Wie bedeutend sind Kaufkraft und Nachfrage?
Ist fehlende Nachfrage ein Problem? Die Abschöpfung der möglichen Kaufkraft breiter Teile der Bevölkerung ist erst seit einigen hundert Jahren in der Wahrnehmung von Herstellern und Produzenten von Waren vorhanden. Kreditvermittler, Wucherer und andere Geschäftemacher haben hingegen schon länger die Klientel der kleinen Leute im Visier, mit denen sich treffliche Geschäfte abwickeln lassen. Risiken durch mangelnde Zahlungsmoral werden durch Geldeintreiber, Zwangsenteignung begegnet und die erzielbaren Profite sind keine Sache die sich nur bei Großanlegern lohnt.
Denn in der Masse von Kleinkunden bringt letztendlich trotz des höheren Aufwands, ein hübsches Geschäft, mit einträglichen Gewinnen. Sicher ist es die Absicht eines Herstellers und Verkäufers, gewinnbringend Waren herzustellen und zu verkaufen. Aber die rein profitorientierte Ausrichtung und Sinngebung allein, ist es sicher nicht. So haben sich auch in der Geschichte der Herstellung und des Handels die Kaufleute nicht verstanden. Die reine Profiterzielungsabsicht ist eine neuere Errungenschaft, die mit der Eröffnung der Warenbörsen anfing.
Bereits 1634 kam es mit der so genannten Holländischen Tulpenkrise, erstmals zu einer Wirtschaftskrise die durch Spekulationsgeschäfte ausgelöst wurde, die keinen Bezug zu richtigen Handelsgeschäften hatten oder im unmittelbaren Zusammenhang zur Ware standen.
Händler hatten in früherer Zeit, solange sie nicht als fahrendes Händlervolk unterwegs waren, nur einen kleinen Kreis von Kunden, rundum ihr Geschäft im Kiez. Mit der Entwicklung der Eisenbahn und später des Automobils, überhaupt des Verkehrswesens, erweiterte sich die Chance für Händler, auch Kunden zu gewinnen, die weit entfernt vom Geschäft wohnten. Denn Fachgeschäfte hatten auch in früherer Zeit bereits einen Lieferservice für gute Kunden von weither. Eine neue Geschäftsidee war aber der Versandhandel, bei dem es hauptsächlich um den Versand der Ware ging. Kunden konnten in einem Versandgeschäft, Waren aus einem Katalog auswählen und als Bestellung zusammenstellen lassen, diese wurden dann geliefert.
Als erster Versandhändler in Deutschland gilt August Stukenbrok Einbeck (ASTE) der 1888 in Einbeck einen Fahrradversandhandel betrieb. Aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die neue Form des Konsumgeschäfts weiterentwickelt und erste „reine“ Versandhäuser wie Baur Versand, Versandhaus Klingel, Quelle, Schöpflin entstanden. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen neue Konzerne hinzu wie Badener, Otto, Neckermann, Schwab, Heine, die ihr Geschäft nun Weltweit betrieben.
Unsere heutige Produktionsgesellschaft ist hoch produktiv, effizient und kommt mit wesentlich weniger Menschen aus, als noch vor 50 Jahren. Technischer Fortschritt in der industriellen Fertigung führt dazu, dass sich Berufe verändern, überflüssig werden oder neue hinzukommen.
Ständig werden neue Produkte ausgedacht, bestehende verändert und für fast jeden Kulturkreis gibt es eigene kulturtypische Produktpaletten, die es in anderen Erdteilen nicht gibt. Die kreative Kraft des Fortschritts bringt neue Berufe hervor. Wurden noch vor 50 Jahren mehr Menschen für einfache Arbeiten benötigt (als Helfer), die körperlich schwere Arbeiten ausführten, sind heute vielfach Arbeitskräfte nötig, die über eine gute Ausbildung verfügen.
Diese Veränderungen führen dazu, dass heutige Berufsanfänger, gerade wenn sie keine hohe Schulbildung haben oder ungelernt sind, viel schwerer eine Erwerbsarbeit bekommen.
Der Verlust von Arbeitsplätzen gehört zum Kapitalismus dazu, denn nicht benötigte Arbeitskraft wird ausgesondert bzw. nicht mehr nachgefragt. Bis in die 60er Jahre war die Nachfrage nach Arbeitskräften größer, als durch Arbeitsplatzabbau verloren ging. Deshalb fanden Menschen, die ihre Arbeit verloren, schnell eine andere. Überall in den Industrienationen war das so.Arbeitslosigkeit war infolge der Kriegszerstörungen eher ein Randproblem, weil es viel aufzubauen gab und überall großer Nachholbedarf an Waren bestand.
Nur wenige Jahre nach dem Krieg, gab es in Deutschland wieder die Konsumgesellschaft. Trotz steigender Produktionsmengen, lies die starke Nachfrage nicht nach. Steigende Löhne feuerten den Konsum weiter an, der manchmal nur schwer befriedigt werden konnte. Die Nachfrage für Arbeitskräfte in den Industriestaaten in Europa, insbesondere in Deutschland stieg soweit, dass Mitte der 50er Jahre, ausländische Arbeiter aushelfen mussten (vor allem auch, weil infolge des Krieges viele Männer gefallen waren oder noch in Kriegsgefangenschaft festsaßen).
Diese als „Gastarbeiter“ bezeichneten zusätzlichen Arbeitskräfte waren anfangs vielerorts in den Holzbaracken untergebracht, wo einst die Zwangsarbeiter in der Nazizeit untergebracht waren. Erst nach öffentlicher Kritik, legte der Staat ein Wohnungsbauprogramm auf, mit dem die Wohnungsnot beseitigt werden sollte. Das schaffte zusätzlich Arbeitsplätze in der Bauindustrie.
Sozialer Wohnungsbau bedeutete günstigen, modernen Wohnraum in den Städten. Bis in die 80er Jahre hinein waren die Wohnungsbauprogramme des Staates zu einem Erfolgskonzept.
Die aus einem Mangel erzeugte Konsumnachfrage wurde gesättigt und wandelte sich zum „Überfluss- oder Luxuskonsum“. Überangebot verbilligte diese Waren soweit, dass sich nun viel mehr „Durchschnittsverdiener“ z.B. einen PKW oder Fernseher kaufen konnten. Überproduktion wurde nun verstärkt exportiert, weil die Nachfrage übererfüllt wurde. Aber infolge des viel geringeren Lebensstandards in vielen Teilen der Welt, konnte sich kaum jemand deutsche oder europäische Produkte leisten. Deshalb wurde Exportware recht bald staatlich subventioniert. Auf diese Weise wurden die Preise nach unten „marktfähig“ gedrückt und zu einem Riesengeschäft für daran beteiligte Unternehmen.Aber wer kauft die gigantischen Mengen an Waren und Luxusobjekte, die in die Warenmärkte geschleudert werden, wenn die Masse der Käuferschichten aus Geldmangel nicht mehr soviel konsumieren können?
Um den Konsum auch für Luxusartikel anzufeiern, die für kleinere Geldbeutel sonst nicht erschwinglich sind, erfanden die Banken ein neues Geschäftsmodell, den Konsumkredit.Entweder als, vom Volksmund genannter „Überziehungskredit“ oder als Kredit mit festen Raten.
In den 70er Jahren breiteten sich Konsumkredite überall aus, um damit größere Anschaffungen zu ermöglichen. Die sich verteuernde Konsumwelt wurde nur teilweise durch Lohnsteigerungen aufgefangen, also wurden Kredite aufgenommen, um weiter konsumieren zu können. Niedrige Zinssätze lockten viele Kunden in die Schuldenfalle des Konsumkredits.Die Überflussgesellschaft der 60 und 70er Jahre mündet in einer „auf Pump“ finanzierten Welt.
Die Ölkrisen der 70er und 80er Jahre führte zu immensen Preissteigerungen. Die Verteuerung vieler Alltagswaren (Lebensmittel und Kleidung), zusammen mit dem Anstieg der Mieten und des Stroms, konnten durch die Lohnsteigerungen nun nicht mehr aufgefangen werden. Die Realeinkommen schrumpften, während die Kreditzinsen stiegen, ein Teufelskreislauf begann.
Ab den 80er Jahren wurden nun auch Kleinkunden mit Krediten durch die Banken umworben. Die Einführung des „Plastikgeldes“ inform von Kreditkarten vergrößert die Probleme zusätzlich.
Kredite wurden wie „Sauerbier“ angeboten und als Massengeschäft auch durch Versandhäuser es galt für viele Teile der Bevölkerung als normal, sich Schulden zu haben. Den Banken war das Risiko ihrer Kunden egal und sie vertrauten auf den Wirtschaftsmarkt, mit dem sie die Verluste tausendmal wettmachen konnten.Der kreditfinanzierten Konsum ersetzt zunehmend die „real“ nicht mehr vorhandene Kaufkraft und ersetzt schrittweise sogar reale Geldmengen. Das Zeitalter des virtuellen Geldes ist da!
Die Kreditfinanzierte Konsumblase ersetzt mittlerweile große Teile der realen Volkswirtschaft.
Umverteilung und Erwerbslosigkeit haben breite Bevölkerungsteile verarmen lassen, die künftig als Konsumenten ausfallen. Die Verschuldung bringt einige Länder der Erde an die Grenze der Zahlungsfähigkeit. Internationale Organisationen müssen „Klimmzüge“ vollbringen, damit die Weltwirtschaft nicht an ihren Schulden erstickt, während die Schuldzinsen die Welt ersticken.
Hersteller müssen sich immer neue Tricks einfallen lassen, um für ihre Produkte neue Kunden zu finden, während gleichzeitig die Überproduktion weitergeht. Geschickt inszenierte und umfangreiche Medienkampagnen sollen einen „Hype“ auf Produkte erzeugen, die sonst nicht nachgefragt würden. Der Schein bestimmt das Handeln, virtuelle Märkte regieren die Welt.
Immer mehr Länder der Erde haben ihre Industrieproduktionen verbessert und die Überproduktion überstieg die Nachfrage deutlich mit der Folge des Preisverfalls. Infolge dessen verschwinden Hersteller vom Markt, aber dieser „gewisse“ Marktbereinigungsprozess, wirkt nicht positiv, weil zunehmend Arbeitslosigkeit entsteht, die nicht durch neue Arbeitsplätze kompensiert wird. Ein Ende der Rationalisierung und Zusammenfassung industrieller Produktion ist nicht absehbar. Es entsteht weniger Erwerbsarbeit und im Grunde ist vorprogrammiert, dass der weltweite Arbeitsmarkt für die Masse der Erwerbsarbeit suchenden Menschen, keine neuen Arbeitsplätze anbieten kann. Analysen und Studien zufolge werden in wenigen Jahren bereits 25 Prozent der vorhandenen erwerbsfähigen Menschen ausreichend sein, um den Konsumbedarf der Welt zu decken, bzw. die gleiche Menge an Konsumwaren zu erzeugen. Damit wird also die Welterwerbslosigkeit neue Dimensionen erreichen. Zudem stellt sich die Frage, was mit den Menschen geschehen wird, die nicht mehr benötigt werden?
Wenn Arbeitslosigkeit in Abhängigkeit zur Masse der benötigten Waren systemimmanent ist, dann ist auch nachvollziehbar, warum es in den Jahrzehnten zuvor Vollbeschäftigung gab und warum wir künftig keine Vollbeschäftigung mehr erleben werden, es sei denn, die Erwerbsarbeit würde anders verteilt. In der Konsumnachfrage war der Schlüssel zu finden, warum bisher der systemische Fehler keine erkennbare Wirkung zeigte. Denn immer mehr Menschen der Weltbevölkerung haben immer weniger Geld zur Verfügung und fallen als Konsumenten aus.
Ist Deutschland immer noch eine Erwerbsgesellschaft? Wer Arbeitslosigkeit nicht Phänomen haben will, muss sich Gedanken machen, was eine geleistete Erwerbsarbeit ist, welchen Gegenwert sie hat und für wen sie geleistet wird. Das Grundgesetz verbietet in Deutschland Unmenschlichkeit bzw. hat Deutschland sich zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Aber ein Grundrecht auf Arbeit wird eingeräumt.
In Deutschland gibt es offiziell keine Zwangsarbeit, außer für Menschen denen die Bürgerrechte entzogen wurden (also Inhaftierte). Es gibt keine allgemeine Dienstpflicht. Warum also werden Erwerbslose dazu genötigt, einer Erwerbsarbeit nachzugehen und können bestraft werden, wenn diese unterhalb von Tarifvereinbarungen liegt oder überhaupt schlechte Arbeitsbedingungen aufweist. Als „billige Arbeitskräfte“ werden Inhaftierte in Strafanstalten ausgenutzt, die Bundesländer erhebliche darin eine erhebliche Einnahmequelle, die die Kosten des Strafvollzuges erheblich überschreiten. Resozialisierung erfolgt durch Erwerbsarbeit, weil es an echter Betreuung durch Psychologen und entsprechenden Programmen fehlt.
Die politischen Stellvertreter des Volkes, erlassen Vorschriften und Gesetze, die als Grundlagen zur Ermächtigung dienen. So geben sie sich selbst das Recht, ein Unrecht zu legalisieren. So erheben sie Sanktionen, die bis zu 100 Prozent der staatlichen Fürsorgeleistungen umfassen, wenn sich Bezieher staatlicher Leistungen z.B. weigern, bestimmte Gegenleistung zu erbringen. Es wird ein Erwerbszwang ausgeübt, der den Berufsschutz aufhebt (ein Verstoß gegen die UNO Menschenrechte). Theoretisch bedeutet die einhundertprozentige Sanktionierung, dass Menschen Obdachlos werden können oder verhungern müssen. Auf gesetzlicher Grundlage will die Politik diese Form der Menschenverachtung alimentieren und legetimieren?
Wodurch kann in Deutschland eine neue Nachfrage erzielt werden? Dazu sind viele Einzelschritte notwendig. Denn Fakt ist, dass bereits seit mehr als 10 Jahren eine gewaltige Umverteilung zu ungunsten der breiten Bevölkerung läuft. Nicht nur durch Einschnitte im Sozialstaat, sondern auch durch enorme Steuern werden den Bürgern viele Gelder, die sie erwirtschaftet haben wieder entzogen. Noch dazu ist ihre Lebens- und Erwerbsbiographie wohl kaum noch so sicher wie vor 20 Jahren, vor dem Zusammenbruch der sozialistisch geführten Länder des so genannten Ostblocks. Erwerbsarbeit ins ungleich verteilt, denn während ein Teil der Arbeitenden viele Überstunden leistet und die Wochenarbeitszeiten ständig ausgedehnt werden, bekommt ein Teil der Erwerbslosen keine Erwerbsarbeit.
Je weniger Menschen über ein mittleres Einkommen verfügen, dass es ihnen ermöglicht, mehr als das notwendigste zu konsumieren oder sich Urlaube zu finanzieren, je größer ist das Nachfrageproblem. Die Fokussierung der Politik auf die als „Reich“ bezeichnete Bevölkerung unterschlägt, dass es eben jene nicht sind, die der Massenproduktion die notwendige Nachfrage gegenüberstellen. Mit Luxusartikeln allein kann kein Industriestandort dauerhaft überleben.Um eine wirkungsvolle Konsumnachfragestärkung zu erreichen, müsste die Geldumverteilung zugunsten der Reichen gestoppt und zurück geschraubt werden. Untere und mittlere Einkommen müssten durch Steuersenkungen die breite Masse der Bevölkerung entlasten.
Spekulationsgewinne könnten erheblich besteuert werden, ebenso wie kurzfristige Geldanlagen.
Geld- und Anlagegeschäfte sollten wider mehr auf Nahhaltigkeit ausgelegt sein, weshalb die Kontrollbehörden der Börsen- und Finanzaufsicht viel stärker als bisher mit Personal und Kompetenzen ausgestattet werden sollten. Durch gesetzliche Regelungen kann Lohndumping verhindert werden und Mindestlöhne sichern die Einkommen. Die Ausweitung der Arbeitszeiten sollte erheblich begrenzt werden, Überstunden sollten nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sein. Das Kreditwesen und die Banken sollten durch neue Gesetze dazu gezwungen werden, ihrer eigentlichen Aufgabenstellung, durch die Vergabe von Krediten und Anlagemöglichkeiten den Wirtschaftsstandort zu stärken nachkommen. Notfalls sollte die Re-Kommunalisierung von Banken oder der staatliche Eingriff als Aufsichtsrat möglich sein.
Wo der Staat Kredite vergibt, vergibt er Volkseinkommen! Daher ist es nicht hinnehmbar, wenn staatliche Institutionen als Stellvertreter des Volkes, Steuergelder als Kredite verschwenden oder bei ausgezahlten Krediten keine Kontrolle ausüben wollen.Investitionen des Staates in die Versorgungssicherheit sichern Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort. Zudem sichert der Staat damit seinen Bürgern den Zugang zur Versorgung. Daseinsvorsorge erstreckt sich nicht allein auf die Erfüllung der Grundbedürfnisse, sondern umfasst ebenso Bildung, Ausbildung, Betreuung, Gesundheit und öffentlichen Nahverkehr. Hier kann der Staat durch Investitionsprogramme viel für eine kurzfristige Anschubnachfrage leisten, mit der ganze Branchen erheblich gestützt werden können.
Die Frage, ob der Staat genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hätte, um solche großen Anschubinvestitionen zu leisten ist mit einem klaren Jawohl zu beantworten. Es ist aber eher eine Frage des politischen Willens der politischen Vertreter des Volkes, inwieweit sie tatsächlich die Interessen des Volkes vertreten, statt eigener.
Grundsätzlich ist die Frage der Nachfragestärke Deutschlands und der Konsumbereitschaft keine Frage der Einkommen allein, sondern im Wesentlichen hängt es auch vom Gesamtklima, also dem Lebensgefühl der Bürger ab. Denn wenn sich Bürger verunsichert über ihre Zukunft fühlen oder infolge ständig wachsender wirtschaftlicher Probleme die eigene Zahlungsunfähigkeit fürchten müssen, werden sie jeden Groschen, den sie nicht notwendigerweise ausgeben müssen, sparen.Es ist mittlerweile erwiesen, dass z.B. Hartz IV Empfänger mindestens 80 Prozent ihrer Transferleistungen, in Konsumbedarf umsetzen, demzufolge wäre die Anhebung der Regelsätze ein Konsumprogramm der Regierung. Gleiches gilt trifft die unterer Einkommen zu, würden diese steuerlich entlastet.
Klar ist, solange es in Deutschland eine Politik des „weiter so“ gibt, werden wir weiter den Niedergang des Einzelhandels und ganzer Branchen erleben. Solange kein Umdenken in der Politik erfolgt, werden wir weiter die Sklaven der Wirtschaft sein. Vollbeschäftigung ist keine Antwort, sondern der konsequente Ausstieg aus dem System des Kapitalismus unserer Tage. Wir brauchen ein neues weltumspannendes System, das Geld und Besitz abschafft und Neue Wege geht, wie wir gesellschaftliche Werte schaffen und bezeichnen. Wir brauchen eine ehrliche Diskussion über Grundbegriffe des gesellschaftlichen Zusammenlebens und wirtschaftens, wenn wir als Menschheit überleben wollen und uns weiterentwickeln wollen. Es gibt andere Wege, wie wir unser Leben gestalten können, ohne Hunger und ohne Kriege!
Von Thomas Marschner | Duckhome | – Eine etwas überspitzte und ironische Darstellung der Konsumgesellschaft und des Umgangs mit den Problemen, die zwar nicht in Deutschland entstanden sind, aber auch hier ausgelebt werden. Die Entwertung der Erwe... ...























Wenn ich mir die Brückenstatistik der Bundesrepublik ansehe, oder manche Straße, dann sehe ich auch das es eigentlich jede Menge Nachfrage gibt.
In meinen Augen haben wir weniger das Problem, dass die Technik uns überflüssig macht, als mehr das Problem, dass einige wenige auf Kosten aller leben. Durch diese wenigen, welche nicht nur den Staat auspressen, sondern auch den Rest der Bevölkerung fehlt es an Geld für Bezahlung der Jobs oder der Aufträge. Leider vergessen diese wenigen, dass ihr Reichtum nur durch das Abnicken der Bevölkerung Reichtum bleibt. Es gibt kein höheres physikalisches Gesetz das vorschreibt, dass die Aldi Brüder reich bleiben müssen.
Ich persönlich beschäftige mich aktuell mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. Wenn man sachlich das Thema angeht, erkennt man seine schwerwiegenden Vorzüge.
hier ein guter Einstieg ins Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=W32e0MJ2IcE&feature=PlayList&p=C1CE693E71E3447E&index=31
man sollte die Geduld aufbringen und sich den Vortrag komplett anschauen.
nur das hartz4 empfänger 80% ihres einkommens zum konsum ausgeben, ist doch pillepalle. das hiesse ja 20% sind zum sparen oder urlaub auf malle. schöne steilvorlage für die fdp...
die wirklichkeit sieht wohl eher so aus, das hartz4 empfänger und grundsicherungsempfänger eine 50%ige unterdeckung zu einem würdevollen leben haben.
bei den benannten 80% gehts um Konsum. Die anderen 20% brauchste für Strom, Versicherung etc., selber ausgedacht hab ich mir die zahlen nicht. Völlig zurecht wird dieBehauptung aufgesellt, das die Hartz IV Regelsätze eien UNterdeckung bedeuten, ob diese nun bei 50% liegt oder nicht. Wäre da ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht eine bessere Option?
Oder geht es tatsächlich nur um den pol. Handlungswillen?