Und, wer streikt? Na? Na, wer schon. Die Franzosen natürlich!
Romuald Schaber vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, und Präsident des European Milk Board, erklärt: sein Verband werde nicht zum europaweiten Streik aufrufen, da dies rechtlich verboten ist. Er sagte aber seine persönliche Unterstützung zu, indem er auch keine Milch mehr liefert. Das darf er. Und alle anderen Milchbauern auch. Ihre Solidarität bekundeten ebenso Belgien, Holland, Luxemburg, Holland und Österreich. Dann warten wir mal ab, was sich da entwickelt.
Und was machen die Bäuerinnen?
Sie übernachten (angemeldet und erlaubt) auf dem Münsterplatz in Ulm und warten auf die Kanzlerin. (Na, das hatten wir doch schon mal?) In Ulm finden am Sonntag Veranstaltungen statt, unter dem Motto „Vielfalt ernährt die Welt“. Die Kanzlerin wird am Montag erwartet, um ebenfalls auf dem Münsterplatz zu sprechen. Begleitet von Ministerpräsident Öttinger, Ministerin Schavan, und CDU-Generalsekretär Profalla. Da wird sie sich bestimmt freuen, die Kanzlerin.
Die stets aktuelle website des „Bundesverband Deutscher Milchviehhalter“ weist auf alle relevanten Links zu weiterführenden Informationen und Organisationen hin. Für alle, die sich eingehender informieren möchten. Sehr empfehlenswert. - Unsere Bauern. Sind gut informiert, gut organisiert, und lassen sich nichts mehr gefallen, wie es scheint. Kann man sich glatt was abschauen!




















Außer einigermaßen drastischen Preiserhöhungen für die Endverbraucher (die uns geblieben sind) höre ich davon absolut nichts mehr.
Im Gegensatz zu dem, was man uns erzählen will, scheint es eher eine drastische Überproduktion zu geben (wie bei nahezu allen Agrarprodukten innerhalb der EU).
Anstatt diese Überproduktionen permanent weiter zu subventionieren bieten sich imho dauerhaft nur zwei Lösungen an:
• die Produktion auf den tatsächlichen Bedarf zu reduzieren und
• Qualität statt Quantität zu subventionieren.
Wobei ein drastischer Subventionsabbau trotzdem unumgänglich ist, dass dabei EU-weit ein paar tausend Agrarbetriebe auf der Strecke bleiben ist unvermeidlich.