
Aebby hat einen Traum
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Nun, die dümmsten Kälber...
aber eigentlich kann es auch mir nicht schnell genug gehen, bis das Schmarotzersystem abgeschafft wird.
Von daher: FDP, ich bitte drum...
könnte es sein, daß Sie im Sinne “eindimensionalen Denkens” ( zur Kritik -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/08/eindimensionalitat.pdf ) einen DOPPELTEN DENKFEHLER machen?
Hohe Wahlbeteiligung rechtfertigt die nicht legitimierbare Politpraxis, daß a) die Politparteien “das politische Leben” bestimmen und daß b) deren führendes Politpersonal eine NEGATIEF(ST)AUSLESE darstellt.
Es gab - lang lang ist´s her - eine öffentlich-rechtliche Politsatire als TV-Spiel mit dem Ausgangsplot einer Wahlbeteiligung von weniger als 5 Prozent;-)
Gruß;-)
dr.richard.albrecht [at] gmx.net
Auch Sie denken eindimensionalisch:
a) die immanente Kritik am ganzdeutschen BT-Wahlk(r)ampfrummel muß nicht wiederholt werden,
Thomas Brussig hat diesen Gesichtspunkt bündig-plakativ zusammengefaßt: "Nicht der Nichtwähler ist eine Gefahr für die Demokratie, sondern die Wahlkämpfe sind es" ( http://www.tagesspiegel.de/kultur/Wahlkampf-Bundestagswahl-Demokratie-Thomas-Brussig;art772,2881185 ). Brussig hat darüber hinaus versucht, "dem Nichtwählertum etwas Positives abzugewinnen. Nicht wählen zu gehen kann ja auch seine Ursache darin haben, dass ich als Wahlberechtigter glaube, dass es für meine Lebensrealität, meine materiellen und freiheitlichen Verhältnisse, mein Lebensglück und meine Geschicke nicht von Belang ist, wer an der Macht ist. Nicht zu wählen kann heißen: Keine der zur Wahl stehenden Optionen ängstigt mich, an keine binde ich mein Lebensglück. Nicht zu wählen bedeutet, sich nicht den politischen Verhältnissen unterworfen zu fühlen. Ich finde, das ist keine schlechte Situation. Es ist sogar ein erstrebenswerter Zustand. Nicht zu wählen bedeutet, Freiheit von der Politik auszudrücken. Das ist etwas sehr, sehr Kostbares."
Ich meine: Wer das doppelte demokratische Defizit ( ricalb.files.wordpress.com/2009/07/politische-soziologie.pdf ) untern Politteppich kehrt soll wenn´s um Demokratie geht schweigen
b) meine Kritik geht über Brussig hinaus und davon aus, daß die parlamentarisch repräsentative Demokratie (vulgo: Demokratur), die hierzulande/diesertage als Demokratie überhaupt hochgejubelt wird, n u r eine Form demokratischer Teilhabe ist ... und möglicherweise nicht die optimalste. Ich will dabei nicht so weit gehn wie der sizilianische EP-Sozialist Leonardo Sciascia (1921-1989), der 1961 meinte: "Dem Volk hat man damals Hörner aufgesetzt und setzt ihm heute Hörner auf. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß der Faschismus dem Volk eine einzige Fahne an seine Hörner hängte und daß die Demokratie es jedem erlaubt, sich selbst eine von der Farbe, die ihm gefällt, an seine eigenen Hörner zu hängen..." - meine aber doch: „Nicht ob eine bestimmte Form des Parlamentarismus verwirklicht worden ist, entscheidet darüber, ob es Demokratie gibt. Auch nicht die Frage, wie viele und wie geartete Parteien es gibt, ist dafür von ausschlaggebender Bedeutung. Ob es Demokratie in einer Gesellschaft gibt oder nicht, hängt vielmehr letzten Endes lediglich von zwei Voraussetzungen ab. Davon nämlich, ob es ein festgelegtes – vor allem auch terminlich festgelegtes – Verfahren dafür gibt, die Regierung abzuwählen. Und zweitens ist die Frage entscheidend, ob es die garantierte Möglichkeit gibt - auch für den einzelnen Bürger -, Anordnungen und Maßnahmen staatlicher Organe durch unabhängige Gerichte überprüfen und korrigieren zu lassen.“ (Eberhard le Coutre; der überblick, 2.1989)
c) So gesehen ist´s in der Tat auch heute (2009) noch´n weiter Weg zum (so Carlo Mierendorff [1897-1943] 1922) "planmäßigen Ausbau des deutschen Staates zu einer sozialen, demokratischen Republik" (so Carlo Mierendorff 1922).
Gruß;-)
dr.richard.albrecht [at] gmx.net
cdu, fdp, linke, blau-gelb-gestreifte... dieser wahl-zirkus ist doch nur billige unterhaltung fürs "volk". politik wird am "stammtisch" (denkfabriken etc.) und fernab der plenarsäle gemacht.
sollte aber wirklich - langsam - mal bekannt sein!
Auch auf Parteien, wie sie heißen,
Ist heutzutage kein Verlaß
Gruß;-)
dr.richard.albrecht [at] gmx.net