Die ist eine gewollte Entwicklung der Neoliberalen, die immer mehr Menschen in prekäre Beschäftigungsformen drängen und dabei sowohl die Löhne senken, wie auch die Gefahr von solidarischen Arbeitnehmern und Streiks verringern. Je mehr Arbeitnehmerrechte zerbrechen, desto leichter wird die totale Ausbeutung.
Wenn in einem Berliner Hotel ein Zimmermädchen 4,3 Zimmer in der Stunde putzen muss um auf einen Stundenlohn von 8,15 Euro zu kommen, dann wird schnell klar, wie gemein und hinterhältig solche Arbeitsverhältnisse sind. Sie müsste dann in 8 Stunden 34,3 Zimmer putzen. Normal wären 15 - 18 Zimmer, wobei je nach Zimmergröße und zwischen Bleibe und Abreise unterschieden werden müsste. Tatsächlich bekommt so ein Zimmermädchen umgerechnet einen reale Stundenlohn von 3,80 Euro bis 4,35 Euro.
Das Bundesamt für Statistik gibt natürlich Entwarnung. Es ist ja ein Regierungsamt. Es berichtet nicht die Wahrheit sondern verbreitet Regierungspropaganda. Es behauptet einfach, dass nur 45 Prozent der atypischen Beschäftigten im Niedriglohnbereich seien. Logisch wenn die Komponente Arbeitszeit gar nicht einfließt. Deshalb muss klar sein, dass, wenn 25,5 Prozent der abhängig Beschäftigten in solchen atypischen und ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen sind, etwas in diesem Land nicht stimmt.
Das wird noch deutlicher, wenn man die Reallohnverluste bei den Normalbeschäftigten mit hinzuzieht. Die Politik der Neoliberalen hat einen Großteil der arbeitenden Menschen in Richtung Abgrund getrieben und einige sind schon abgestürzt. Aber der Rest wird auch genau in diesen Abgrund gedrückt. Ständig werden, von neoliberalen Propagandainstituten neue Hetzparolen gegen die Arbeitnehmer vorgetragen, oder von menschenverachtenden Stiftungen wie Mohn/Bertelsmann sogar Gesetze gegen die Arbeitnehmer geschrieben, die dann von üblen Politiker wie Olaf Scholz, gemein grinsend auch eingesetzt werden.
Werner Dreibus, der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag hat die wichtigsten Eckpunkte zur Leiharbeit zusammengefasst:
Die Folgen für die Beschäftigten sind verheerend. Auf der Jagd nach immer mehr Profit ersetzen Unternehmen reguläre Arbeitsplätze zunehmend durch Leiharbeit. Für Hilfs- und einfache Facharbeitertätigkeiten werden oft nur noch Leiharbeitskräfte eingesetzt. Damit sinken die Chancen für Arbeitsuchende, einen normalen Arbeitsplatz zu finden, rapide. Als Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verdienen sie für die gleiche Arbeit deutlich weniger, und sie müssen jeden Tag damit rechnen, ihren Job zu verlieren. Mehr als 250.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter haben in der Krise diese Erfahrung bereits machen müssen. Aber auch auf die Stammbeschäftigten wirkt der Einsatz von Leiharbeit disziplinierend. Haben sie doch die prekären Arbeitsbedingungen als Warnung ständig vor Augen.
Besonders alarmierend ist die Prognose der Wissenschaftler, dass es nach dem Ende der Krise zu einer massiven Zunahme der Leiharbeit und zu einer weiteren Verdrängung regulärer Arbeitsplätze kommen könnte. Dem muss umgehend ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Ausbeutung durch Leiharbeit muss endlich beendet werden. DIE LINKE will deshalb Leiharbeit strikt begrenzen und dafür sorgen, dass Leiharbeitskräfte den gleichen Lohn und die gleichen Arbeitsbedingungen wie ihre festangestellten Kolleginnen und Kolleginnen erhalten.
Ja das ist ein guter Ansatz, aber auch er geht am Thema vorbei. Warum sollte es überhaupt jemandem erlaubt sein Arbeitnehmer zu verleihen. Tatsächlich wird in einem solchen Fall der Arbeitnehmer doch nur zweimal ausgebeutet. Einmal von dem Unternehmen in dem er arbeitet und einmal von dem Sklavenhalter der ihn verleiht. Leiharbeit ist grober Missbrauch der Arbeitnehmer. Die Leute, die andere Menschen verleihen, handeln nicht nur unmenschlich sondern sind im Sinne eines vernünftigen Zusammenlebens, Schädlinge die sich parasitär von anderen ernähren.
Nein, die Sklavenhalter schaffen keine Arbeit. Sie verdienen nur an vorhandener Arbeit. Es würde kein Arbeitsplatz verloren gehen, wenn die Zeitarbeit morgen verboten würde. Genau das müsste geschehen um das Problem zu lösen. Dazu ein Mindestlohn von 10,50 Euro der nicht durch seltsame Berechnungsmethoden verwässert werden darf.
Damit sich die Leistung der arbeitenden Menschen in Deutschland wieder lohnt, braucht Deutschland ein Verbot der Zeitarbeit und einen Mindestlohn. Von den Abzockern nehmen und es den Arbeitern geben.
Luden des neoliberalen Terrors.
um die richtigen leute zu finden ist für manchen unternehmer eben mit zu grossem aufwand verbunden und kann durch leiharbeiter schnell und unbürokratisch erfolgen.
ich bin allerdings dafür, das diese leiharbeiter, wegen der speziellen funktion dieser arbeitsweise einen wesentlich höheren lohn erhalten als das stammpersonal. dieses würde den sklavenstatus abbauen bzw. den unternehmer drängen den passenden leiharbeiter eine feste anstellung anzubieten.
Und das Gerede von "Auftragsspitzen bewältigen" ist auch nur von seiten der Unternehmer verlogenes Geschwätz, ebenso wie schwierig es sei, "Fachkräfte" schnell zu kriegen.
Das behaupten die gleichen Unternehmer-Ganoven (und ebenfalls - klaro! - ihre gekauften Bauchredner aus der "politischen Klasse" und ihre "Professoren"-Huren), die die Zahl der Ausbildungsplätze seit Jahren verringern, sich mit Händen und Füßen seit Ewigkeiten gegen ein gutes demokratisches Schulwesen stemmen, welches allen Kindern aus allen Schichten unserer Bevölkerung gute Bildung ermöglichen würde.
Alles nur Lügen und Propaganda, Volksverdummung!
Jochen Hoff hat völlig recht mit seiner Forderung, die Leiharbeit einfach zu verbieten, aus, Basta, Schluß!
Dazu auch gleich noch die meisten dieser asozialen bis zu 400 EUR "Basis"- Jobs.., und natürlich sofortige Mindestlöhne von wenigstens(!) 10 EUR.
Nur so kann der immer übleren Ausbeuterei von immer mehr Beschäftigten entgegengewirkt werden.
Alles andere sind bzw. wären nur faule Kompromisse zu Lasten von Millionen von "atypisch" beschäftigten Arbeitnehmern.
Gruß Hansi
ich glaube nicht, das ich weltfremd denke, denn aus eigener erfahrung und unternehmen weis ich, das es auftragsspitzen, personalengpässe giebt, auf die schnelle keine passenden bewerber gefunden werden konnten und ich auf leiharbeitskräfte angewiesen war.
zu der zeit war es aber so, das diese mehr gekostet haben und ich einen teil in die festanstellung übernommen habe. das war ja auch sinn und zweck dieser leiharbeitsfirmen, nur ist das heutzutage total pervertiert.
auch mit den 400 euro jobs sehe ich anders. es giebt viele die wollen keine vollzeitstellen, aus was für gründen auch immer. allerdings würden diese 400 euro jobs bei meinem verständniss für die stundenanzahl bei mindestens 800 euro liegen. schon vor 20 jahren waren ein stundenlohn bei aushilfen oder putzhilfen von 10 dm der normalfall.
nicht die verschiedenen arbeitsmodelle sind die plage, sondern der nichtgerechte lohn.
Das kann ich sogar aus eigenen Erleben und Beobachtungen bestätigen!
Aber wie du richtig sagst, ist diese Leiharbeit inzwischen total pervertiert, ich sage: zu einem neuen (Bilig)Sklavenmarkt verkommen.
Davor darf niemand die Augen verschließen, dem sollte ein mächtiger gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden.
Ein Verbot wäre daher für mich die beste Lösung.
Die zweitbeste wäre die totale monetäre Gleichsetzung von Leih- und Stammarbeitern, auch bei Kündigungsschutz, Urlaub, Urlaubsgeld und eventuellen Abfindungen.
Ob die Herren und Damen UNternehmer dazu wirklich bereit wären?
Ich wette, in der Masse brinen sie 20 Mio "Argumente" dagegen vor, warum dies "nicht möglich" sei...., denn entgegen allen ihren Behauptungen wollen sie eben vor allem rechtlose und billige Lohnsklaven, "Auftragsspitzen" hin und her....
Und was diese asozialen "Basis"- Jobs angeht, so sind diese ein einziger Betrug an den sozialen Sicherungssystemen zum Wohle des alleinigen Profits der Unternehmner (und gelegentlich fauler, unausgelasteter "Hausfrauen"), so bekommen sie Billig-Arbeit en masse, und der Rest der Gesellschaft immer höhere Sozialabgaben..., was dann wiederum zu verlogenen Geheule der Unternehmner über ach so hohen "Lohnnebenkosten" für (noch)Normalbeschäftigte führt, in dessen Folge weitere Beitragserhöhungen und natürlich "unvermeidliche" Leistungskürzungen durch die Politiker erfolgen...., ja, einfach pervers, asozial bis auf die Knochen, diese "Basis"- Jobs..
Ach, alle, die so heiß nach diesen "Basis"- Jobs sind, ob sie immer noch so heiß danach wären, wenn sie sich alle s e l b s t angemessen für Alter und Krankheit versichern müssten, es keine "Mitversicherung" bei den Krankenkassen(AOKs!!!), keine "Witwe(r)nrenten gäbe?
Dass Unternehmer diese asozialen Zustände gut finden ist doch klar, nur kann das wirklich das Interesse der ganzen übrigen Gesellschaft sein?
Auf w e l c h e n Rücken stehen eigentlich diese Unternehmer, w o v o n profitieren sie eigentlich?
Gruß Hansi
Stattdessen ist es wie überall. Ein Bauarbeiter wird vergleichsweise schlecht bezahlt, hat ein höheres Krankheitsrisiko und muss dafür als Belohnung in privaten Zusatzversicherungen (die er ja braucht nach der Gesundheitsreform) mehr Beiträge zahlen. Alle die Leistung bringen und sogar ihre Gesundheit opfern werden als zu faul in die Gosse gestoßen.
"Die Reichen trinken teueren Wein und diskutieren über die Faulheit der Arbeiter"
Dort wird seit Jahren die Peter-Hartz-4-Praxis und ihre gesetzlichen Grundlagen - wie ich meine - so zutreffend wie qualifiziert als neue deutsche ZWANGSARBEIT kritisiert
http://www.forced-labour.de
Gruß;-)
dr.richard.albrecht [at] gmx.net
Aber einfach mal zur Erinnerung: Ich persönlich kann mich noch ganz dunkel daran erinnern, dass es auch in früheren Zeiten hin und wieder mal einen zeitweiligen Mehrbedarf an Leuten in Firmen gab, ob wegen plötzlicher Mehrarbeit, Urlauszeiten oder Krankheit.
Aber i m m e r gelang es auch damals den Firmen ganz o h n e "Zeitarbeit" Leute zu engagieren, sie holten dann inzwischen verrentete EX-Mitarbeiter für einige Zeit zurück, heuerten aber oft auch Studenden - deutsche und ausländische - für einige Zeit an..,manchmal auch Hausfrauen.. sie fanden ganz o h n e "Zeitarbeit" auch damals i m m e r Leute, i m m e r!
Allerding: Diese angeheuerten Leute erhielten dann auch im Großen und Ganzen den üblichen Firmenlohn pro Stunde...
Und damals gab es höchstens 1 MIO (registrierte) Arbeitslose, heute dagegen wenigstens um die 8 Mio!
Und d a will man uns heute einreden, Firmen "benötigten" diese "Zeitarbeit" um Mitarbeiter zu "finden".., was für ein Quark, welche Verlogenheit!
"Im Prinzip" macht die Zeitarbeit eben gar keinen "Sinn" - außer für die Abzocker auf Seiten "Entleiher" und "Verleiher"!
Daher gehörte sie schlichtweg verboten! Und zwar spätestens in einem Jahr! (Zeit für Umstellungen, etc..)
Gruß Hansi
So ist es leider, und die abhängigen Medien schleudern diesen Dreck , diese ätzende, krankmachende neoliberale Gülle pausenlos in die "Öffentlichkeit"!
Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit musste ich ein Wahlplakat der FDP mit dem grinsenden Westerwelle erblicken mit dem Wahlslogan: "ARBEIT MUSS SICH WIEDER LOHNEN"
Natürlich wissen zumindest w i r hier alle, w e s s e n Arbeit die FDP da meint.
Aber so beim Vorbeifahren und Lesen dieses Spruches kam mir sofort eine glänzende Idee: Kolonnen von Leuten müssten Nachts mit Sprühdosen dieses verlogenen FDP-Wahlplakate "ergänzen" mit folgenden Zeilen direkt unterhalb dieses Satzes/Slogans: "Daher sofortiges Verbot der Leiharbeit und einen Mindestlohn von 12 EUR!"
Ob dies dann auch im "Sinne" dieser FDP wäre? ;-))
FDP freundliche Grüße von Hansi