den Interessen der USA gibt es aber eben nichts was einen Krieg in Afghanistan begründen könnte. Deshalb kann es weder eine realistische Strategie geben noch eine Vision. Wer könnte schon eine Vision für Afghanistan formulieren, wenn es doch nur darum geht, das Land als Transportweg für Gas, Öl und sonstige Bodenschätze , sowie als Basis für weitere Kriege zu nutzen.
Das kann man weder den Afghanen noch der Welt laut sagen und deshalb wird gelogen, was das Zeug hält. Natürlich braucht man dafür auch ständig neue Truppen. Der Chef der internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan, Stanley McChrystal, fordert nicht nur ständig neue Truppen aus Deutschland, sondern will auch das die Deutschen immer häufiger sogenannte Taliban in dem Gebiet von Kundus bekämpfen.
Das Gebiet, in dem Deutschland dort operiert, ist aber von Turkmenen und Usbeken bewohnt die der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam anhängen, während die Taliban aus Paschtunen bestehen und einer schiitisch geprägten Form des Islam mit einer sehr stark wahabitischer Ausprägung anhängen. Das Gebiet in dem die Deutschen operieren ist das, der ehemaligen Nordallianz, die bis zum Schluss die Paschtunen oder Taliban bekämpft hat.
Wenn also McChrystal von Taliban spricht, dann möchte er die Aufstände der Turkmenen und Usbeken gegen die Regierung Karsai und die Besatzer einfach unter einem falschen Oberbegriff sammeln um so leichter zuschlagen zu können. Aber was auch immer er will. Die ISAF verliert in Afghanistan dramatisch an Boden.
Die afghanische Regierung schätzt die Sicherheitslage in Afghanistan als äußerst schlecht ein. Wie aus einer von Innenministerium und Militär erstellten Karte hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, drohen in fast der Hälfte des Landes Angriffe durch Taliban oder andere Aufständische. 133 von 356 Distrikte gelten demnach als hochgefährdet. Mindestens 13 von ihnen befinden sich den Aufzeichnungen zufolge sogar unter feindlicher Kontrolle. Die Karte wurde im April erstellt und damit noch vor der jüngsten Eskalation der Gewalt vor den Präsidentschaftswahlen am 20. August.
Der Karte zufolge ist fast der gesamte Süden des Landes hochgradig angriffsgefährdet. Die radikal-islamischen Taliban haben ihr Einflussgebiet mittlerweile jedoch auch über ihre traditionellen Hochburgen im Süden und Osten des Landes hinaus ausgedehnt. So gilt der Karte zufolge inzwischen selbst die Umgebung der Hauptstadt Kabul als gefährdet. Im nördlich gelegenen Kundus, dem gefährlichsten Einsatzort der Bundeswehr in Afghanistan, ist die Gefahr der Karte zufolge mittelhoch.
Die Gefahr steigt aber von Tag zu Tag und es werden immer mehr Aufständische. Vermutlich würde eine aktuellere Karte das Bild noch deutlicher zeichnen. Nach Aussagen von Soldaten nehmen die Aufstände vor allem bei den Nichttaliban erschrecken zu. Das liegt vor allem daran, dass es für die Menschen nach so vielen Jahren Krieg einfach keine Hoffnung mehr gibt. Man sollte vielleicht mal die Russen fragen, was als nächstes kommen wird. Die haben ihre leidvolle Niederlage hinter sich.
Wir müssen unsere Leute so schnell wie möglich aus Afghanistan herausholen. Wenn Politiker wie Struck und Jung Krieg wollen, dann sollen sie sich bei den Amis bewerben. Die nehmen sie gerne. Das gleiche gilt für die Abgeordneten die immer wieder jubelnd ja schreien, wenn es darum geht Krieg zu führen. Besser wäre allerdings den Gerichtssaal in Nürnberg wieder herzurichten und neue Prozesse gegen die Kriegsverbrecher von heute zu führen.
Tags für diesen Artikel: afghanistan, angela merkel, bundeswehr, england, jung, krieg, kriegsverbrechen, struck, usa
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Die blinde Eule am
08/11/09 um 10:53
Fundstücke aus der Blogosphäre (1)
Mir ist langweilig, also wird es Zeit für eine neue Reihe. Für heute will ich mich mal mit Duckhome beschäftigen, wo ich dann doch eine mich überraschende Menge an Subjektivität gepaart mit falschen Informationen feststellen konnte. Afghanistan ... ...
Mir ist langweilig, also wird es Zeit für eine neue Reihe. Für heute will ich mich mal mit Duckhome beschäftigen, wo ich dann doch eine mich überraschende Menge an Subjektivität gepaart mit falschen Informationen feststellen konnte. Afghanistan ... ...



















Es mag Tyrannen und auch Mörder geben, aber irgendwann werden sie doch gestürzt. Mahatma Gandhi
ich kann nur mit viel Selbsbeherrschung versuchen einen neutralen Ton zu behalten.
Wäre ich gerade bei der Bundeswehr, so würde ich jetzt eine Klage wegen schwerer Verleumdung gegen Sie einreichen, denn ich frage mich mit welchem Recht Sie mich als Mörder bezeichnen, denn dieses Recht stände Ihnen nur zu wenn ich einer Straftat überführt, angeklagt und abgeurteil wäre. Da dem nicht so ist ist Ihre öffentliche Aussage, selbst wenn Si Ihre Meinung wiederspiegelt, vollkommen Rechtswiedrig.
Wäre ich gerade bei der Bundeswehr , dann würde ich jetzt sehr stolz auf Ihren Unsinn sein, denn es ist der lebende Beweis dass dank meiner Taten und meines Strebens Sie in einem Land leben können in dem solch billige und völlig unstudierte Links-Propaganda (Stammtischpolitik?) toleriert wird.
Wäre ich gerade bei der Bundeswehr , dann würde ich mich vielleicht doch irgenwo im geheimen schämen mein Leben dafür einzusetzen, dass Menschen wie Sie feige und egoistisch im Heimatland proletarische Volksweisheiten von sich geben, während ich im Auftrag der Deutschen Regierung Deutsche (also auch Ihre) Interessen vertrete.
Was haben Sie für Ihr Land getan ?
Ich muss Sie leider enttäuschen: Ich bin weder beim Bund, gehöre auch keiner Neonazistischen Vereinigung an und bin soweit es mich betrift mehr an Ökologie als am Geldverdienen interessiert.
Mein bester Freund noch aus Schultagen hat seinen Sohn im ISAF Einsatz in Afghanistan verloren und wenn ich Ihre Worte lese und dabei denke wie sehr Sie dabei das Andeken dieses jungen Mannes in den Dreck ziehen ... da kann mann dann vieleich nicht von Mörder, aber doch schon von Mordgedanken sprechen.
Schämen Sie sich !
der Satz "Soldaten sind Mörder" ist nicht vollkommen rechtswidrig. Er bezieht sich auf die allgemein militärische Aufgabe und nicht nur auf die Bundeswehr, oder einzelne Soldaten. Mit dem Satz wird ablehnend auf kriegerische, von dem Militär ausgeführte, Auseinandersetzungen reagiert, die zweifelsohne weltweit immer wieder zu Millionen Tote führen.
Alle Soldaten die in diesem Krieg fallen sind Opfer und alle die dort eine Waffe in die Hand nehmen, sind ebenso potentielle Mörder wie sie auch potentielle Opfer sind.
Sie hätten den Text vielleicht doch besser lesen sollen, als nur den ersten Absatz.
Wir wollen sie nicht dumm sterben lassen:
http://www.dailymotion.com/video/x9t3af_christoph-horstel-auf-schall-und-ra_news
oder ... "Man koennte meinen Rasmussen waere der falsch Mann fuer den Job.
Das stimmt natuerlich nicht, da die Nato sicherlich niemanden braucht, der auch nur zu irgendwelchen friedlichen Anwandlungen faehig ist." ....
http://jakester-express.blogspot.com/2009/08/alter-brechreiz.html
@RH
Dein Patriotismus ist ruehrend.
Solange Dieser dich ausschliesslich auf einen einzelnen oder auch ein paar wenige mehr gefallene deutsche Soldaten beschraenkt, und keine Traene fuer 1000e ermordete Nichtdeutsche eruebrigt, ist er anwidernd.
niemand braucht sie, niemand will sie, ausser der sogenannten elite, um ihre intressen und pfründe durchzusetzen und zu sichern. angeblich ist es kein krieg, also gehört jeder soldat als mörder und killer angeklagt.
kein soldat muss sterben, er kann sich einfach weigern dorthin zu gehen, wenn sie es trotzdem tun... selbst schuld