Siemens kaufte sich die AUB, die Bahn den Herrn Hansen von Transnet, VW schickte die Betriebsräte zum Bumsen, damit die die Interessen der Kollegen verrieten, Gerster, der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit, machte für Springer und die anderen Dienstleister im Zustellungsgewerbe sogar eine eigene Gewerkschaft auf. Die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) ließ ihre Mitglieder dann sogar für niedrigere Löhne demonstrieren.
Die Tarifgemeinschaft CGZP machte zwar bei der Umgehung des Mindestlohns für die Postzusteller nicht mit, war aber wie der gesamte CGB fast immer dabei, wenn es darum ging die Löhne möglichst niedrig zu halten und bestehende Tarifverträge zu unterbieten. Insbesondere mit den Sklavenhaltern aus der Zeitarbeitsbranche macht die CGZP gerne Verträge, bei denen sie aus lauter christlicher Nächstenliebe auch gerne darauf verzichtet, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu fordern.
Das macht sie sogar so beliebt, dass Karl Theodor von und zu Guttenberg so begeistert von ihnen ist, dass ein CGB-Tarif Maßstab für eine Lohnuntergrenze bei Mindestlöhnen sein soll und damit die höheren Tarife von verdi und anderen DGB unterboten werden. Das ganze zielt darauf, in der Mindestlohn-Kommission zu so niedrigen Löhnen zu kommen, dass es menschenunwürdig ist. Arbeit soll sich eben nicht lohnen. Es geht einzig und allein darum den Menschen möglichst schnell zu versklaven.
Da ist es auch kein Wunder das der Vorsitzende dieses christlichen Gewerkschaftbundes Matthäus Strebl von der CSU ist. Er ist jetzt schon das dritte Mal im Bundestag, ohne dass er jemals gewählt worden wäre. 1995 rückte er für Kurt Faltlhauser nach, den Stoiber in sein Kabinett berufen hatte, 1999 ersetze er die verstorbene Michaela Geiger und im November war er der Nachrücker für Horst Seehofer.
Es ist also sicher nicht falsch ihn als Ersatzbänkler und Nachrücker zu bezeichnen. In Sachen niedrigster Löhne ist er aber furchtbar kompetent. Natürlich kann das christliche Nächstenliebe gegenüber den Arbeitgebern und dem Großkapital sein. Die Erfahrung in Deutschland zeigt jedoch, dass jemand der die Interessen der Arbeitenden so sträflich vernachlässigt, häufig auf andere Art und Weise persönliche Vorteile hat oder Vorteile für seine Organisation erzielen konnte, die ihm persönlich auch nützten.
Man muss den alten Quark um Arbeitsverträge bei Sklavenbuden nicht wieder aufwärmen, bei denen gleich mit dem Arbeitsvertrag eine Gewerkschaftsmitgliedschaft in Strebls Verein abgeschlossen wurde und bei dem die Teilzeitfirma auch gleich den Gewerkschaftsbeitrag vom Lohn einbehielt. Aber ein gesundes Misstrauen ist mehr als angebracht.
Die Gewerkschaft verdi und andere DGB Gewerkschaften sind schon viel zu arbeitgebernah, weil ihre leitenden Herren zusammen mit den Vertreter des Großkapitals gemeinsam in den Aufsichtsräten hocken und längst vergessen haben, wen sie vertreten sollen. Eine Gewerkschaft die vom öltriefenden Guttenberg, einem längst als neoliberalen Handlanger enttarnten Feind der Arbeiter, empfohlen wird, kann nicht gut für die Arbeitnehmer sein.
Alles mit dem C am Anfang war nie gut für Arbeitnehmer. Das C steht für Unterdrückung, Unfreiheit und Hoheit der Kirchenfürsten, des Adels und des Kapitals, aber niemals für Demokratie und Solidariät. Wer, was jeder tun sollte, in eine Gewerkschaft eintritt, der sollte auf jeden Fall darauf achten wofür diese Gewerkschaft steht. Wer verdi unterbietet, steht auf jeden Fall nicht für Arbeitnehmerinteressen.
Andersdenkende einfach so wegsperren konnten, gelle? Keine Ahnung, große Klappe! Falls du mal sachlich etwas Butter bei den Fischen haben möchtest, melde dich. Ansonsten kannst du davon ausgehen, dass der Stundenlohn von 3,60 Euro für den Friseur in Sachsen NICHT vom CGB kommt. Das ist ver.di. Bist du nun enttäuscht?
"Lohnfindung ist Sache der Tarifpartner"
An welche "Tarifpartner" man dabei denkt,ist kein Geheimnis.AG-Verband auf der einen Seite und AG-Gewerkschaften auf der anderen.
Man weiss von Seiten der Regierenden und deren Auftraggebern sehr genau,was diese Spaltergewerkschaften noch für ein ungeheures Potential in Sachen Lohndrückung haben.
Und es findet sich Niemand,welcher diesem Spuk des CGB Einhalt gebietet
In diesem Staat darf einen echt nichts mehr wundern!
diese leute sind der abschaum vom abschaum vom ....
Neu ist unter diesem Gesichtspunkt, daß überhaupt "Tarifverträge" existieren; das Berliner Arbeitsbericht hat unlängst die "Tarife" der Christlichen kassiert, das einfach aus der Tatsache heraus, daß diesen Scheingewerkschaften mangels Mitglieder die Durchsetzungskraft fehlt.
Wird nun die Berliner Entscheidung auch vom Bundesarbeitsgericht übernommen, dann kommen auf die Arbeitszuhälter erhebliche Nachzahlungen zu, gelten in diesem Fall dann doch die Löhne des Entleihbetriebes.
Abzuwarten ist, wie dann die DGB-Gewerkschaften reagieren. Die geltenden Tarifverträge mit den Seelenverkäufern laufen aus und eine Erpressung mit der Konkurrenz der Gelben ist dann nicht mehr möglich. Des Weiteren sind falsche Rücksichtsnahmen aus Verbundenheit mit der SPD nicht mehr nötig - die leistet dann Trauerarbeit in der Opposition. Die Haltung der IG-Metall ist da eindeutig: Equal-Pay oder kein Tarifvertrag.
Was die "Gewerkschaft" der Briefzusteller anbelangt, die ist schon im Vorfeld am allzu selbstherrlichen Auftreten ihres Förderers Florian Gerster gescheitert und wird seitdem überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Falls die überhaupt noch existiert, dann nur noch über das Gnadenbrot der Arbeitgeber.
Florian Gerster, der in seinem ganzen Leben nichts auf die Reihe brachte, der in Mainz als Sozialminister wegen mangelnder Kenntnisse scheiterte, der wegen seines übersteigerten Größenwahns von den Mitarbeitern der Bundesarbeitsagentur aus dem Amt gemobbt wurde, ein Vorgang, der einzigartig ist. Ich glaube, der Typ wird keine Bedeutung mehr als ernst zu nehmender Gegner haben.
Selbstverständlich können Arbeitgeber bei der Einstellung Beitrittserklärungen von Gelben Gewerkschaften vorlegen, unterschreiben braucht sie aber kein Arbeitnehmer. Und gelungen ist dies meines Wissen auch nur in den Florian-Gerster-Betrieben. Die Rechtswirksamkeit dieser Beitrittserklärungen war allerdings von vorne herein äußerst fragwürdig.
Ach ja, Solidarität mit den Metallern gegen Niedriglohn und Ausbeutung auf dem Zeitarbeitsstrich ist angesagt:
http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/leiharbeit-kampagne/unterstuetzen/bildunterstuetzer/
Allerdings nur unter Zwei Bedingungen:
1. Du bis Christ
2. Du hast nie obengenannte Regeln gebrochen.
Es ist doch zum erbrechen.
Gedanken macht und nicht nur Haß
aus den Zeilen trieft.
Aber vielleicht reicht ja auch ein Blick ins Tarifregister, um festzustellen, daß es weit mehr Tarifverträge mit Niedriglohn der DGB Gewerkschaften gibt, als der geschmähter "C" - Gewerkschaften