Jetzt reicht es mal.
Ich habe soeben meinen letzten Text entfernt. Ich hatte von meinen MitbürgerInnen nicht deutscher Herkunft erzählt. Und im ersten Kommentar werden wir allesamt beleidigt:
"Ein sehr billiges Bild von "Multi-Kulti"-Berlin und anderen deutschen Großstädten!
Wie leicht sich doch manche ach soooo typisch deutsch- "Jebildete" ihre/unsere Welt schönreden, einfach das Minus ins Positiv gekehrt und schon alles ok, der häßliche Deutsche= Sarrazin als übler Hetzer und Lügner "entlarvt"! Die "guten Ausländer" der einzig noch verbliebene Lichtblick in diesem Land!"
(Ausschnitt aus Kommentar von Hansi.)
Weißt Du was, Hansi, Du willst nur das hören, was Dir so in den Kram paßt. Ich aber erzähle aus dem echten Leben, welches manchmal erfülltes, gelungenes Leben ist. Und das werde ich Leuten wie Dir nicht mehr zum Fraß vorwerfen.




















Sieht mir fast so aus, als wolltest Du nur hören, was Dir in den Kram passt.
Ich habe nur mit voller Absicht eine Reihe alltäglicher und positiver Erfahrungen dargestellt. Als Kontrast zu dem, was uns in den mainstream Medien tagtäglich präsentiert wird.
Ich könnte auch jede Menge Negatives darstellen. Aber wie gesagt, das tun ja schon die anderen. Und zwar unabhängig davon, ob sie selbst Umgang mit Migranten haben oder nicht.
Dieses Beispiel hier verdeutlicht prompt, wie ungewöhnlich bzw. unwirklich es wirkt, wenn man von alltäglichen Integrationserfahrungen spricht...
Morgen zeige ich das alles meiner Freundin mit den türkischen Eltern. Mal sehen, wie sie das findet, dass man uns als billiges multi-kulti bezeichnet!
Ganz ehrlich, es wäre besser Du würdest (wenn schon Zensur, denn schon) dann auch gleich diesen Post mitsamt den zwei Kommentaren löschen:
Ich hab' auch Deinen vorherigen Text gelesen gehabt, und @Chrissie hat schon recht.
Und der erste Post war so sehr Lindenstraße, dass es schon sein Gutes hat, dass er jetzt weg ist. Dass der Zweite noch mehr zum Schuss in Ofen wird (das was Du damit ausdrücken willst, wird genau nicht erreicht, das Zitat von Hansi zeigt nur, dass er genau nicht Deinem nicht reflektierten Vorwurf entspricht), man könnte fast meinen, Du hattest nach dem Ersten gehofft, es würde sich einer finden, der sich so richtig selbst entblödet.
Schmeiß' einfach diesen Post auch noch weg und Schwamm drüber! Glaub' mir das kommt besser!
Schönes Wochenende, Lieschen Müller!
Das wird doch noch richtig interessant hier.
Ist das noch Duckhome?
Warum loescht ihr euren eigenen Beitrag?
Wie sollen da jetzt Andere ohne Kristallkugel mitargumentieren?
Was wurde denn so Schlimmes geschrieben um das Niveau runterzufahren?
Hmmhh ...
Dann krieg ich hier gesagt, das sei billiges Multi-Kulti und Lindenstraße.
Das hat mich beleidigt und ich habe das gezeigt, indem ich meinen Text entfernt habe. Sorry.
Klassisch überreagiert. Aber das muß ja auch mal raus.
"Ich könnte auch jede Menge Negatives darstellen. Aber wie gesagt, das tun ja schon die anderen."
Genau dieser Teil fehlte in Deinem anderen Beitrag, und dadurch ist eben der Eindruck entstanden, dass Du eine gefärbte Brille trägst.
Kein ernsthafter Mensch wird bestreiten, dass es auch äußerst erfolgreiche Storys von Integration von Ausländern in Deutschland gibt, und zwar ganz unabhängig von der Region, von wo sie herkommen.
Ebenso hängt auch der Bildungsweg, der schulische und später berufliche Erfolg von "Ausländerkindern" genauso wie bei "arischen" Kindern vor allem vom Elternhaus dieser Kinder ab, dem Bildungsniveau, der Sprosse in der Berufshierachie, auf der deren Eltern stehen.
Was dieser Sarrazin also im Grunde anprangert ist ein gewaltiges Versäumnis dieser ganzen "Gesellschaft".
Oder sollte ich doch Recht haben mit meiner Behauptung, dass "Unterschicht", Prekariat - egal ob deutsch oder ausländisch! - von unseren "Eliten" gewollt ist, von ihnen und ihren staatlichen Handlangern sogar ORGANISIERT wird?
Darüber könnte sicherlich ernsthaft diskutiert werden, aber nicht mit einer Sarrazin-Brille auf der Nase, die man sich nur etwas rosa eingefärbt hat.
Also nichts für ungut!(Übrigens ist mir "multi-kulti"-Leben gar nicht so fremd wie es vielleicht den Anschein haben mag, es ist sogar NORMAL für mich seit meiner Jugend, nur ist eben alles auch nicht immer sooo "toll" oder "rosig".....)
Einen schönen Wochenend-Gruß von Hansi
Ich glaube, wir könnnen uns darauf einigen, dass das Leben in den Migranten-communities inzwischen genauso ausdifferenziert ist, wie überall sonst. Das zu zeigen war mein Anliegen, indem ich die Analphabetin erwähnte, wie auch den Herzchirurgen. (Beide gibt es tatsächlich!)
Und dass die Klischees genau das leugnen. Und zwar die rabenschwarzen wie auch die rosaroten. Einen Zweck dieser Leugnung sehe ich wie Du auch darin, Unterschicht zu zementieren.
Beste Grüße und schönes Wochenende. Luise