Schleswig-Holsteins Ministerpräsident, Peter Harry Carstensen von der CDU, hat schon vor der Wahl ein knallhartes Sparprogramm für Schleswig-Holstein angekündigt. Natürlich muss er sparen, nachdem er das Geld der HSH Nordbank und ihrem Chef
Dirk Jens Nonnenmacher in den gierigen Schlund gesteckt hatte. Nun soll an den Menschen in Schleswig Holstein gespart werden. Vorzugsweise an Armen, Alten und Kindern, weil die sich am schlechtesten wehren können.
Peter Harry Carstensen will übrigen mit Wolfgang Kubicki von der FDP regieren, der sich schon ganz klar für eine Mehrwertsteuererhöhung ausgesprochen hat, weil die vor allem die kleinen Leute trifft, die ihr Einkommen weitgehend verkonsumieren müssen, weil sie kaum sparen können. Dafür schützt die schmutzige FDP aber das Großkapital, das nur Bruchteile seines Einkommens verkonsumiert und deshalb von einer Mehrwertsteuererhöhung nicht betroffen ist. Wer Carstensen und seine CDU wählt, hat es nicht besser verdient. Der Mann ist absolut unfähig wie sein ganzer Verein. Zusammen mit der FDP ist er eine Katastrophe für das Land.
Der Genosse Steinbrück hat es gut. Schon vor der Bundestagswahl wurde ihm von Angela Merkel persönlich eine sichere Zukunft versprochen. Irgendein internationales Pöstchen, bei Weltbank oder in Europa will sie ihm zuschustern, weil er so brav das getan hat, was das Großkapital wollte und die kleinen Leute so artig geschröpft hat. Aber so werden wenigstens die Bruchkanten der Bestechungslinien deutlich.
Ein Politiker mit Arsch in der Hose hätte laut aufgeschrien und derartige Bestechung abgewehrt. Aber Steinbrück freut sich und auch die sonstige SPD findet so etwas scheinbar völlig in Ordnung. Nun ja. Mit knapp 18 Prozent hat die SPD vermutlich eh nichts mehr zu verlieren. Sie ist dem Untergang geweiht.
Lustig ist auch mal wieder der Guttenberg. Der hat sich nämlich mal wieder von irgendjemand ein zehnseitiges Papier zuschieben lassen und das im Kabinett präsentiert. Dabei geht es vor allem darum, dass die Politik sich aus der Wirtschaft raushalten soll. Es reicht, wenn die Politik dem Steuerzahler die Schulden des Großkapitals auflastet und dann ruhig ist.
DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann haut in die gleiche Kerbe und verlangt, dass die Politik sich doch bitte schön aus der Regelung von Managergehältern und Boni heraushalten möge, weil die Wirtschaft das selbst regeln könne. Er gibt zwar zu, dass es unanständige Gehälter und Bonizahlungen gibt, pocht aber auf die reinigenden Kräfte des Marktes, der die Welt gerade in eine Weltwirtschaftskrise von nie gesehenem Ausmaß geführt hat.
Etwas seltsam klingt da aber die Forderung von BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf, dem Bärentöter und Anton Börner dem Präsidenten des Bundesverbands Groß- und Außenhandel, die laut nach Staatshilfe bei der Kreditklemme schreien und verlangen das der Bund noch mehr Verluste des Großkapitals zu Lasten der Steuerzahler saniert.
Im Grunde geht es den marktradikalen Verbrechern nur darum, den Staat ausbluten zu lassen und dafür möglichst keine Gegenleistung zu bringen. Ein Staat der von Angela Merkel und Guido Westerwelle regiert wird, ist sofort die Beute des Großkapitals. Beide werden lächelnd zusehen wie die Neoliberalen das Volk zugrunde richten.
Da klingt es schon fast armselig wenn die Beamten der Ministerialbürokratie zur Abwechslung auch mal wieder selber Gesetze entwerfen wollen, anstatt diese immer nur aus den Vorlagen der Lobbyisten abzuschreiben. Allerdings brauchen sie dafür erst eine bessere Personalausstattung wie der Vorsitzende des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB), Hans Ulrich Benra, gegenüber der Berliner Zeitung erklärte.
Ja. Ja. Sie brauchen eben dringend Kräfte, die die Ärmelschoner wieder nach oben ziehen, wenn die im Beamtentiefschlaf runtergerutscht sind. Natürlich will Benra keine externen Berater. Aber nicht weil er den Bürger vor Lobbyismus schützen möchte, sondern um seine eigene Pfründe zu wahren. Wenn die Beamten seines Vereins nicht in der Lage sind ihre Aufgaben zu erfüllen, dann sollen sie zurücktreten und sich andere Arbeit suchen oder eben Hartz IV nehmen.
Dieses Land entwickelt sich immer mehr zu einem Irrenhaus. Sieger ist das Großkapital. Verlierer sind die Bürger. Wie lange kann dieser Krug noch zum Brunnen gehen, bevor er bricht.
Frage: Wieso entwickelt sich immer mehr zum Irrenhaus?
Antwort: Wie lange? - verdammpt lange: 1949-2009 war´n erst die ersten sechzig Jahre dieses Landes ...
Gruß;-)
dr.richard.albrecht [at] gmx.net
Heißt das, das es keine Rettungssteuermilliarden für Banken und Großkonzerne gibt?
mfg zdago