Nur weil ich gestern Abend beim Bier mal wieder das Thema hatte und feststellen musste. das einige immer noch nicht verstanden haben was Kombilohn im Gegensatz zu Mindestlohn bedeutet.
Kombilohn liegt immer dann vor, wenn die Solidargemeinschaft aus Beiträgen oder über Steuern, einen Anteil des Lohnes oder der Sozialversicherungskosten aus Mitteln der Solidargemeinschaft zahlen muss, weil der Arbeitslohn nicht zum Leben ausreicht.
Normalerweise würde niemand eine Tätigkeit aufnehmen, von der er und seine Familie nicht leben können. Es wäre ja völlig sinnlos, Kraft, Kleidung und Transport zu finanzieren nur um im Endeffekt Geld zu verlieren. Der Verkauf der eigenen Arbeitskraft unterliegt aber eben nicht den Marktgesetzen, weil der Markt zugunsten des Großkapitals längst außer Kraft gesetzt wurde.
Deshalb haben ein paar politische Volltrottel, mit Hilfe der Bertelsmannstiftung und der INSM, ein tolles System entwickelt. Die Menschen werden gezwungen. jede Arbeit, zu jedem Lohn anzunehmen und die Solidargemeinschaft soll sich darüber freuen, das zumindest ein Teil des Lohnes vom Arbeitgeber getragen wird.
Allerdings ist dieses System kanibalistisch zu Ungunsten der normal bezahlten Arbeit. Jeder so subventionierte Arbeitsplatz, gefährdet einen regulären Arbeitsplatz. Die Abzocker werden vom Staat unterstützt und die ehrlichen Arbeitgeber vor den Kopf geschlagen. In der Folge müssen die ehrlichen Arbeitgeber zu den gleichen Methoden wie die Abzocker greifen, bis niemand mehr von seinem Lohn leben kann.
In letzter Konsequenz erhalten alle kaum noch realen Lohn, der dann durch immer geringer werdende
staatliche Leistungen zu einem bewusst gewollten Hungerlohn wird.
Kombilöhne sind nicht bezahlbar, weil sie Subvention sind und ins uferlose gehen werden, ohne das die Menschen etwas davon haben, oder gar die ehrliche Wirtschaft. Profiteure des Kombilohns sind nur die Abzocker des Großkapitals und ein paar geschmierte Politiker.
Ein Mindestlohn, setzt dagegen eine untere Lohngrenze. Er ist keine Subvention und sollte bundesweit für alle Branchen gelten. Dadurch wird auch kein Arbeitsplatz gefährdet, wie wir aus allen Nachbarländern ablesen können. Eher das Gegenteil ist der Fall. Geht man dann noch her und besteuert die Leute die ihr Geld durch Spekulation machen, in fairer Weise und grenzt fiktive Abschreibung, fiktive Verluste sowie die Kapitalvernichtung, durch nicht dem Produktionszweck dienende Ausgaben ein, dann können die Steuern und Abgaben für alle gesenkt werden.
Wer für einen Kombilohn ist, will Subvention für das Kapital. Wer für einen Mindestlohn ist, will die Teilhabe der Menschen an unseren gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolgen.
Ein Mindestlohn von 9,50 Euro wäre angemessen.
Ich sehe nicht ein, warum die Solidargemeinschaft (quasi die Steuerzahler) die Gewinne der Unsolidargemeinschaft (hauptsächlich Unternehmen, die KEINE Steuern zahlen) subventionieren soll.
Gruß
Alex