Der Betrachter der SPD-Szene fühlt sich fast als neuer
Henri de Toulouse-Lautrec, der in der Gegend um Place Blanche, Moulin Rouge und Place Pigalle auf seine Weise die Stimmung zwischen Bürgern, Huren und Freiern einfing und sehr klar ausdrückte.
Nein. Sie sind im Tageslicht nicht schön, die Schönen der Nacht und auch in der Nacht sind sie es in Wirklichkeit nicht. Da sitzen sie nun die Agendabewahrer. Erzählen sich ein bisschen von den vergangenen siegreichen Schlachten, zählen die Falten des anderen und hoffen das sich bald ein Freier findet, dem sie sich für einen kleinen Anteil an der Macht hingeben können.
Der Steinmeier redet davon, dass unter ihm die SPD täglich darauf vorbereitet ist, die Regierung zu übernehmen. Wie bitte. Regierung? Ja. In Thüringen als Juniorpartner der CDU. Da wo sie regieren könnten, da wollen sie nicht. Da treibt sie die Angst, die anderen könnten die Falten sehen. Die anderen könnten sie zwingen sich von dem Agendaunfug zu trennen. Da bleiben sie lieber im Speisesaal des Bordells und reden über die glorreiche Vergangenheit und die neuen Hoffnungsträger.
Der Hoffnungsträger Gabriel, ein Schröderianer der ersten Stunde. War da nicht auch mal was mit den Nutten von Peter Hartz. Ach nein. Die wollte er ja offiziell nicht. Gabriel ein Hoffnungsträger. Unter den Blinden soll der Einäugige ja König sein. Gilt das eigentlich auch im Dunkeln? Da wo Gabriel bisher auftrat wurde es sehr schnell dunkel. Gescheitert als Ministerpräsident und Umweltminister. Nun wird er als Parteivorsitzender scheitern.
Die Hoffnungsträgerin Andrea Nahles. Sie ist die klassische Verkörperung der
ursprünglichen Echternacher Springprozession. Drei Schritte nach vorn gehüpft und dann schnell wieder zwei zurück, während sich die restliche SPD mehr an die heutige Variante hält und mal nach rechts und mal nach links springt und dabei auch kaum vorwärts kommt.
Die Nahles war eine laute Kritikerin der Agendapolitik, sie war gegen den Afghanistan-Krieg und gegen Vorratsdatenspeicherung und stimmte natürlich allem fröhlich zu. Standhaft wie ein Grashalm im Wind. Als neue SPD Generalsekretärin ist sie die Hoffnungsträgerin schlechthin. Natürlich nur für die Gegner der SPD.
Sicherlich. Irgendwo droht da aus der Ferne auch noch der Wowereit als Hoffnungsträger, wenn er denn zwischen zwei Partys mal Zeit hat. aber Zeit für die Menschen hat er ja noch nie gehabt. Die Berliner, und gerade die Ärmeren hat dieser Menschenfreund ja immer gerne seinem Parteifreund Thilo Sarrazin überlassen, dessen
mehr als bizarre Ansichten gerade mal wieder die Springerpresse und die Neoliberalen erfreuen.
Eine Distanzierung Wowereits oder gar ein Parteiausschluss? Gar nicht daran zu denken. Schließlich hat die SPD den ahnungslosen Sarrazin ja sogar in einen Vorstandsposten der Bundesbank gehoben, die sich jetzt mühsam von dessen idiotischen Ansichten distanzieren muss. Vielleicht sollte die SPD Sarrazin zu ihrem Kanzlerkandidaten machen. Er passt gut zu ihrer Politik.
Nein, es gibt keine Hoffnung mehr für die SPD. Aber es gibt jede Menge Absurditäten. Hubertus Heil will "eigenen sozialdemokratischen Überzeugungen deutlich formulieren". Der Scherz ist gut. Welche sozialdemokratischen Überzeugungen? Die wurden doch vom Genossen der Abzocker, vom Herrn Schröder alle über Bord geworfen.
Björn Böhning beißt zur Zeit in jedes Mikrophon, wie schon der Spiegel feststellte und ist als angeblicher Sprecher der Linken doch nur eine Witzfigur, die in Kreuzberg bei 16 Prozent landete. Er hat herausgefunden das die SPD in letzter Zeit nicht sozialdemokratisch genug war. Sie war und ist einfach eine weitere neoliberale Partei, die von unten nach oben verteilt, aber das wird Böhning nicht verstehen und deshalb wählen ihn auch nur so wenige.
Die Juso-Chefin Franziska Drohsel beklagt fehlende Machtperspektiven, anstatt erst einmal wieder eine programmatische Plattform für die Menschen zu finden. Die SPD blinkt ständig links und biegt dann laut hupend rechts ab. Es ist wie bei Toulouse-Lautrec.
Die alte Hure SPD schminkt sich bei Anbruch der Dunkelheit noch einmal grell bunt. Sie geizt auch nicht mehr mit ihren Reizen, sucht sich aber auf der Straße die Laterne bei der nur noch eins der vier Lämpchen brennt. Sie versucht Hoffnung und Erwartung darzustellen, aber es bleibt nur eine alte Hure im Dreivierteldunkel, die bestenfalls auf einen betrunkenen Freier hoffen darf und eigentlich hofft auch sie nur noch auf einen gnädigen Tod.
"Geh endlich sterben SPD!" ist eine häufig geäußerte Forderung auf Twitter und im Netz. Aber so leicht ist der Tod nicht. Auch nicht für die SPD. Sie wird langsam sterben und dabei noch vielen Menschen schaden. Allerdings wird ihr Tod auch noch von vielen netten Krachern begleitet sein. Wer mag wohl Steinbrück seinen Lohn zahlen. Die Deutsche Bank?
1) War nicht 1970/72 der Herr Berufsverbote-B´ Kanzler Willy Brand Erfinder der SPD-Generallinie links blinken - rechts überholen ?
2) "Bordell" heißt auf deutsch Puff Genau da war, mal von den Nuttenflügen nach Brasilien abgesehn, die niedersächsische SoZi-Mannschaft um Peter-Hartz-4 in Braunschweig. Ist nicht bekannt, daß Prof. H.J. Selenz (Salzgitter), ein Ex-Kumpel des Ex-B-Kanzlers 1998-2005, dazu viele Infos ins Netz gestellt hat ?
3) Der Pariser Zeichner/Maler T-L porträtierte Menschen ... hätte er in dieser SPD überhaupt noch´n Sujet ?
Die SPD ist seit Jahren von einer Horde gewissenloser Intriganten gekapert, die sich um die Pfosten, Pfründe und – womöglich – um das Parteivermögen prügeln, aber nicht um das Wohl der Parteimitglieder oder gar der Bürger. Schröder hat sich stets gegen die SPD positioniert, was der Slogan "Genosse der Bosse" zutreffend beschrieb. Steinmeier geht bei dem Versuch seine Agenda 2010 festzuschreiben, einen geradezu selbstmörderischen Kurs bei dem man sich fragt, wem dieser Mann eigentlich verpflichtet ist?
wenigstens einer der die lage nicht verkennt. die meisten blogs beklagen nur, dass der steinmeier nicht auch ausgetauscht wurde. dabei wird verkannt, dass wieder nur links geblinkt wird.
dann der typische schröder führungsstil: erst neue posten in den medien lancieren und gucken ob sich widerstand regt. dann beschliessen und nur noch vom parteitag abnicken lassen...
sitzt die letzte hoffnung mit hermann scheer und schäfer-gümbel in hessen? dass die eine chance haben darf bezweifelt werden... leider bezweifel ich ebenso, dass die basis "unsolidarisch" mit ihrer spitze umgehen wird.
im grunde bräuchte die spd einen scharfzüngigen redner aus dem linken spektrum der wachrüttelt... aber der letzte der das gemacht hat, übrigens erfolgreich, wird von einer front aus medien, selbsternannten bürgerlichen und aus der spd selber tagtäglich aufs dümmste denunziert.
Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen [...]
So soll´s nach 21 (1) Grundgesetz sein. Ob das, was seit Tagen inner SPD abläuft, vor allem wenns darum geht wer nächstens SPD-vorsitzen soll, demokratischen Grundsätzen entspricht ?
Gruß (Richard Albrecht/02.10.09)
Über diesen widerwärtigen verkommenen Drecksverein, diese Polit-Hure "SPD" habe ich mich hier schon öfters geäußert, hatte aber oft den Eindruck, mit meinen "radikalen" Ansichten hier ziemlich allein zu stehen.
Sogar mehr "Respekt" gegenüber diese nun ziemlich abgetakelte Polit-Hure "SPD" wurde mir gegenüber eingefordert....
Und am Ende dieser BTW, fast schon wie in einer "Führerpartei", kürt sich der größte Wahlverlierer seit Gedenken gleich mal selbst zum "OppostionsFÜHRER" - und "SPD"-Apparat und Basis schweigen auch zu dieser Anmaßung wie gewohnt weiter..., und das Sahnehäubchen obendrauf kommt gleich anschließend - wie könnte es anders sein? - von diesem Super- "Sozialdemokraten" SARRAZIN!
Und NIEMAND in dieser Partei fordert auch nur mit einem Piepsen offen seinen Rauswurf.
Ja, ich wiederhole es hier nochmals gerne: Dieser nur noch politischen Leichengeruch verbreitende Drecksverein "SPD" sollte endgültig im Orkus der Geschichte verschwinden - vor allem auch zu Liebe einer zukünftig besseren parlamentarischen Demokratie!(siehe die mehr und mehr sinkende Wahlbeteiligung GERADE wegen dieser ekelhaften "SPD"..)
In diesem Sinne allen noch einen schönen Tag!
Ja, kommt in der Tat aus dem Französischen, wird aber im Sinne von Saustall, Durcheinander gebraucht. Wenn Franzosen sich im Alltag über ihr Bordel(l) unterhalten, dann sprechen sie über das Durcheinander im Kinderzimmer oder auf dem Schreibtisch. Nicht aber in einem prostitutivem Sinn. (Siehe hierzu: http://dict.leo.org/frde?lp=frde&p=5tY9F3&search=bordel)
Es sind (nicht nur sprachlich) oft die Deutschen, die irgendwelche Verhältnisse entweder (sehr oft, fragt Elfriede Jelinek) anal oder eben (nicht ganz so oft) in sonst einem vermeintlich unsittlichen Zusammenhang wahrnehmen, artikulieren, betrachten. Nicht selten hat man den Eindruck wir Deutschen sind (zumindest) sprachlich in einem frühkindlichen Entwicklungsstadium hängengeblieben.
In der vermeintlichen Analogie von SPD und Bordellen liegt ja nicht nur eine Geringschätzung der SPD (die mag ja gerechtfertigt sein), sondern eben auch eine Diffamierung von Prostituierten, von Huren.
Schade eigentlich! Das zur Zeit nicht ganz unbeliebte SPD-bashing (wie kommt es eigentlich das Nachfahren der Angeln und Sachsen ihren germansichen Dialekt zu solch einer Sachlichkeit, Nüchternheit weiterentwickeln konnten?) gerät auf diese Weise mehr zu einem Mikroskop auf die Persönlichkeitsstruktur des Autors - auch wenn ich ihm inhaltlich ansonsten gerne Zustimmen würde.
Der Autor hat im übrigen ein sehr positives Verhältnis zur Prostitution, kennt aber deren Schattenseiten auch recht gut.
Es ist übrigens kein SPD-Bashing wenn man die Situation beschreibt wie sie ist.
Zustimmung für Ihren Artikel - bis auf die [Huren-] Einordnung von Franziska Drohsel, die a) Tacheles spricht und b) im Rahmen ihrer Möglichkeiten handelt und sich engangiert. [!]
Und gern, sehr geehrter Herr Hoff, möchte ich Ihr Intro "Die Thüringer SPD hüpft mit der CDU von Herrn Althaus ins Bett" mit folgender Frage ergänzen: "Läuten zum Koalitonsabschluss die thür. Kirchenglocken" ??
(Schließlich waren im "Tausendjährigen Reich" beide Kirchen zu polit. GROSSergeignissen [und gleich in welchem Gau] begeisterte Glöckner, nicht selten wurde auch gleich eine halbe Stunde geläutet ... und bei einem Besuch ihrer gottgewollten Obrigkeit, des Führers, erst recht ...)
Wie dem auch sei, FAKT ist eines: Mit dieser groben Ignoranz und dem Aushebeln des thür. Wählerwillens durch den Theologen Matschie und seiner christlichen Pussi [von der CDU] wird auch [und ganz im Sinne von M. Luther] eine Evangelikale Einheitsfront gegen den "Pöbel" geschmiedet [Koalition].