Lars Röhm, Sekretär der FAU Berlin, dazu: »Nicht nur wird damit ganz bewusst der gegen das Babylon Mitte laufende Boykott gebrochen. Die Linkspartei macht zu Wahlkampfzwecken auch noch von den prekären und von ihr mit zu verantwortenden Bedingungen Gebrauch. Das ist ein Schlag ins Gesicht der kämpfenden Belegschaft, die für 5,50 EUR an diesem Abend auf der Veranstaltung arbeitet.«
Der Organisator der Veranstaltung, Thilo Urchs, Vorsitzender der Linkspartei Mitte, äußerte sich gestern gegenüber der FAU Berlin und führte u.a. zur Rechtfertigung an, dass die Babylon-Geschäftsleitung ab Oktober mit ver.di verhandeln werde. Auch dies wertet die FAU Berlin äußerst kritisch, denn bisher ging die ver.di-Initiative völlig an der Belegschaft und der FAU Berlin vorbei und wurde ein laufender offener Tarifkonflikt damit faktisch unterlaufen.
»Wir gehen stark davon aus, dass das Eingreifen ver.dis politisch eingefädelt wurde, um Ruhe in den Konflikt zu bringen und die Positionen der Kämpfenden zu entkräften. Uns ist bekannt, dass Vertreter der Linkspartei über den Rummel um das Babylon nicht gerade erfreut sind«, so Lars Röhm. »Solange an der
Belegschaft und der mitgliederstärksten Gewerkschaft im Betrieb vorbei entschieden wird und keiner weiß, um was genau es eigentlich bei ver.dis Verhandlungen geht, werden wir den Arbeitskampf mit aller Konsequenz weiterführen«, so Röhm weiter.
Indessen haben sich ver.di-Mitglieder aus dem Betrieb zu diesem Problem geäußert und der FAU Berlin den Rücken gestärkt. »Wir verfolgen dieselben Ziele wie unsere in der FAU organisierten Kollegen und streben einen gemeinsamen Tarifabschluss mit ihnen an«, ist einer Erklärung vom 22. September zu entnehmen.
FAU Berlin und FAU-Betriebsgruppe Babylon Mitte
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-CK-
Die Salonlinke führt doch tatsächlich den Film
"Let's make money" auf bzw. vor?!
Wer auf unserer Party von der VI am 18.07.2009 im Russischen
Haus war, kennt den Film ehedem spätestens seit da.
Die ach so linke Kinonacht beginnt 18 Uhr - wer kann, sollte vorher hingehen, und an der Seite der FAU-Belegschaft für bessere Arbeitsbedingungen eintreten!