Gestern in Belgien. So sieht es aus, wenn Bauern richtig zornig sind. Der European Milk Board hat schöne Fotos auf seiner website. 300 Traktoren mit Güllefässern voller Milch aus mehreren Ländern haben sich in Belgien getroffen, um die Milch auf dem Feld wegzuschütten. Milch, für die sie so wenig Geld bekommen, dass sie ihre Höfe nicht mehr erhalten können. Heute ist wieder Sitzung in Brüssel. Man erwartet ein Entgegenkommen. Vernunftorientierte Politik statt Exportwahn, Profitgier, Preisdumping und Ruin der bäuerlichen Landwirtschaft weltweit!
Nachtrag: Für alle nochmal zum Nachlesen die Presseerklärung und Forderungspapier an die Politik des EMB am 1.9.09 "Systemwechsel aus Vernunftgründen - Beschränkung statt Ausweitung". Auch sehr informativ: Presseerklärung des BUND mit statements von Hubert Weiger vom BUND und Romuald Schaber vom EMB und BDM. Und noch ein link, gemeinsame Presseerklärung von EMB, Tierschutzbund u.a. vom 4.9.09.




















Die Überproduktion und dessen hoch subventionierter Export in arme Länder zerstört die Landwirtschaft dort und produziert neuen Hunger!
Informierte Dich doch einfach mal.
etwas konkreter wäre schön! was hätten die bauern denn mit der milch machen sollen?
welche aktionen würden dir denn vorschweben, um die aufmerksamkeit der öffentlichkeit zu erregen?
lg Karuna
sicher müssen die landwirte auf die straße gehen und ihren unmut kund tun. aber ich verbrenne doch nicht meine ganzen bücher, nur, weil ich gegen die lektüre der „bild“ demonstrieren will. wissend, dass es genügende gibt, die sich kein buch leisten können.
ein „einfacher“ produktionsstop und lieferboykott über längerem zeitraum, um somit die abnehmer und politik zu einer umdenkung zu zwingen wäre z.b. auch eine möglichkeit: eine international übergreifende protestbewegung, bei welche nicht nur die milchproduktion sondern die gesamte agrar-zulieferung in den händen der landwirte liegt und sie somit auch am schaltpult der entscheidungen stehen könnten. klar, es würde zu einer massiven einnahmeinschränkung für just jene landwirte führen und sie bräuchten einen langen atem, aber parallel würde es einen aufschrei der empörung bei der vor leeren regale stehende bevölkerung auslösen, welcher dann vielleicht auch in den plenarsäle ernst genommen wird. und ... die landwirte werden wohl kaum verhungern... ;-)
die konsumenten könnten weltweit anfangen sich zu verweigern, import-lebensmittel zu erwerben, welche genau so gut vor ort angebaut und produziert werden können: eine globale verweigerung sich am profitgier der „globalisten“ zu beteileigen, welche im nahmen des profits unsere regale auffüllen und unser konsumdenken zu steuern gewollt sind ... ignorierend, dass durch diese import- und exportzwänge die ärmsten, außerhalb unserers wohlbehüteten europas den bach runtergehen und immer weiter verarmen.
was bringt eine "revolte" und verständnis für jene protestler, wenn man nicht bereit ist den wirtschaftlichen eigennutz und den bequemlichkeitsgedanken mal beiseite zu legen. so dreht man sich immer weiter im kreis. es wird immer gerne aufgestampft. aber wirklich opfer zu bringen, um etwas umzuwälzen, hierzu ist kaum einer bereit.
pervers ist es auch, dass in ländern der künstlich erhaltene 3. welt die menschen gezwungen werden unseren überteuerten müll zu importieren und denen gleichzeitig verweigert wird, ihre erzeugnisse auf den eigenen markt zu bringen und diese auch zu konsumieren. nur dadurch möglich, weil die wohlhabende westlichen staaten in solchen ländern ihre marionetten auf den thron zu putschen helfen und ihre taschen mit schmiergelder auffüllen. all dies nur, weil ein paar profitgeile „trilaterale“, g 8er und konsorten das sagen über das wohl der menschheit und des planeten haben dürfen.
man könnte die verantwortlichen in der politik, welche für diesen wahnsinn verantwortlich sind einfach in den arsch treten und sie simpelweg davonjagen. immer wieder. bis sie es verstehen, dass ihr gehalt von unsere steuerabgaben finanziert wird und den erhalt ihrer posten von unserer wohlgesinnung und gutheißung abhängig ist.
eine blockade/aufmarsch in diesem jetztigen gegebenen kontext ist ok und begrüßenswert. aber die moral darf hierunter nicht leiden. Vor allem nicht, wenn es um lebensmittel geht.
das ist ja auch eines der probleme, die tiere müssen gemolken werden und die "modernen" hochleistungskühe sogar zweimal! am tag-hast du schon einmal eine kuh brüllen hören, die nicht gemolken wurde?
tatsache ist, dass die kleinen bauern und gärtner keine vertreter haben! der bauernverband, der es eigentlich sein müsste, ist auf jeden fall keiner!
wie auch? in den oberen gremien sitzen nur die großbauern, die haben die zeit und das geld und setzen bevorzugt ihre eigenen interessen durch...
der bauernverband ist wohl leider auch so korrupt, wie die sonstigen "gewerkschaften" und besteht wohl auch - wie du schon geschrieben hast - nur aus interessenvertreter in eigener sache.
ich bin zwar ein stadtmensch, weiß aber, dass man bei der kuh nicht einfach den schalter umlegen kann... ;-) ... leider, denn es ist leider auch fakt, dass kühe, die ihrer milch wegen gehalten werden, immer wieder künstlich geschwängert werden, damit sie "industriell" milch "geben" ... (liege ich hier falsch?) hier drifte ich wohl gen richtung tierschutz ab...
ein wohl ziemlich stressiger prozess für die tiere, welche dann meistens, wenn sie den soll nicht mehr erfüllen können, weil sie einfach am ende sind, zum schlachthof geführt werden. und klar brüllt die kuh dann auch vor schmerz/angst, wenn die hormone mal wieder verrückt spielen und signal geben, dass gemolken werden muss. mhmmmm ... mann könnte käse aus der milch machen, vorausgesetzt, man mag käse in solchen mengen... aber auch dies wieder mal utopisch ... ;-)
herzlichen gruß
mk
und globalisierungs-dünnschiss und trilaterale-kommissions-verbrechen sind mir auch bekannt.
ich weiß, wie diese beschissene welt funktioniert und wie, vor allem in africa und south america - die bauern daran gehindert werden, ihre eigene produkte zu verwerten und minderwertigen schrott von uns scheiß-"zivilisierten" überteuert importieren müssen. also, werde hier nicht "aufklärend", ohne zu wissen, wo mein "interessengebiet" und vor allem mein wissen liegt.
wie gesagt... die milch hätte man sinnvoller verwenden können, statt sie einfach weg-zu-kippen. nur steigt der wütende masse die scheiße meist ins hirn, statt mal ein wenig nach zu denken und resonable zu agieren! allways the same shit!
lese vielleicht mal wieder "animal farm" ... ziemlich lehrreich...
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter ist Mitglied beim European Milk Board, einer europaweit tätigen Vereinigung. Zusätzlich ist die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft Partner von La via campesina, einer weltweiten bäuerlichen Vereinigung.
Ich jedenfalls achte diese Leute!
Aber das mit der Milch ist schon ein Skandal. Finde es auch krass die Deutschen vor allem immer am Essen sparen müssen... ich persönlich zahl gerne 10 Cent mehr für die Milch. Und ich denke die Discounter könnten es auch verkraften mehr für die Milch zu zahlen. Soll sich halt einer mal dagegen aussprechen und das für Marketingzwecke ausschlachen.
es sind die supermärkte die im unterbietungswettbewerb sind. ich kann mir kaum vorstellen dass die mehrzahl der leute drauf achtet wie teuer die milch beim aldi oder beim lidl ist und dann wegen ein paar cent jeweils beim anderen kauft. also ich achte da zumindest nicht so drauf...
Daran sieht man wie pervers dieses rein animalisch, kapitalistische System ist. Es mordet, mordet und mordet!
Wird dieses System nicht grundlegend verändert, dann wir es den Menschen auf der Erde nicht mehr lange geben!
bei diesem Bauernaufstand genau es genau darum: nach einem grundlegend verändertem System zu wirtschaften. Produzieren nach Bedarf, - umweltpflegend, tierschützend, selbstverständlich gentechnikfrei noch dazu. Statt Produzieren für kalten Profit.
Deshalb begleite ich diesen Milchstreik so empathisch.
Hier, lies bitte:
Presseerklärung und Forderungspapier an die Politik vom EMB am 1.9.09
"Systemwechsel aus Vernunftgründen - Beschränkung statt Ausweitung"
http://www.europeanmilkboard.org/de/startseite.html
selbst ins Aus geschossen.
Erstens zeigen sie hier, daß sie selbst
ihr Produkt für völlig wertlos erachten.
Zweitens scheint ihnen der Boden und die
Umgebung, des für die Milchvernichtung
benutzten Areals, egal zu sein.
Drittens ist diese Aktion ein Schlag ins
Gesicht für all jene, die hungern müssen.
(Thema Kwashiorkor und Rachitis)
Die Erzeugerpreise für Milch sinken seit
Jahren, und moderne Milchhöfe sind Industrie-
betriebe mit enorm hohem Automatisierungs-
grad. Dementsprechend hoch ist auch der
Investitionsbedarf. Wer also bei absehbar
sinkendem Erlös, in einem gesättigten
Markt, große Summen (womöglich noch Kredite)
in seine Betriebsmittel investierte, hat
logischerweise jetzt ein Problem.
Eine Lösung wäre, Subventionen ja, aber
geknüpft an ein Konzept, welches den Betrieb
langfristig wirtschaftlich und ökologisch
tragfähig macht.
Der Viehbestand darf nicht größer sein,
wie die auf dem vorhandenem Land erzeugbare
Futtermenge es zulässt, die Gesundheit und
Robustheit der Tiere muß wieder Vorrang
vor der Milchleistung haben, und unter
Umständen, wird es nötig sein, auf gänzlich
andere Produkte auszuweichen.
Das Leiden einer Kuh in der Milchwirtschaft
Kühe geben aus demselben Grund Milch wie wir Menschen, nämlich um ihre Jungen zu füttern. Aber die Kälber auf Milchbetrieben werden ihren Müttern schon in den ersten Tagen entrissen. Sie werden nur anfangs mit Biestmilch und später dann mit Milchersatz gefüttert, so dass die Milch, die eigentlich für sie gedacht war, an Menschen verkauft werden kann.
Derzeit gibt es alleine in Deutschland rund 4 Millionen Milchkühe, deren Zahl bei steigender Milchmenge jedoch sinkt. Meist verbringen sie ihre Zeit nicht damit, auf Feldern zu grasen, sondern leben dicht gedrängt in Ställen, wo sie in der Regel zweimal täglich maschinell und wie am Fließband gemolken werden. Dabei fallen täglich etwa 26 Liter Milch pro Kuh an – das ist vier Mal so viel, wie vor hundert Jahren. Diese enorme Steigerung wurde durch Hochleistungszüchtungen erreicht. Diese „Melkmaschinen“ verursachen nun aber oft Verletzungen, die beim Melken mit der Hand nicht entstehen würden. Diese Verletzungen leisten Vorschub für die Entstehung von Mastitis, einer bakteriellen Infektion, die speziell in der Milchindustrie bekannt ist und, wenn sie unentdeckt bleibt, zum Tode der Kühe führen kann. In anderen Fällen bekommen Kühe durch die Milchmaschinen wiederholt unbeabsichtigte, jedoch durch das System bedingt in Kauf genommene Elektroschocks, was erhebliches Unbehagen, Angst und Störungen des Immunsystems verursacht. Wer viel leistet, muss viel Nahrung zu sich nehmen. Dies ist nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Kühen so. Die Verfütterung von teils tierische Produkte enthaltendes Kraftfutter an die vegan lebenden Kühe führt zu schweren Magenproblemen, Klauenkrankheiten und Euter-Entzündungen"
quelle: http://www.peta.de/web/milchinfo.152.html
klar, ich trinke auch ab und zu milch und esse auch gelegentlich fleisch. eine "angewohnheit", die ich immer mehr und mehr versuche zu umgehen.
und wenn man schon jenes zu sich nehmen "muss", dann sollte man versuchen darauf zu achten, wo die "produkte" herkommen und gelegentlich auch etwas mehr geld in "ware" aus tier- und lebensgerechte höfe zu investieren.
http://bdm-verband.org/html/index.php?module=News&func=display&cat=35&sid=45
have some fun
mk
ich glaube, wir können uns darauf einigen, dass Milch-Wegkippen niemand gut findet. Und die Bauern mit Sicherheit am allerwenigsten. Es verdeutlicht die Dramatik der ganzen.
Es grüßt Dich Luise
Das ist so nicht richtig. Beim Handmelken
wird das Euter stärker gestreßt.
>In anderen Fällen bekommen Kühe durch die Milchmaschinen wiederholt unbeabsichtigte, jedoch durch das System bedingt in Kauf genommene Elektroschocks, was erhebliches Unbehagen, Angst und Störungen des Immunsystems verursacht.<
Hier schreibt PETA kompletten Schwachsinn.
Die Melkbecher werden nicht elektrisch
betrieben, sondern per Unterdruck.
Außerdem gibt eine Kuh die sich erschrocken
hat, keinen Tropfen Milch mehr.
da massen sich leute an über kühe und bauern zu lamentieren, ohne jemals überhaupt eine kuh gesehen zu haben bzw. den betrieb eines bauernhofes zu kennen.
genau die blödinformierten braucht teuschland...
kühe abschalten...melken is kuhquälerei...bauernhof is mit it-klische vergleichbar...16 uhr licht aus, tür zu und feierabend...was für eine verschwendung, die armen hungernden kinderchen in aller welt, wenigstens könnten die ja die hartzies damit abfüllen...
Und keiner merkts, wie immer.