Der brandenburgische Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hat wohl als Infrastrukturminister nicht mehr genug in Brandenburg zu tun. Die Gewerbegebiete zeigen ja auch nachts schönen grünen Rasen, wenn Lampen den Leerstand erleuchten. Deshalb braucht er andere Aufgaben und sucht sich diese wo er kann.
Potsdam (ddp-lbg). Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) plädiert für ein bundesweit einheitliches Tarifsystem im Schienenverkehr. «Wir brauchen Flächentarifverträge im Eisenbahnbereich», sagte der Minister am Mittwoch in Potsdam. Die Bahngewerkschaften Transnet, GDL und GDBA hätten die Chance, zu einem einheitlichen Vorgehen zu kommen. Gemeinsames Ziel der Gewerkschaften müsse es sein, Lohndumping auszuschließen und Arbeitnehmerrechte zu sichern.
Diese Chance sollten die Beteiligten jetzt nutzen und im Sinne der Beschäftigten aller Verkehrsunternehmen an einem Strang ziehen, forderte Dellmann. Dazu gehöre auch, trotz aller Konkurrenz über den eigenen Schatten zu springen und sich an einen Tisch zu setzen. Die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen hätten kein Verständnis dafür, wenn eine gute Lösung an Egoismen von Einzelgewerkschaften scheitere.
Eigentlich fehlte nur noch sein Vorschlag den ehemaligen Vorsitzenden der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, als künftigen Chef der Einheitsgewerkschaft vorzuschlagen. Mehdorn ist sicherlich begeistert und Grube auch. Ein Gewerkschaftschef macht es ja so viel leichter die komplette Gewerkschaft zu kaufen.
Transnet, GDL und GDBA sind getrennt marschierend und vereint schlagend viel schlagkräftiger als eine Einzelgewerkschaft und sie sind nicht so leicht zu kaufen. Natürlich kann man immer an einer besseren
Zusammenarbeit arbeiten, eine Fusion sollte jedoch vermieden werden.
Die Bahn-Gewerkschaften GDBA und Transnet wollen entgegen einem Bericht der "Wirtschaftswoche" nicht fusionieren. Transnet-Sprecher Michael Klein sagte, man plane zwar eine intensivere Zusammenarbeit mit der GDBA. "Dazu laufen auch Gespräche auf allen Ebenen, auch auf Spitzenebene." "Von Fusion kann zurzeit aber überhaupt keine Rede sein", betonte Klein weiter.
Klein sagte, beide Gewerkschaften intensivierten seit längerem ihre Zusammenarbeit. Es bestehe bereits seit 2005 eine gemeinsame Tarifgemeinschaft, aus der im Jahr 2007 die Lokführergewerkschaft GDL ausgetreten war. Ob sich daraus irgendwann eine Fusion entwickeln werde, sei noch offen.
Es ist im Gegenteil zu überlegen ob die Großgewerkschaften sich nicht lieber wieder in ihre Teile zerlegen sollten. Verdi ist ein Koloss der gar nicht mehr wissen kann, welche Interessen er vertritt. Das gleiche gilt für die IG BCE / Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Genauso muss über die sogenannte Mitbestimmung nachgedacht werden, die bisher nur dazu geführt hat, dass die Arbeitnehmerinteressen von Gewerkschaftsbonzen verraten wurden.
Gewerkschaften müssen wieder die Kampforganisation der Arbeitnehmer werden und nicht die Schmusetiere des Großkapitals. Deshalb müssen sie näher an ihre Basis. Also kleiner werden.
Die GdL schlucken, hiesse, den kleinen, aber gewichtigen, zumal auf Bevölkerungsseite mit Sympathie wahrgenommenen Hauptstörenfried bei diesem Vorhaben mundtot und unschädlich zu machen.
Dellmann macht seinen Zerstörer-Job konsequent. Das Schlimme ist, die landen bei der Wahl bestimmt noch über 10 Prozent, wo 0,1 noch zuviel wären!
Wir geben uns Mühe. Aber, eine Spaltung in kleinere Organisationen, das bei allen Fehlern? Den unvermeidbaren aber, vor allem den vermeidbaren? Das kann es nicht sein. Und was die Agenda-Fetischisten der SPD anbelangt, die sind mittlerweile ziemlich isoliert in den DGB-Gewerkschaften, Rücksichten werden keine mehr genommen. Also, ob in China der Spaten kippt oder ein Provinzminister dummes Zeug von sich gibt, das kommt auf das Gleiche heraus.
Wichtig ist Flagge bzw. Gesicht zeigen. Hier, wo mein Platz als Genosse ist. Gegen Ausbeutung und Niedriglohn auf dem Zeitarbeitsstrich, für die Menschenwürde auch am Arbeitsplatz.
http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/leiharbeit-kampagne/unterstuetzen/bildunterstuetzer/