In ganz Deutschland geht die Angst vor
Kerstin Kaiser um. Kerstin Kaiser ist sehr gefährlich, denn sie war vor 20 Jahren während ihres Auslandsstudiums in Leningrad
Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) der DDR-Staatssicherheit und gibt dies auch öffentlich auf ihrer Website zu.
1979 erklärte ich mich als 18jährige Schülerin an der ABF in Halle/Saale damit einverstanden, dem MfS mit Beginn des Studiums im Ausland als Ansprechpartnerin und Informantin zur Verfügung zu stehen. Das Gespräch fand mit zwei Mitarbeitern des MfS und meinem Stellvertretenden Direktor und Lehrer statt. Die begründeten mir gegenüber ihr Anliegen mit dem Interesse der DDR an der Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer Studenten im Ausland. Wir hätten die Gesetze der UdSSR zu respektieren und es könne sein, dass Geheimdienste aus dem kapitalistischen Ausland den Kontakt zu uns suchen, hieß es.
Dieses Gespräch im Büro des Stellvertretenden Direktors und während der Unterrichtszeit traf mich völlig unvorbereitet. Niemand erklärte mir, warum ich ausgesucht worden war, und was man – außer Stillschweigen zu bewahren - genau von mir erwartet. Ich musste damals nicht lange nachdenken, bevor ich zustimmte. Die Bezeichnung „Inoffizielle Mitarbeiterin“ fiel zu der Zeit nicht. Und vom Gebot des Stillschweigens nahm ich automatisch meine engen Freunde aus.
Bis heute beschäftigen mich die Fragen: Warum hatte ich - als achtzehnjährige Schülerin - keine Zweifel an der Legitimität des Ansinnens der MfS-Offiziere und an der Richtigkeit meiner Entscheidung? Wer und wie war ich damals, dass ich keine Zweifel hatte?
Genau das macht Kerstin Kaiser so gefährlich. Sie denkt darüber nach, warum sie als junges Mädchen etwas getan hat. Die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel und vermutliche
Inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi (IM) Erika macht diesen Fehler nicht. Sie verschweigt ihre Stasi-Vergangenheit und ihre Arbeit als Vorsitzende (Sekretärin) der FDJ für Agitation und Propaganda (Politruk). Deshalb durfte sie Kanzlerin werden, weil sie so leichter erpressbar ist.
Kerstin Kaiser darf als denkende und nachdenkende Person, die sich zu ihrer Vergangenheit stellt nicht Ministerin in Brandenburg werden. Die SPD-Unterbezirke Spree-Neiße und Potsdam haben sich zwar im Prinzip für eine rot-rote Koalition entschieden, wollen aber keine Stasi-Mitarbeiter in der Regierung. Von diesen beiden Unterbezirken war allerdings keine Kritik zu hören, als die SPD mit IM Erika eine Koalition im Bund machte. Eine Stasi-Mitarbeiterin als Bundeskanzlerin war diesen Unterbezirken egal.
Wenn die LINKE in Brandenburg nur ein wenig Rückgrat und Arsch in der Hose hätte, würde sie sich nicht erpressen lassen. Eine solche SPD ist kein Koalitionspartner sondern eine Erpresserbund. Der Seeheimer Kreis hat wieder einmal gesiegt und verhindert eine bessere Politik für die Menschen in Brandenburg. Mit der SPD ist keine Regierung mehr zu machen, sie gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.
Natürlich hat die LINKE nachgegeben. Kerstin Kaiser will sich damit begnügen als Fraktionsvorsitzende mit am Kabinettstisch zu sitzen. Das könnte man als edel und großherzig bezeichnen, aber es ist der erste Fehler einer möglichen rot/roten Beziehung. Wer sich einmal erpressen lässt, der wird immer wieder erpresst. Dies ist das Wesen der Erpressung.
Im übrigen war die Geschichte von Kerstin Kaiser und Angela Merkel typisch für die DDR. Auslandsstudien und der Zugang zur Akademie der Wissenschaften der DDR waren praktisch immer mit einer IM-Tätigkeit verbunden. Das gleiche galt für die DDR-Bürger die auf wirtschaftlicher Ebene Auslandskontakte hatten. Ausnahmen gab es nur für das gehobene Militär.
Die Leute die da jetzt über Kerstin Kaiser urteilen, haben entweder selbst keine DDR-Biographie, lügen sich wie Angela Merkel selbst in den Hals oder wollen einfach rot-rote Politik hintertreiben. Wie Mathias Platzeck die Dinge sieht hat er selbst gesagt:
Im Jahre 2009 sind zwei Jahrzehnte seit unserer friedlichen Revolution vergangen. Und wer sich 20 Jahre ernsthaft bemüht hat, unser Gemeinwesen zu gestalten und die Demokratie voranzubringen, hat ein Recht darauf, dass seine gesamte Lebensleistung gewürdigt wird. Das ist meine feste Überzeugung. [...] Wer offen zu seiner Vergangenheit steht und sich seit fast zwei Jahrzehnten in das demokratische Gemeinwesen eingebracht hat, darf nicht ausgegrenzt werden.
Aber Platzeck wird am Ende mit seiner Meinung alleine stehen. Die SPD arbeitet lieber mit den Leugnern der eigenen Vergangenheit zusammen. Sie ist und bleibt eben eine Verräterpartei. Die Leute die sie in Brandenburg gewählt haben sind selber schuld. Sie hätten es besser wissen müssen. Der SPD kann man nicht trauen. Sie ist am Ende.
Daß Merkel an einem "Elite-Institut" gewesen sei, ist zweifelhaft. Alle, die nicht so gut waren, daß sie gleich von ihrem Professor an der Uni gehalten wurden, aber wissenschaftlich arbeiten wollten, versuchten, an die Akademie der Wissenschaften zu kommen. Dort konnte man ungestört forschen - oder auch ungestört faulenzen. Merkel scheint weniger zu den ersteren gehört zu haben. Ich habe vor Jahren in einer Firma gearbeitet, die aus einem Institut der Akademie in Berlin-Adlershof hervorgegangen war (Datenbanksoftware); bei den alten Kollegen war Fr. Merkel als eine derjenigen bekannt, die immmer schon vormittags in der Kantine saßen ...
Wir müssen sicher nicht so viel graue Geheimnisse um Merkel spinnen. Sie ist einfach ausdauernd und geschickt, seit sie entdeckt hat, wie gut sie in den bundesdeutschen Parteiapparaten zurechtkommt. Früher war sie wohl eher eine gelangweilte Langweilerin.
Gruß,
KL
Danke auch für die Info, dass Leute in Situation wie die beiden fast automatisch IMs sein mussten.
Das heißt für mich: ob ehemalige IMs in öffentlichen Ämtern heute etwas zu suchen haben oder nicht, hängt davon ab, was sie in der Eigenschaft gemacht haben. Standen sie als IM auf dem Papier und haben höchstens belanglose Informationen geliefert, oder haben sie aktiv Personen bespitzelt und ggf. ans Messer geliefert? Das ist für mich ein wichtiger Unterschied.
Uli Gellermann - Wie das Ende der DDR geplant wurde
http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=3141
Meine Verschwörungs-Theorie dazu:
Merkel als OFFIZIELLE Mitarbeiterin (nix "IM") hat den Westen unterwandert und die Ideologie der SED im (pseudo-) kapitalistischen statt kommunistischen Sinne fortführt. Normalerweise müßte "Frau Kasner" (=Merkel) und ihre Kollegen vom Verfassungsschutz beobachtet werden, weil diese schon genug verfassungswidrige Gesetze im Namen der "Staatssicherheit" (gegen ang. aus Afghanistan stammender Terror in Deutschland) einführen wollten. Vielleicht erlag Kohl der von ihr erlernten Agitation & Propaganda - nur durch ihn konnte sie sich in der Politik des Westens etablieren.
-VT Ende-
nachdem ich lange Zeit hier nur passiv mitgelesen hatte, muss ich mich nun doch einmal einmischen:
Zunächst möchte ich mich für das Engagement der Schreiber hier auf Duckhome bedanken, denn gerade jetzt brauchen wir eine Gegenöffentlichkeit, die dem Meinungs-Mainstream etwas entgegensetzen kann.
Aber gerade weil ich den Eindruck hatte, dass hier eine der wenigen Alternativen zu der Total-Verdummung der etablierten Medien existiert, bin ich doch ein wenig enttäuscht.
Wer hat Ihnen - Herr Hoff - denn den Mist erzählt, dass ein Auslandsstudium in der DDR automatisch mit einer IM-Tätigkeit verbunden war (Zuverlässigkeit der Quellen)? Oder haben Sie hier sogar mit pawlowschem Reflex die Anti-DDR-Hetze der Kapital-Medien einfach unreflektiert nachgeplappert?
Fakt ist, dass die IM’s zahlenmäßig eine kleine Minderheit darstellten – jedenfalls war das an dem Institut und in der technischen Fachrichtung, wo ich studiert hatte, der Fall. Mag sein, dass es an den Kaderschmieden wie beispielsweise dem Institut Meshdunarodnych Otnoschenij, wo die DDR-Diplomaten ausgebildet wurden, etwas verschärfter war, aber auch eine derartige Behauptung würde ich nur nach sehr sehr genauer Recherche aufstellen.
Ich persönlich wurde nie diesbezüglich kontaktiert, vielleicht war ich damals auch schon ähnlich obrigkeitskritisch, wie jetzt, und vor allem überhaupt nicht karrieregeil.
Ich finde es traurig, dass man sich zwanzig Jahre nach der Wende – sogar auf einer linken Web-Plattform – immer noch für seine Biografie rechtfertigen muss. Warum raffen die Wessis es nach zwanzig Jahren immer noch nicht, dass in der DDR ganz normale Menschen gelebt haben mit ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Eine Hoffnung war für mich zum Beispiel, dass ich etwas von der Welt sehen kann. Auch wenn es erst mal nur in Richtung Osten ging, war das Auslandsstudium aber schon mal ein guter Anfang. Weiters war es eine gute Möglichkeit, die Interessen sowohl für Technik, als auch für Sprachen unter einen Hut zu bringen und überhaupt – eine fremde Kultur so intensiv kennenzulernen – wow!
Eine weitere Motivation war sicherlich für viele meiner männlichen Kommilitonen – genauso, wie für mich – die Tatsache, dass man gleich direkt vom Abitur ohne Wehrdienst in der NVA zum Studium gehen konnte.
Ist Ihnen denn gar nicht klar, dass Sie mit derartigen hier so hingeworfenen, definitiv unwahren Behauptungen einige Leute in Schwierigkeiten bringen können – in solchen Zeiten, wo schon der Verzehr eines halben Brötchens ausreicht, um gefeuert zu werden?
Also ich hielte eine kleine Gegendarstellung in einem der nächsten Postings durchaus für angemessen.
ansonsten
venceremos!
zambor
Alle anderen die ich kenne sind angesprochen worden und haben zugestimmt. Warum auch nicht, es war ja ihr Staat.
Heute haben wir eine vergleichbare Situation bei Stipendiaten. Da forscht nicht der BND, aber sie müssen bestimmte politische Richtungen einhalten. Deshalb wurden ja Studiengebühren geschaffen um die Menschen steuern zu können.
Niemand der zu seiner Biographie steht muss sich rechtfertigen. Aber Angela Merkel steht nicht zu ihrer Vergangenheit. Sie lügt einfach weiter.
http://www.lumperladen.de/lumpereien/2008/05/01/zufalle-gibts-die-gibts-gar-nicht/
Und sogar SPON hat dazu einen Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,550124,00.html
Aber immer Beachten: BND = gut / Stasi = böse
Dies würde auch meine VT (siehe Kommentar #4) sehr gut ergänzen. Persönlich wurde ich gerade vor 2 Tagen mittels Handlanger des Systems mal wieder bewußt unterdrückt, weil ich mit dem (Gesellschafts-) System überhaupt nicht glücklich bin und es wage, dieses auszusprechen (freie Meinungsäußerung). Ich müßte mich ändern und ALLES Positiv sehen, dann würde ich "richtig" sein.
= Meinungsdiktatur.
Mein Rechtsanwalt kümmert sich einen Scheiß Dreck um meine Situation und auch nach ~9 Monaten kann mir ein Gericht immer noch keinen Termin für eine Verhandlung nennen (Rechtsverschleppung). Ein alter Anwalt hatte mich in einem anderen Verfahren ähnlich verhalten, indem er mir nach ~2 Jahren Verfahrenszeit DREI/3(!!!) Din-A4-Blätter übergab (alleine mein Briefwechsel an ihm betrug mehr als 5 kürzere & längere Schreiben). Ähnliche Fälle gibt es zuhauf und was nützt ein Rechtsstaat, wenn man einfach keine Unterstützung durch Anwalt oder Gericht bekommt, sein Recht durchzusetzen?
= (temporärer) Grundrechtsbruch.
Selbst die Polizei steht hinter mir - kann mir leider nicht direkt helfen, kann mich aber verstehen. Die (zumindest gute Polizisten) sagen ja selbst, daß in diesem Land einige (rechtliche) Dinge ganz & garnicht stimmen. Von dem Sohn eines ehem. höheren Staatsangestellten weiß ich, daß auch in dieser Stadt (illegal) "Querulanten"-Listen geführt werden; die moderne Form von "intellektuellen Systemfeinden", "entarteten Menschen" oder "Juden".
= Faschismus
PS: Der Verfassungsschutz ist auch wie der BND "voll gut". Nur die Stasi ist "bitterböse".
das grösste schwein im ganzen land
ist und bleibt der denunziant.