Die EU-Kommission stellt fest: die Nachfrage an Milchprodukten ist gesunken. Sowohl weltweit, als auch inerhalb der EU. Damit geht ein Preisverfall einher.
Aha.
Aber die Mengenerzeugung begrenzen, das will sie nicht. Die Kommission will die Menge erhöhen, wie es 2008 beschlossen wurde (mit Zustimmung der BRD).
So so.
Ministerin Aigner befürwortet inzwischen (auf Druck der Bauern) zusammen mit den Ministern einiger anderer europäischer Länder, darunter Frankreich, die Politik anzupassen und die Quotenregelung nicht wie beschlossen aufzuheben, sondern eher zu senken. Aber das macht die Kommission jetzt nicht mit.
Logik?
Es gäbe da noch Möglichkeiten auf nationaler Ebene, hört man.
Echt?
Wie wir wissen, sind die deutschen Bauernhöfe stark existenzgefährdet. Sie erhalten statt ca 40 Cent pro Liter Milch nur ca 20 Cent. Was zu massiven Protesten führte. Wenn der Preisverfall nicht gestoppt wird, dann werden wir über kurz oder lang ein Sterben der Milchproduzierenden Bauernhöfe erleben. (Monsanto lacht übrigens schon, kann nämlich dann schöne Anbauflächen erwerben.)
Schrecklich. Und dann?
Ja, dann importieren wir eben Milch oder essen die sogenannten Milchersatzprodukte. Das ist das Zeug auf der tiefgefrorenen Pizza.
Pfui Teufel.
Und die europäische Überproduktion, die exportieren wir, z.B. nach Afrika. Das ruiniert dann die Bauern dort.
Ne, da fällt mir jetzt wahrlich nichts Lustiges mehr ein!!!
Wer Näheres erfahren möchte, der gehe bitte auf die Seite des European Milk Board. Da gibt es ordentliche Informationen. Von mir kann man das heute nicht mehr erwarten. Ich SCHÄUME, - ja vor Wut auch, - ich schäume mir jetzt noch eine heiße Milch auf.
Klappt prima, die Milchpolitik der EU!
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am
09/08/09 um 12:58
Klappt prima, die Milchpolitik der EU!
Von Luise | Duckhome | – Die EU-Kommission stellt fest: die Nach-frage an Milchprodukten ist gesunken. Sowohl weltweit, als auch innerhalb der EU. Damit geht ein Preisverfall einher. Aha. Aber die Mengenerzeugung begrenzen, das will sie nicht. ... ...
Von Luise | Duckhome | – Die EU-Kommission stellt fest: die Nach-frage an Milchprodukten ist gesunken. Sowohl weltweit, als auch innerhalb der EU. Damit geht ein Preisverfall einher. Aha. Aber die Mengenerzeugung begrenzen, das will sie nicht. ... ...
am
09/18/09 um 05:35
Bauernaufstand in Europa
Fest steht, dass die Bauern sich auf bemerkenswerte Weise international solidarisiert haben und sich auf einen sehr schwierigen Kampf eingelassen haben. Denn es wird ja wohl niemand glauben, sie würden leichtfertig das Lebensmittel, das sie produzieren, v ...
Fest steht, dass die Bauern sich auf bemerkenswerte Weise international solidarisiert haben und sich auf einen sehr schwierigen Kampf eingelassen haben. Denn es wird ja wohl niemand glauben, sie würden leichtfertig das Lebensmittel, das sie produzieren, v ...




















-CK-
Bei uns wird die Milchproduktion ganz eingestellt. Anstatt dessen baut Monsanto nur noch Soja an. Wir trinken also nur noch Sojamilch und essen Tofu. Die vielen Phytohormone, die ja Östrogenähnlich wirken (und deshalb den Frauen in den Wechseljahren hilft) macht uns Frauen alle sanft und friedlich und die Männer können ihre Männlichkeit restlos vergessen.
Ist das gaga!
so Gaga finde ich das gar nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass seit Jahren Kleinbauern zwanghaft ihre Kühe verkaufen müssen... Das eigenartige an der Geschichte ist jedoch, dass viele Bauern gar nicht mal auf den Gedanken kommen die Politik dafür zu schelten und sie anzugreifen. Sie ziehen den Schleier des Selbstmitleides runter vor ihre Augen; wollen nichts hören, sehen, noch sagen. "Ich kann es mir nicht mehr leisten Kühe zu halten; das Unterhalten des Viehs ist ja alles sooo teuer geworden..." Sie schaffen nach und nach ihre Kühe ab, betreiben noch ein wenig Getreidewirtschaft und gehen nebenbei ganz gewöhnlicher Arbeit nach. Anderen Falls könnten sie nicht mal mal die Kosten für die Bearbeitung der Felder aufbringen. Sie spritzen die günstigen Pestizide von Bayer & Co, weil sie weder Zeit noch Geld haben zum wechseln.
So sieht das hier auf dem Dorf und im Landkreis überall aus.
Ist der Bauer erst einmal kurz vor der Existenzangst, locken Angebote wie Freilandversuche von genbehandeltem Mais und Raps. Das ist die Reihenfolge von Monsanto, Dupont, Bayer, Dow AgroSciences und Konsorten, die die bäuerliche Landwirtschaft in die Knie zwängt.
Nur noch die Großbetriebe können sich Vieh und Getreide längerfristig leisten. Und sie werden unterstützt, weil es die Großabnehmer Monsantos, Bayer und anderer sind. Schließlich will man es sich mit ihnen ja nicht verscherzen - sind sie doch diejenigen, die dafür sorgen das ihre kriminellen Machenschaften in die ganze Welt hineingetragen werden und daran noch on mass verdient wird.
bei mir gibt es nur noch und ohne Ausnahme Demeter Milch. Die ist nicht homogenisiert und hat den natürlichen Fettgehalt. Sie stammt von garantiert glücklichen Kühen auf grünen Weiden, die sogar ihre Hörner behalten dürfen. Und der Bauer bekommt hoffentlich einen fairen Preis.
Ok, ich gebe zu, das ist eine ganz und gar egoistische Entscheidung: Diese Milch schmeckt einfach unglaublich viel besser als die "Pappmilch" aus dem Tetrapack.
Weitere Infos hier:
http://www.demeter.de/index.php?id=1613&tx_ttnews[tt_news]=299&tx_ttnews[backPid]=1639&cHash=117c608466
Der Absatzrückgang zeigt, dass die Verbraucher nicht so dumm sind viel Geld für wertlos gemachte Milch auszugeben.
Südamerikanischen Regenwald abbrennen - Kraftfutter verschiffen - Massentierhaltung - Gülle verkappen - Exportsubventionen. Diese Kette funktioniert nur mit billigem Erdöl und billigen Krediten.
Noch leben die alten Bauern, die damals ohne Kredit und ohne Erdöl zurecht kamen; Können ihren Enkeln erzählen wie es funktioniert. Daneben haben wir auch Wissenschaftler, die für zukünftige Generationen forschen, nicht für die Profite der heutigen Agrarkonzerne.
Hoffen wir mal, der Irrsinn der Konzerne bricht an seiner Raffgier zusammen, bevor er unsere Lebensgrundlagen zerstört hat. Soweit wir die Geschichte zurückverfolgen können, haben die Bauern nach jedem Zusammenbruch wieder weitergemacht.
Meines Wissens sind die deutschen Bauern zum großen Teil traditionelle Wähler der konservativen Parteien. Haben sie damit eine gute Wahl getroffen? Wohl kaum! Es sind gerade die Agrar- und Handelskonzerne die von diesen Parteien mit Macht erhaltenden und Gesetzen alimentiert werden.