Gerade ver.di war es, die der Blelegschaft zu Beginn des Konfliktes die kalte Schulter gezeigt hatte und nichts unternehmen wollte. Auch haben sich die nach Einschätzung der FAU-Betriebsgruppe im Babylon Mitte maximal 3-4 ver.di-Mitglieder im Tarifkonflikt bislang nicht durch Aktivitäten vorgetan.
Die Betriebsgruppe der FAU, deren Organisationsgrad derweil bei einem Drittel der Belegschaft liegt, verweist darauf, dass der von der FAU ausgearbeitete Entwurf transparent in monatelanger Arbeit mit fast der gesamten Belegschaft ausgearbeitet wurde. Was in dem Verhandlungsvorschlag von ver.di stehen soll, weiss hingegen niemand.
Insbes. die Tatsache, dass nun die bisher inaktive ver.di als im Betrieb minoritäre Gewerkschaft zu gesonderten Tarifverhandlungen einlädt, sorgt für regen Unmut. Dies umso mehr, als dass selbst die vereinzelten ver.di-Mitglieder im Betrieb, wenn überhaupt, erst über die Presse oder die FAU vom Vorstoß Andreas Köhns erfahren dürften - "ein Vorgehen, gegen das sich selbst ver.di bislang bei sog. gelben Gewerkschaften gewehrt hat", so Lars Röhm.
"Generell begrüßt die FAU Berlin sämtliche Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Babylon Mitte. Thüringische Verhältnisse können wir aber nicht zulassen. Dass sich ver.di ohne klares Mandat durch die Belegschaft als deren Vertretung aufspielt und die mitgliederstärkste Gewerkschaft im Betrieb ausbooten möchte, deckt sich nicht mit unserem Demokratieverständnis. Sollte ver.di ein ernsthaftes Interesse an den Belangen der Belegschaft haben, sind wir natürlich für Gespräche offen. Insbesondere in einer Phase der Vorbereitungen zu etwaigen Warnstreiks ist ver.di aufgerufen, diese nicht zu unterlaufen, sondern an unserer Seite zu stehen," so Lars Röhm.
FAU Berlin
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Der letzte Satz kann nat. gestrichen werden.