Durch den weltweiten Rückgang der Industriegüterproduktion, des Transportwesens und der allgemeinen Wirtschaftsleistung verschiebt sich Peak-Oil nach hinten. Wie das Beispiel Mexiko zeigt, wird auch nach Peak-Oil noch für Jahre Öl gefördert. Diese Mengen werden nur immer geringer und das Öl immer teurer, was dann erneut das Wirtschaftswachstum bremst. Je eher der Ausstieg aus dem Öl beginnt und je entschiedener er durchgezogen wird, desto eher wird eine Volkswirtschaft wieder auf die Beine kommen.
Wie man es nicht machen sollte, haben nach dem Weltkrieg die Engländer gezeigt. Sie haben Fabriken und Bergwerke demontiert und stolz nach Hause gefahren und bei sich ein- und aufgebaut. Dass war ein klassisches Eigentor. In Deutschland musste beim Wiederaufbau neue Technik entwickelt und aufgebaut werden, was für Jahrzehnte eine bessere wirtschaftliche und technische Situation bedeutete.
Wer also heute auf Kohle- oder Atomstrom setzt, der setzt auf zwar bekannte Technologien, verscherzt sich aber jede Entwicklung in die Zukunft. Wer Solarkraftwerke in die Wüsten Afrikas setzen will, der muss einen Plan für faire Teilhabe Afrikas haben und natürlich auch für die Länder durch die der Strom transportiert wird. Das Verhalten der Ukraine, die immer wieder versucht Gas zu stehlen, stellt sich auch bei diesem ansonsten tollen Strom.
Beim Atomstrom kommt übrigens ganz schnell das alte Problem von Peak-Oil, als Peak-Uran. Denn die Vorräte an Uran 235 sind weltweit sehr begrenzt. Helfen könnte da und gleichzeitig beim Verbrauch des jetzigen Atommülls könnte da der neue Reaktortyp von
"Intellectual Ventures" (zweiter Teil des Artikels)helfen, der mit abgebrannten Brennstäben aus heutigen Kraftwerken gestartet wird und dann nur noch das massenhaft vorhandenes Uran 238 benötigt. Er könnte mit einer Ladung bis zu hundert Jahre im Betrieb sein.
Solch ein Reaktor wäre auch noch ungefährlicher als die heutigen, weil man mehr als 24 Stunden hat um eine Kernschmelze zu verhindern. Allerdings ließe sich auch dieser Reaktor nur mit verantwortungsvollen Firmen und Politikern betreiben, die zumindest in Deutschland aber nicht zur Verfügung stehen. So bleibt das Problem mit dem heißen Atommüll bestehen.
Es bleibt nur der Weg in die erneuerbaren Energien und zwar in alle Formen gleichzeitig. Es macht keinen Sinn Denkverbote auszusprechen oder wieder einmal auf großen Lösungen zu bestehen. Dezentralität, kommunale und regionale Betriebsführung und die Trennung vom Gewinnstreben sind die Schlüssel zu einem großen Erfolg.
Allerdings muss dieser Weg ab sofort und mit viel Elan beschritten werden.
Von Jochen Hoff | Duckhome | – Mexiko hat wohl Peak-Oil, also die höchste Fördermenge seiner Geschichte wohl hinter sich. Die Ölpro duktion sinkt 2009 um 6,7 Prozent und wird nach Berechnungen der Internationale Energieagentur in Paris in 2010 ... ...