Mit freundlicher Genehmigung von Egon W. Kreutzer, am 24. September 2009 auf Egon-W-Kreutzer.de
Glauben Sie mir, ich kenne hinreichend viele Schimpfwörter und Kraftausdrücke und könnte meinen hochkochenden Emotionen damit jederzeit treffend Ausdruck verleihen.
Dass ich mir derartige Ausbrüche immer wieder verkneife, kostet einen hohen Energieaufwand, aber wer sich gehen lässt, wird nur zu leicht als unseriös gebrandmarkt und in die Schmuddelecke gesteckt.
Es ist ja so, in dieser Republik, dass Zinskritiker - und sei ihre Kritik noch so fundiert und sachlich vorgetragen - stets Gefahr laufen, in den rechtsextremen Topf geworfen zu werden, weil schließlich jeder weiß - so argumentieren jedenfalls die bösartigen Hüter der Pfründen des Kapitalismus - dass Zinskritik nur getarnter Rassismus ist, und gegen wen sich Zinskritik in Wahrheit wendet.
Es ist ja auch so, in dieser Republik, dass die Kapitalismus-Kritiker - und sei ihre Kritik noch so fundiert und sachlich vorgetragen - stets Gefahr laufen, in den linksextremen Topf geworfen zu werden, weil - so die bösartigen Hüter der Pfründen des Kapitalismus - schließlich jeder weiß, dass mit der Kapitalismuskritik nur dem Stalinismus der Weg bereitet werden soll.
Da dreht sich einem schnell einmal der Magen um.
Zwei - im sachlichen Zusammenhang stehende - geschickt als Erkenntnis sogenannter Experten verschleierte Propagandamärchen, haben mich in diesen Tagen besonders hoch auf die Palme getrieben.
Die Propagandisten der dreisten Meinungsmache sind der
• sogenannte Finanzexperte Professor Wolfram F. Richter und
• die ebenfalls als Expertin auftretende Finanzwissenschaftlerin Beate Jochimsen.
Beide erklären - unabhängig voneinander - dass die Belastungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise tiefe Spuren in den Staatshaushalt reißen und sorgen sich um die Finanzierung.
Während
Beate Jochimsen im Interview mit dem Deutschlandfunk zu den Möglichkeiten für Ausgabenkürzungen erklärt:
Für mich als Wissenschaftlerin ist überhaupt kein Haushaltsteil Tabu, außer der Teil des Haushalts, der jetzt schon für den Zinsen- und Tilgungsdienst aufgewendet werden muss.
Wenn wir den nämlich nicht mehr bedienen, dann leidet die Glaubwürdigkeit der Bundesrepublik Deutschland. Der Teil wäre für mich Tabu, alle anderen Teile wären nicht Tabu.
,
hat Wolfram F. Richter schon die Lösung parat:
Schluss mit der Frühverrentung!
Wer vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden wollte,
"würde genauso behandelt wie jeder andere, der nicht arbeitet.", muss also erst sein Vermögen aufbrauchen und dann den Hartz-IV-Antrag stellen, statt wie bisher - mit sowieso schon hinreichend kräftigen Abschlägen, nach der Kündigung durch den Arbeitgeber lieber in Rente zu gehen, als sich den Demütigungen der Bittstellerei in der als "Arge" oder "JobCenter" bezeichneten repressiven Armutsverwaltung aussetzen zu müssen.
Warum daran berechtigte Zweifel bestehen und welche letzte Konsequenz dies mit sich bringen muss, lesen Sie auf
Egon-W-Kreutzer.de
Da sieht man auf welchem Planeten diese Frau lebt. Für wen muss denn die Bundesrepublik glaubwürdig sein, wenn nicht für ihre Bürger. Sicher sollte sie nicht mal eben die Schulden negieren. Aber warum nicht darüber diskutieren den Zinssatz der Schulden auf etwa Null herabzusetzen, nachdem man die Gläubiger fleißig gerettet hat. Das würde die Glaubwürdigkeit gegenüber der Mehrheit der Bürger retten. Es ist mal wieder eine dieser Floskeln die nichts aussagen und dennoch Polarisieren. Glaubwürdigkeit klingt wichtig und toll. Aber was diese Frau fordert ist die folgende Gleichung
Besitz > Mensch. Das heißt nur der Besitz zählt alles andere ist unwichtig. Wie krank ist das?
Gott schütze uns vor den Experten!