Folgerichtiges Handeln setzt Erkenntnis voraus. Doch ist die Erkenntnisfindung von Fall zu Fall und Mensch zu Mensch verschieden, subjektiv. Was für den Einen eine positive Erkenntnis ist, kann für den Anderen negativ sein. Das unterschiedliche Empfinden hängt im wesentlichen mit den eigenen Erfahrungen und mit der Wunschvorstellung für die eigene Person zusammen. Daraus entstehen zunächst einmal erst Meinungen die sich im Laufe der Zeit verfestigen oder aber, je nach Empfinden, ändern können.
Jemand der überwiegend positive Erfahrungen macht wird sich ebenso überwiegend weigern die betreffenden Dinge ändern zu wollen. Jemand der bei den selben Dingen eher negative Erfahrungen gemacht hat wird unentwegt den Versuch machen jene Dinge für sich in die positive Richtung bewegen zu wollen. Einen gemeinsamen Konsens zu finden ist, unter den verschiedenen Erfahrungsvorraussetzungen, daher fast unmöglich. Das Miteinander wird zu einem Gegeneinander. Das Klima untereinander mit der Zeit unerträglich.
Um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen bedarf es folglich gleicher Vorraussetzungen. Doch wie läßt sich dies bewerkstelligen ohne jemanden in eine nachteilige Position zu bringen? Heilige Schriften bieten einen Lösungsansatz, eine Goldene Regel. Es ist der Grundsatz der praktischen Ethik, der ein gemeinsames Leben in einer Gemeinschaft von Zusammenlebenden gewährleisten würde, würde sich jeder daran halten. Sich seinem Nächsten gegenüber so zu verhalten, wie man es von ihm einem selbst gegenüber erwartet. Die Erwartungshaltung wird aber immer wieder enttäuscht. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen können Gier und Neid als potentielle Gegner der Goldenen Regel ausgemacht werden, zum anderen aber auch Erhabenheit in jeder erdenklichen Form.
Wie läßt sich das soziale Klima retten?
das soziale klima lässt sich meiner meinung nach nur noch retten, indem man versucht negative gedanken und aufkeimende negative gefühle unter kontrolle zu bekommen.zurück zum gedanken alle menschen sind gleich und so auch miteinander umgeht. das ist natürlich eine fantasie eines unverbesserlichen gutsmenschen,versuche es trotzdem in meinem kosmos anzuwenden.was mir auch nicht immer gelingt.weg mit dem blick von oben nach unten und umgekehrt.gerade von gebildeten würde ich dies erwarten,meistens sind aber leider diese menschen die primitivsten in der ausnutzung ihres wissens.sie sollten aber die vorbilder sein für menschen deren gedankenvorgänge nicht komplex und umfassend genug sind.oft ist ein krieg bequemer zu argumentieren als ein frieden.im großen wie im kleinen kreis.
Dazu ist es aber nötig, allen Profiteuren der jetzigen "Ordnung" und allen deren schmutzigen Handlangern der Ausbeiutung aus Politik, "Wissenschaft", "Kultur", Bildungswesen, Medien etc...für immer das Handwerk zu legen, sie alle zu entmachten!
Im Grunde ginge es um eine echte Demokratie für die Mehrheit aller Menschen, insbesondere aller ehrlich(!)arbeitenden Menschen.
Aber wer mag denn so "radikal" sein?
Gruß, Hansi
Wir Menschen werden immer mehr, Ressourcen und Lebensraum entsprechend immer weniger. Ist es nicht Selbstbetrug, zu Glauben es ginge in dieser Lage noch um Solidarität? Fressen und gefressen werden, das ist die natürliche Antwort auf diese Situation. Natürlich könnten wir Rahmenbedingungen schaffen, die diese Entwicklung entschärfen und auf Nachhaltigkeit ausrichten, aber das würde unseren hierarchisch gewachsenen Machtstrukturen zuwiderlaufen. Statt dessen ist zu Erwarten, das eben jene Vorteilnehmer IHRE Interpretation von "Ordnung aus dem Chaos" implementieren und uns aufzwingen.
Nun mag, Erhabenheit,..., nicht einfach zu akzeptieren sein. Manchmal hilft es vielleicht, behutsam das anzusprechen, was jenseits der Themen, eine Verständigung verhindert. Keiner kann leben in einer Gemeinschaft und gleichzeitig sich und andere aus einer Distanz betrachten.
Eine Lösung zu Deiner Frage, habe ich noch nicht gefunden.
es wird keine Goldene Regel geben. Es ist die Natur des Menschen, die sich allgemeinverbindlichen Regeln entgegenstellt. Doch es ist eben auch diese Natur die den Menschen erst zum Menschen macht. Jeder Versuch ihn in allgemeine, wenn auch golden und gut gemeinte, Regeln zwängen zu wollen hat nicht gerade zu dem geführt, was Du Dir wünschst.
Doch deswegen solltes Du nicht verzweifeln. Es mag sein, dass wir das Ideal nicht erreichen. Das bedeutet aber nicht, dass man es dewegen nicht versuchen sollte. Mein Ansatzpunkt wäre einfach selbst darüber nachzudenken, was man unter "sozial" versteht.
Ich habe allzuoft den Eindruck, dass viele Menschen sich darunter ausschließlich ihren Lebensunterhalt vorstellen. Sozial ist da, was ihre Brieftasche füllt, also was sie bekommen. Das halte ich aber für falsch. Für mich steht soziales Verhalten für den Umgang mit anderen Menschen. Das sind in erster Linie die Fähigkeit andere Menschen zu akzeptieren und zu achten, auch wenn sie nicht meine Weltsicht teilen oder ihre Art Lebensglück und Interessen sich von den eigenen unterscheiden.
So könnte man dann auch eine Solidarität erreichen, die auch eine Gesellschaft wieder sozialer macht. Ich persönlich würde das für einen gangbaren Weg halten.
Du magst das ja für eine Phantasterei halten. Wenn ich aber die Variante der wütenden "Veränderer" anschaue dann ist auch das eine Phantasterei. Allerdings eine gefährliche. Denn ich glaube nicht, dass wenn man der assozialen Gier der Einen mit dem Frust des Neides begegnen sollte. Das führt lediglich dazu, dass die "Eliten" ausgewechselt werden. Denn solche Veränderungen spülen nie die Vernunft und den Anstand nach oben. Am Ende ist es auch nur wieder der moralische Bodensatz der profitiert. Denn dieser ist skrupelos genug umd das zu erwartende Chaos zu nutzen.
Viele Grüße
Jörg Fuhrmann
Bitte keine Kommentare mit dem Stalin-Zitat von wegen der Deutschen, Revolutionen und dem Rasen betreten. Lieber betrete ich den Rasen nicht, als das ich es akzeptiere wieviel Blut dieser Mann vergossen hat.
- Ausschluß negativer Gedanken
- gleichberechtigte Machtverhältnisse
- Neuanfang
- moralische Strebsamkeit
- Akzeptanz und Achtung
Bis auf einen Punkt, fällt mir auf, daß es sich mithin um Tugenden handelt die man gern in einen möglichen Lösungsweg eingebettet sehen würde. Nun stellt sich aber die Frage des Prinzips: Wenn widerum Menschen nicht bereit sind sich tugendhaft zu verhalten bleibt letztenendes die Lösung aus, da dadurch ein Fortbestehen von Ungleichberechtigung gegeben wäre. Was uns zu dem Punkt bringt über einen Neuanfang nachzudenken. Wobei es zu beachten gilt, daß ein Neuanfang ebenso wenig durch eine irgendwie geartete Ungleichbehandlung eingeleitet werden kann, denn in einem solchen Falle würden wir unserern geforderten Tugenden selbst widersprechen. Meiner Meinung nach herrscht unter den Menschen eine Art soziale Anarchie. Jeder empfindet bestimmte Dinge nur dann sozial, wenn er selbst da durch nicht in einen Nachteil gerät. Es gibt soziale Regeln in einer Gesellschaft, aber sie werden nur dann genutzt, wenn man sich dadurch einen Vorteil verspricht. Tugenden sind ehrhaftig. Doch nur dann, wenn jeder nach den gleichen lebt und handelt und keinen anderen Menschen neben ihm dadurch in irgend einer Form schädigt oder benachteiligt. Dennoch komme ich zu keinem vernünftig, abschließendem Ergebnis was eine allgemeingültige Lösung betreffen würde. Vielen Mitmenschen fehlt es schlicht an notwendiger Sensibilität; an dem Bewusstsein, daß andere Hilfe benötigen -oftmals auch ungefragt. Hilfe die nicht die Frage nach einer Gegenleistung voraussetzt.
Rebecca