War Hitlerattentäter Georg Elser, ein einfacher Schreiner?
Der Schwabe Hellmut G. Haasis wundert sich, was denn dann wohl ein zweifacher Schreiner wäre. Am Dienstag den 6. Oktober stellte er seine neue, überarbeitete und stark erweiterte Elser Biografie in Berlin im Haus der Demokratie vor:
völlig umgearbeitete und stark erweiterte neue Ausgabe.
NAUTILUS Hamburg, 400 Seiten. 33 Fotos (viel neue)
Viel Neues in Haasis’ umgearbeiteter und erweiterter Elser-Biografie
von Wladimir Krutthofer (Moskau)
(...)Uns beeindruckt ungeheuerlich, dass Hitler spürte, wie überlegen Elser ihm war. Hitler hatte einen hohen Respekt vor Elser. Dieser schwäbische Schreiner (was sind denn die Schwaben für eigenartige Leute? denken wir hier in Moskau immer wieder) war der einzige Gegner, an dessen Anblick Hitler sich nicht weiden wollte
Während der Reichskanzler und oberste Feldherr sich immer wieder an einem Film über die Hinrichtung der 20. Juli-Widerständler aufreizte, wollte er einen heimlich aufgenommenen Film mit Elsers Verhör nie sehen(...) lesen...
Beinahe wäre am 8. November 1939 unser lange allseits geliebter Strolch Adolf abrupt aus der Politik verschwunden. Der schwäbische Schreiner Georg Elser hatte nach drei Monaten fleißiger und unauffälliger und gar ehrenamtlicher Nachtarbeit im Münchner Bürgerbräukeller die Säule hinter Hitlers Rednerpult mit zehn Kilo Dynamit präpariert. Die beiden eingebauten Schwarzwalduhren gingen exakt, um 21.20 Uhr lösten sie die Explosion aus, aber Hitler befand sich schon auf dem Weg zum Hauptbahnhof.
Warum? Das neblige Herbstwetter erlaubte für den nächsten Morgen keinen Flug nach Berlin, deshalb musste Dreiliter, wie listige Widerspenstige seinen Namen variierten, nachts mit seinem Sonderzug zurückreisen. Ziel: den sofortigen Einmarsch in Frankreich vorbereiten.
Nur aus diesem Grund verließ er 13 Minuten den Biersaal vor dem Donnerschlag. Elser, der seinen genialen Apparat bis zu 144 Stunden vorher einstellen konnte, war schon an der Schweizer Grenze in Konstanz. Völlig erschöpft versäumte er, den gewählten Grenzübergang zu kontrollieren. So ging er in eine frische Falle der Grenzpolizei und wurde in die bayerische Gestapozentrale nach München eingeliefert. weiterlesen
Auch dieNachdenkseiten veröffentlichten gestern eine Würdigung Elsers von Hans Wallow
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kino-kino/georg-elser-einer-aus-deutschland-70-jahrestag-galavorstellung-ID1257251049299.xml
http://www.nachdenkseiten.de/?p=4318