Von der neuen und ewig gestrigen Stimmung!
Wir wollen weder uns, noch andere hängen lassen, aber die Untätigkeit meiner lieben Landsleute, die Sprachlosigkeit, bereitet den Boden für eine braune Saat, die niemand von uns haben will oder etwa doch?
Von der Arbeit und was daraus gemacht wurde - Teil 2
Faschismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, asoziales Verhalten und Egoismus sind keine Charaktereigenschaften oder Denkschablonen, mit denen eine Gesellschaft funktioniert oder dauerhaft bestehen kann. Gerade aber, wenn Menschen eine Orientierung fehlt, rufen sie nach der „starken Hand“, die ihnen den Weg weisen möge. Fragt sich dann aber, ob „diese starke Hand“ auch einen Weg beschreibt, den man dann auch wirklich bereit ist zu gehen?
Der Drang auf eine nationaler ausgerichtete Politik empfinden manche Bevölkerungsteile als einen sicheren Weg, mit dem es ihrer Meinung nach, in unserem Land wieder aufwärts ginge. Dabei vergessen ihre Befürworter aber, wie viel ausländisches Kapital bereits in unserem Land investiert wurde und wie viele Migranten als Gewerbetreibende, Arbeitsplätze geschaffen haben.
Vor allem aber vergessen sie die Exportausrichtung der deutschen Wirtschaft. Deutschland ist allein schon deshalb auf eine Politik angewiesen, die international ausgerichtet ist und in der sich Deutschland als verlässlicher Partner im europäischen Kontext versteht. Mit der Abhängigkeit Deutschlands vom Internationalismus, dem Export und vor allem dem Tourismus würde uns ein neuer Nationalismus das wirtschaftliche Rückrat brechen, von einem Faschismus ganz zu schweigen. Eine Ausrichtung im Sinne einer nationaleren Politik bringt also keinerlei Vorteile und führt stattdessen in die Isolation. Was den meisten Menschen doch auf der Seele brennt, ist die Angst vor dem materiellen Verlust und die Befürchtung Arm werden und bleiben zu müssen. Wenn etwas in unserem Land eine erhebliche Verbesserung des Lebensgefühls erbringen würde, dann wäre das die sozialen Voraussetzungen, die innerhalb des Staatenbundes der europäischen Union erheblich verbessert, angeglichen und auf einen vereinheitlichten hohen Standard gebracht werden müssen, der es Menschen ermöglicht, im Wirtschafts- und Lebensraum der EU 27 nach den persönlichen Neigungen und Möglichkeiten ein Leben, mit akzeptabler Erwerbsarbeit zu organisieren und dies bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmt führen zu können, ohne Drangsalierung oder Bevormundung. Erst mit der Möglichkeit, sich eine halbwegs gesicherte Existenz zu schaffen, wird eine Zukunftsplanung möglich.
Das europäische Festland war in seiner historischen Entwicklung immer ein Durchzugsgebiet für die Völker und Stämme, aber noch nie wurde Europa als gemeinsamer sozialer Raum begriffen. In der Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes gelang es der Politik, die längste Friedensphase in der Geschichte Europas zu etablieren, aber die ökonomische Ausrichtung allein birgt erhebliche Probleme. Denn wenn immer mehr Menschen ohne Erwerbsarbeit sind, nehmen die sozialen Probleme zu. Europa braucht neue gesellschaftliche Standards, die für einen sozialen Ausgleich sorgen. Dies ist ein überlebenswichtiger Schlüssel für ein gemeinsames Europa, dass sonst auseinander bricht und in seine Nationalstaatlichkeiten zurückfällt. Dies wiederum wurde zur Wiedergeburt eines neuen Nationalismus führen, der damit auch in Europa die Kriegsgefahr erheblich steigert.
Von Schmarotzern und Parasiten
Der sprachliche Ausdruck, Menschen als Parasiten oder Schmarotzer zu bezeichnen erinnert an die „dunkelste Zeit“ der deutschen Geschichte von 1933 bis 1945. Denn auch damals wurde der Vergleich zu Schädlingen als Argument benutzt um diese Menschen quasi „fabriktechnisch“ umzubringen. Unter dem geschichtlichen Aspekt betrachtet, ist deshalb eine Darstellung, die Menschen in unserer Gesellschaft ernsthaft in die Nähe dieser Betrachtung rückt und damit einen Zusammenhang zur Nazizeit hergestellt, menschenverachtend. Wenn also wieder von Menschen gesprochen wird, die „anderen“ auf der Tasche sitzen oder eine Bevölkerung schädigen, welche Handlungsweise des Staates bzw. seiner Behörden soll dann damit legitimiert werden, noch dazu auf deutschem Boden?
Auch wenn es Menschen gibt, die keine ausgeprägte Arbeitswilligkeit zeigen (wobei der Begriff der Arbeit und insbesondere der Erwerbsarbeit, geklärt sein müsste, denn Arbeit wird unterschiedlich interpretiert), ist und darf dies allein schon kein Anlass sein, über den Sinn und Zweck ihres Daseins zu spekulieren.
Sicher gibt es unter den Arbeits- oder Erwerbslosen einen vermutlichen Anteil von vielleicht 5 Prozent, die als unwiderruflich „arbeitsunwillig“ zu bezeichnen wären! Aber bei 3,5 Millionen Arbeitslosen wären fünf Prozent, insgesamt 175.000 Arbeitslose, die demnach arbeitsunwillig sind. Und für diese kleine Gruppe wurde der gesamte Drangsalierungs- und Verfolgungsapparat der Jobcenter, Arbeitsagenturen und Grundsicherungsämter aufgebaut und ständig erweitert?
Wer mit einer Arbeitsfaulheit von Arbeitslosen argumentiert, könnte auch mit Steuerhinterziehern argumentieren, die unserem Staat sehr viel mehr Geld vorenthalten, als die Arbeitslosigkeit in Wahrheit kostet. Bei 40 Millionen Einkommensteuerzahlern, ergäben 5%, die imposante Zahl von immerhin zwei Millionen Steuerpflichtigen, die als Steuerhinterzieher (wahrscheinlich sind es eher mehr als weniger) in Frage kommen. Und wie viele Menschen haben ihre Versicherung schon betrogen? Dennoch würde wohl kaum jemand alle Versicherungsnehmer als potentielle Betrüger bezeichnen (obwohl 5% bei ca. 55 Millionen Versicherten, etwa 2,75 Millionen Betrüger wären).
Bücklinge und Unterwürfige, die schon immer gekratzt und gebuckelt haben, um nicht aufzufallen oder um sich nach oben zu schleimen, erleben gerade jetzt einen scheinbaren Aufwind. Es sind genau diese „Mitmenschen“, bei denen die neoliberale Denkthesen den Boden für deren asoziale Verhaltensweise bereitet, die sich gegen all jene richtet, die den eigenen Geld- und Machtinteressen im Wege stehen oder ständig an ein Reines Gewissen appellieren. Ihr persönlicher Egoismus ist ihre Schwäche, die sie unfähig macht, sich zusammenzuschließen.
Als Einzelpersonen haben sie dem Druck des Kapitals nichts entgegen zu setzen und jede Gegenwehr versagt. Sind es nicht auch genau diese Effekte der Bourgeoisie, die schon früher dafür gesorgt haben, dass Menschen ausgegrenzt, denunziert, abtransportiert und umgebracht werden konnten, während die Masse der Gesellschaft hinsah und schwieg? Und sind es nicht wieder die gleichen Bevölkerungsteile, die nun glauben, Vorteile davon zu haben, wenn andere nur tüchtig drangsaliert werden, frei nach dem Motto „die muss man mal tüchtig ran nehmen oder die bekommen nur was sie verdienen“?
Es kann mir schlecht werden bei der Erkenntnis, dass unsere Gesellschaft solche Wirbellosen Wesen reihenweise produziert, nur damit die Schlange des Kapitals schneller fressen kann. Die Unterwürfigkeit großer Teile der Bevölkerung zur Ökonomie des Kapitals und die Unfähigkeit zum Mut für neue Wege der Gesellschaft, führt weiter in den Abgrund menschlicher Leidensfähigkeit.
Wer oder was ist „wirklich“ Parasitär oder Absauger unseres Systems?
Mafiaähnliche Strukturen bilden in der Politik nur denen einen Spielraum, die auch bereit sind, mit den Wölfen zu heulen und ihre Seele für einen „kleinen Anteil“ am Fleischtopf der Macht zu verkaufen. Die Wolfsmeute der „Kartelle der Kassierer“ ist immer bereit, unsere Gesellschaft gegen die Wand zu fahren, weil sie doch selbst daran glaubt, auch noch im Untergang das Geschäft ihres Lebens zu machen und gut daran zu verdienen – Nach mir die Sinnflut!
Um für sich selbst die Profite zu sichern, zetteln sie notfalls Kriege an oder finanzieren den Terrorismus der Welt, der ganze Völker verunsichert, bis dieses nach dem starken Staat schreit, um dann bereitwillig seine Freiheit abzugeben für eine trügerische Sicherheit. Letztendlich ist es den Spielern der Macht egal, wen sie für ihren Vorteil opfern oder wie viele dafür sterben müssen.
Was oder wieviel an Moral und Ethik eine Gesellschaft verliert ist ihnen egal, sie glauben sich davon „frei“ kaufen zu können. Um Sieger zu werden, müssen alle anderen zu Verlierern werden.
Wenn ihre erprobten und etablierten Machterhaltungsmechanismen nicht mehr funktionieren, schüren sie Wirtschaftskrisen, um die Geldumverteilung zu beschleunigen, mit der sie an die Ersparnisse der Bevölkerung herankommen oder Menschen in die Verschuldung drängen. Solche Krisen sind auch geeignet, lästige Konkurrenz zu beseitigen. Massenhafter Arbeitsplatzabbau lässt sich argumentativ leicht vertreten, weil dahinter kaum jemand eine Verschwörung erkennt. Geschickte Spieler präsentieren sich gern als Opfer und lassen die Kosten vom Volke zahlen.
Geheimdiensten wenden schon lange die Taktik der Verunsicherung, Desorientierung und Panikerzeugung an. Um die Bundeswehr zur „Terrorbekämpfung“ im Inland einzusetzen, ist es nur eine Zeitfrage, bis die „benötigte“ Definition gefunden ist, die ihren Einsatz rechtfertigt!
Was wird als Ausrede geliefert und was ist Globalisierung wirklich?
Das Phänomen „Globalisierung“ wird gern als Ursache allen Übels genommen, dass uns vorgehalten wird, um uns zur Mitwirkung an Ausbeutung, Verschlechterung der Lebens- und Sozialbedingungen und dem eigenen Profitstreben zu bewegen. Aber wie kann Globalisierung als Entschuldigung für Unmenschlichkeit dienen und was ist Globalisierung eigentlich? Globalisierung wird im Internet Lexikon Wikipedia wie folgt definiert:
Erstmals 1961 taucht in einem englischsprachigen Lexikon der aus der Ökonomie und Soziologie mittlerweile bekannte Begriff auf und dringt nach 1990 in die öffentlichen Debatten verstärkt ein.
Globalisierung bezeichnet einen mehrdimensionalen Prozess der Zunahme der nationenübergreifenden, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen. Diesen Prozess treiben die Menschen voran, seit sie in der Lage sind, überregionalen Handel zu betreiben. Eine andere, wenig gebräuchliche Bezeichnung ist Mondialisierung (nach dem im Französischen bevorzugten Begriff Mondialisation). Einige bezeichnen diesen Prozess nicht als Globalisierung, sondern als Entnationalisierung oder Denationalisierung, um auszudrücken, dass Nationalstaaten im Zuge der Globalisierung immer mehr an Macht und Bedeutung verlieren. Letztendlich findet sich also keine Erklärung für die Verschiebung von Wertbegriffen oder der Entmenschlichung von Gesellschaften, schon gar nicht für die Problematik internationalen Handelns und des Wettbewerbs. Demnach ist also „Globalisierung“ die falsche Bezeichnung für die „gelebte Entwertung menschlicher Werte“ und die Reduzierung der Menschen auf die „Humanressource“.
Wo könnte die Reise hingehen?Wie könnte betreutes und Hartz IV gerechtes Wohnen, mit sicherer Umgebung, Pflege von Kranken, Alten und Kindern aussehen?
Eine Fiktion: Die ersten „Prekarianer Wohnparks“ entstanden in kurzen Zeitabständen und wurden mit viel Presserummel eingeweiht. Errichtet im Rahmen staatlicher Beschäftigungsmodelle und mit Steuermitteln bezahlt, entstanden Wohneinheiten, die von hohen Mauern umsäumt, abseits viel befahrener Straßen und mit eigener Infrastruktur (Einkaufen, Freizeitmöglichkeiten etc.) ausgestattet sind. Mit einer eigenen Energie- und Abwasserentsorgung sowie medizinischen Einrichtungen sind diese Wohneinheiten von der Außenwelt vollkommen unabhängig. Ja, als so die Familie „Mumm“ auf ihrem Balkon sitzt, kommen ihnen wieder die Bilder der vergangener Jahre in den Sinn, als sie in ihrer Wohnung bei Aldi Bier und Lidl Frikadellen saßen und über die Mallorca Urlauber lachten, die sie im Fernsehen sahen und die es toll trieben und sich am Ballermann besoffen in die Sonne legten oder einfach mit anderen amüsierten.
Jetzt, jetzt ist so manches anders geworden; Sie müssen sich ihre Trinkrationen aufteilen; können sich keinen Alkoholrausch mehr erlauben, weil sie ihre Arbeitsfähigkeit erhalten müssen, denn diese wird vom Gesundheitsamt ständig kontrolliert; Alkohol nicht mehr frei verkäuflich. Sie bekommen Nahrungsmittel durch die Behörde zugeteilt und nur wenn sie genügend für die Gemeinschaft gearbeitet haben. Bezahlung erhalten sie nicht, sondern mit Gutscheinen oder Naturalien und ihre Unterkunft bezahlt ihnen die Behörde. Zu ihrer „Sicherheit“ dürfen sie nach 20 Uhr ihr Wohnquartier verlassen und sie haben einen Mikrochip im Ohr. Außerhalb patrouilliert die Bundeswehr, die ihnen „Anti-Terrorschutz“ bietet.
Kranke und „nicht arbeitsfähige“ dürfen einen langen Erholungsurlaub machen; Bei dem jeder einer Servicebegeleitung abgeholt wird und als Gruppe fortgebracht. Die Aufsässigen und Unwilligen werden gesondert behandelt und nur selten kommt einer überhaupt wieder. Jeden Monat kommen neue Bewohner und ach, ja – uns geht es jetzt viel besser. Wir sind vor der bösen Welt und dem „Terror“ da draußen geschützt, um uns kümmert man sich jetzt sehr intensiv, sagt „Herr Mumm“. Wer sich besonders anstrengt oder hohe Leistung erbringt, wird besonders belohnt.
Fazit: Die Armenghettos die angefüllt werden mit den Opfern des hemmungslosen Kapitalismus, sitzen abends an ihrem offenen Fenstern und wenn der modrige Geruch der verrottenden Gesellschaft über die Außenmauer weht, werden manche der ehemaligen „Buckler und Kratzer“, aus der Kaste „Wirbelloser Wesen“ vielleicht nachsinnen, welche Freiheiten sie früher besaßen.
Probleme mit der Umwelt, Gesundheit, Armutsbekämpfung sind nicht ungelöst. Aber es gibt kaum ein anderes gesellschaftliches System, das uns Menschen derart entspricht und soviel Anziehungskraft besitzt wie eben dieses kapitalistische System. Aber dieses System diskreditiert sich immer wieder selbst, weil es Unmenschlichkeit zulässt, Sklaverei ermöglicht und Menschen unfrei macht. Alles was den Profit steigert ist denkbar, es ist aber die Frage, ob wir es zulassen.
Wer nicht erkennt, dass er ein Arbeiter ist, dem sei geholfen,
wer da aber verleugnet, dass er Arbeiter ist – der sei mein Feind!
Wäre ich ein Schelm, würde ich weitersagen – pack doch die Unterkünfte neben die Fabriken, dass spart teuere Anfahrtswege und bau gleich noch ein Lazarett hinzu, für die Kranken oder lahmen und damit Deine Arbeiter vor dem bösen Volke geschützt sind, ziehe einen hohen Zaun herum und setze Wachposten drauf.
Ein Schelm würde sagen, Hartz V ist in Arbeit und die Agenda 2020 deren logische Folge.
Zyniker würden sagen – Arbeit ist Menschenwürde (diese Würde ist tariffähig und verhandelbar).
Als Mensch sage ich – nicht alles was Arbeit schafft ist auch sozial! (staatlich subvent. Lohndumping, Ein-Euro Job)
Der Menschenfeind sagt, Arbeit macht fr.. (Ausschöpfung der Arbeitskraft bis zu deren Tode)
Arbeiter sagen – Produktionsmittel in Volkeshand (wir bestimmen den Preis der Ware Arbeitskraft)
Als ein Visionär würde ich sagen – nur ihr Sinngebender Einsatz ist gelebter Humanismus
Aber als ein Ausgebeutetes, unterdrücktes und auf einen vielleicht marktfähigen Verwertungswert reduziertes menschliches Wesen sollte ich es aus mir herausbrüllen: I C H L A S S M I C H N I C H T V E R A R S C H E N
Arbeit allein ist keine Lebensphilosophie, denn dazu braucht es eine lebensbejahende positiv motivierende Umgebung und eine Gesellschaft, in der das Leben nicht als Bedrohung empfunden wird und die Kraft zur geistigen Willensleistung eine Gefahr darstellt für Machteliten, die aus ihrem Egoismus und ihrer Gier den Rest der Menschheit an einem humanen Fortkommen hindern.
Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern weit unter unseren Möglichkeiten oder:
Die ERDE ist eine Scheibe, an deren Rand wir sitzen und unsere Beine im Nichts baumeln lassen!
Von Thomas Marschner | Duckhome | – Von der neuen und ewig gestrigen Stimmung! Wir wollen weder uns, noch andere hängen lassen, aber die Untätigkeit meiner lieben Landsleute, die Sprach-losigkeit, bereitet den Boden für eine braune Saat, die niem... ...
Von Thomas Marschner | Duckhome | – Von der neuen und ewig gestrigen Stimmung! Wir wollen weder uns, noch andere hängen lassen, aber die Untätigkeit meiner lieben Landsleute, die Sprach-losigkeit, bereitet den Boden für eine braune Saat, die niem... ...
Von Thomas Marschner | Duckhome | – Von der neuen und ewig gestrigen Stimmung! Wir wollen weder uns, noch andere hängen lassen, aber die Untätigkeit meiner lieben Landsleute, die Sprach-losigkeit, bereitet den Boden für eine braune Saat, die niem... ...























Das hört sich einem meinen Augen nach dem großen Plan an. In meinen Augen existiert er nicht. Nur läuft es auf die gleichen Effekte hinaus. Die Ziele sind immer die gleichen: Profit. Durch Lobbyarbeit wird probiert alle Schranken aufzuweichen. Das Ganze wird zu einem Selbstläufer ohne das jemals irgendetwas Konkretes geplant hätte. Nach außen sieht es nach einem plan aus.
Das Ziel der Zukunft was du beschreibst kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich muss nur nach Brasilien, Südafrika, etc. schauen. Es gibt dort nicht nur Armenghettos. Auch die Reichen sitzen hinter Mauern. Aber soziale Stabilität ist nicht wichtig. Hauptsache man ist reich. Aber ist Freiheit nicht auch ein Teil des Reichtums? Einen guten Teil verlieren sie davon, um noch mehr zu bekommen. Eine irre Welt.
den fast schon spürbaren "großen Plan" gibt es in Wahrheit auch nicht, aber es ist doch schon sehr uminös, wie sehr so einige Schritte wie scheinbar zufällig ineinandergreifen oder?
Wer in einem Maße wie Deutschland Güter exportiert, exportiert zugleich auch Arbeitslosigkeit in die Empfängerländer. Wie sollen sich Wirtschaften in den Ländern entwickeln, wenn sie der übermachtigen Konkurrenz Transnationaler Konzerne ausgesetzt sind? Früher hatten die Länder in Europa die Möglichkeit, durch Abwertung der Währung die inländische Wirtschaft zu unterstützen. Im Zeitalter der gemeinsamen Währung entfällt diese Möglichkeit. Wie soll dann aber eine gemeinsame Sozialpolitik, die Mindeststandards sichern soll funktionieren und was viel interesanter ist auf welchen Niveau will man sich da Treffen auf dem von Luxemburg oder dem von Rumänien? Du malst das Horrorgemälde von der Kapitalflucht am die Wand, wie es die Neocons auch immer gerne tun. Ich wäre da nicht so ängstlich: das Kapital bleibt da wo es sich rechnet, alles andere ist belanglos. Die Frage ist, ob sich die Staaten dem Renditedruck der "Investoren" schutzlos aussetzen wollen -wenn es nach dem Lissaboner Vertrag geht ist die Antwort ja.
Ich bin durchaus ein Fan von Entwicklung und gleichen Sozialstandards. Auch habe ich nichts gegen Kapitalismus an sich. Der Kapitalismus braucht nur starke Ketten, eine "nationaler ausgerichtete Politik" ist m. E. ein Glied in dieser Kette. Administrative Riesen wie die EU sind nicht funktional und die Realität ist doch die, dass sie zu einem Lobbyistenladen verkommen ist. Der Vertrag von Lissabon ist doch kein Unfall sondern glasklares Kalkül. Es geht darum, Europa den Konzernen auszuliefern.
sicher haben Sie Recht, dass eine EU27 als nicht steuerbar erscheint, nur sollte die Frage erlaubt sein, ob das so gewollt sein könnte?
Nun eine freie, also wirkliche EU27 hätte dann auch zur Folge, dass es keinerlei nationale Handelsschranken gäbe, also gleiche Bedingungen für alle. Ob Deutschland davon wirklich Vorteile hätte mag dahingestellt sein, letztendlich geht es bei solchen Szenarien auch darum, aufzuzeigen, dass der "argumentativ" dargestellte offene Markt in Wahrheit so gar nicht existiert. Letztendlich wollen sich die Akteure einen Vorteil verschaffen, der ihnen mehr Profit und Marktanteile verspricht. Daher gibt es Handelsbarrieren und Zölle etc. So ist es auch erklärbar, warum der Lissabon Vertrag ein Machwerk für Lobbyisten ist, der nichts demokratisches Enthält, sondern jede Menge Einschnitte und vor allem Ermächtigungsgesetze.
Zudem wird der kleine EU-Rat, das Parlament "Außen vor" lassen und seine eigene Schose machen.
Das ist wahrscheinlich das Gesetz der Dinge. Bei Ameisen sieht es auch nach dem großen Plan aus, aber Existieren tut er auch nicht.
@Willi
Die 3. Welt die du beschreibst ist eigentlich ein Kapitel für sich. Denn sie leidet mit am Meisten an der Wirtschaftskrise und kann faktisch nichts dafür. Ob oder ob man keinen liberalen Handel betreiben möchte ist die Frage. In meinen Augen kann dies nur geschehen wenn man auf Augenhöhe ist. Damit fallen diese Länder raus. Alle anderen brauchen Regeln. Wer oder wie sie kontrolliert werden ist die Frage. Im besten Fall International. Aber einfach ist ganz sicher national. Zu sagen das dies nicht möglich ist, zeigt das begrenzte Denke vieler "Experten". Wenn Deutschland nur noch Waren aus einem Fair Trade zulässt würde sich etwas ändern. Denn der Markt ist zu groß um vernachlässigt zu werden. Am Ende ist es ein genauso freier Markt wie vorher mit anderen Regeln.