Dann kam Hoffnung auf. DIE LINKE in NRW stellt ihr
Wahlprogramm zur Landtagswahl am 9. Mai 2010 vor, das mit rund 500 Änderungsanträgen breit und basisnah diskutiert wurde. Die Systemmedien fauchten vor Empörung. Sahra Wagenknecht überall und wie immer in Bestform. Aber auch unbekannte Ortsvorsitzende in den Lokalblättchen.
In ganz Deutschland bekamen die Freunde der LINKEN wieder Glanz in die Augen und ein Grinsen ins Gesicht. Endlich klare Ansagen, präzise Vorstellungen und eine Art Handlungsrichtlinie für Regierungsverantwortung. Einfach toll. Genauso muss dass sein. Nein es sind nicht einmal die Maximalvorstellungen. Es sind Vorstellungen und Wünsche von Millionen Deutschen, endlich in Worte gefasst. Etwas allgemeinverständlicher könnte sie noch sein, aber das ist schwer.
Und dann. Dann kommt der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch und zerstört mal eben dümmlich grinsend alle
Hoffnungen. Und natürlich tut er das gegenüber dem absoluten Fachblatt für Menschlichkeit und Solidarität, nämlich der Bildzeitung.
Berlin/Düsseldorf (ddp). Der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, spricht sich gegen eine Regierungsbeteiligung seines NRW-Landesverbandes nach der Landtagswahl am 9. Mai 2010 aus. «Der NRW-Verband hat Wachstumsprobleme. Das ist normal, wenn man den rasanten Mitgliederzuwachs betrachtet. Da kommen auch Leute, die sich das erste Mal politisch engagieren und dann vielleicht feststellen, dass es doch nicht das Richtige ist», sagte Bartsch laut Vorabbericht der «Bild»-Zeitung (Freitagausgabe).
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«Wenn wir eine Fraktion im Landtag stellen, wird sich vieles im Landesverband ändern. Die tägliche Parlamentsarbeit führt immer zu einer realitätsbezogenen Politik und mehr Pragmatismus», sagte Bartsch. Ein rot-rot-grünes Bündnis ab dem nächsten Jahr lehnte er ab. «Nach Möglichkeit sollte man nicht gleich beim ersten Einzug in den Landtag nach Regierungsverantwortung streben. Generell aber muss die Linke regieren wollen und können. Das gilt mittelfristig auch für die Linke in NRW.»
Die Steigerung von Feind ist wirklich der Parteifreund. Messerscharf hat er erkannt, dass in NRW in der LINKEN Leute sind, die noch nicht in der Parteiroutine erschlafft sind. Die wohlmöglich sogar selber denken und nicht einfach den Unfug der Parteiführung nachquatschen. Das darf natürlich nicht sein. Da ist der Barsch ganz rigeros. Die dürfen nicht regieren und das teilt er ihnen über die Blödzeitung mit. Was für eine Pfeife, was für ein Totalversager, was für ein törichter Nichtsnutz.
Die LINKE in NRW nimmt an Wahlen teil um diese zu gewinnen und um ihre Vorstellung so weit wie möglich in einer Regierung umzusetzen. Dafür arbeiten die Leute dort und viele andere in ganz Deutschland werden sie unterstützen. Das ist aber völlig sinnlos wenn Dietmar Bartsch schon vorher erklärt, dass die LINKE nicht regieren darf. Dann kann sie sich das Antreten und die Kosten des Wahlkampfes sparen.
Wenn Bartsch in NRW weiter die Hornissenkoalition will, dann soll er das sagen, aber bitte auch in die FDP eintreten und die LINKE nicht weiter behindern. Er ist schon jetzt praktisch der Müntefering der Linken. Ein Totengräber. Wäre Duckhome ein Mitglied der Linken wäre das der Moment ein Parteiausschlussverfahren zu fordern. So bleibt einem nur der Gedanke an die zwei Buchstaben die er zu viel in seinem Namen hat. Andererseits ist ein Arsch nützlich und manche haben ihn sogar in der
Hose. Bartsch ist mehr als flüssig, er ist überflüssig.
Die LINKE muss jetzt endlich zur Programmpartei werden. Dazu kann sie das
Ahlener Programm der CDU, das
Godesberger Programm der SPD oder das Wahlprogramm der NRW Linken als Grundlage nehmen, oder auch alle drei verwenden. Die LINKE und damit die Menschen in Deutschland können nur gewinnen, wenn jedermann nachlesen kann wofür sie steht und welche Ziele sie verfolgt.
Es bleibt auch keine Zeit mehr. Die Hornissenkoalition fährt Deutschland vor die Wand. Der Plan muss fertig sein um die Macht auch übernehmen zu können. Wer erst 2011 über Programmatik entscheiden will, könnte Mitte 2010 feststellen, dass es dafür zu spät ist. Auch wenn es Dietmar Bartsch nicht passt, die LINKE muss möglichst schnell zur Volkspartei werden. Sie ist nämlich die einzige Alternative die die Menschen in Deutschland noch haben.
Störfeuer aus den eigenen Reihen soll ein Bild von Zerstrittenheit und Inkompetenz erzeugen.
Bartsch sollte rausgeshmissen werden und klar zu zeigen, dass sowas nicht geht.
Kritik ist immer erlaubt, wenn sie sachlich ist. Aber mit Unerfahrenheit eine Regierungsbeteilung zu verneinen ist schlicht Unsinn. Als ob die Leute in den entscheidenen Personen, gerade vor einem Tag - vielleicht nach einem Saufgelage - in die Partei eingetreten sind....
Das Kernproblem ist: So lange eine neue Partei mit richtigen aber dem herrschenden System abträglichen Forderungen auf ihrem Standpunkt beharrt, wird niemand mit ihr koalieren, und zwar aus Prinzip. Das bedeutet ewige Opposition, die letztlich ebenfalls selbstzerstörerisch wirkt.
Andererseits: Wenn die neue Partei sich "flexibel" zeigt, darf sie zwar mitregieren, aber der Tag, an dem sie ist wie alle anderen, ist dann nicht fern (z.B. GRÜNE).
Um weder in die eine noch andere Falle zu tappen, braucht es Menschen, die genau wissen, was sie wollen, was richtig und wichtig ist, und davon nicht abweichen; die im Inneren einig sind und ihren Standpunkt auf exellente Weise unters Volk bringen und ihre Anhängerschaft ständig mehren; die einen langen Atem haben und niemals aufgeben; die mit der Macht, wo immer sie welche erringen, klug umgehen; mit anderen Worten: Menschen die es so in größerer Anzahl nicht gibt.
Dazu kommt: Alle Massenmedien werden von denen kontrolliert, die auch sonst alles kontrollieren, und die vor keiner Lüge und keinem Verbrechen zurückschrecken. Die Medien sind heute zum Ruhigstellen der Bevölkerung weit wichtiger als Polizei oder Militär. Die totale Zerschlagung der Medienlandschaft wäre die Voraussetzung für jede grundsätzliche Änderung des Systems - aber wie soll das gehen? Und woher sollen die Menschen kommen, die hinterher alles besser machen?
Seit Prager Frühling und 68er Bewegung in der BRD blüht der Hass auf alle, die Befreiung wagten. Bis heute herrscht so eine Art Stellungskrieg. Dumm bloß, dass die autoritär Strukturierten in den Hierarchien, wie auch den parteilichen Hierarchien, schwimmen wie die Fische im Wasser. Und dumm auch, dass die anderen ihre Untertanen-Mentalität nicht ums Verrecken überwinden können. Diese beiden halten den Laden am laufen.
Meine schwache Hoffnung ist, dass sich die LINKEN mit der WASG ausreichend von der anderen Sorte einghandelt haben, die der Idee des Sozialismus in Deutschland wieder ein wenig Leben einhauchen! L.
wichtigstes zeichen aus nrw - die linke lässt sich nicht unterkriegen und wäscht ihre inhalte nicht weich, sondern steht zu diesen, auch wenn es widerstand gibt. das hat der landesparteitag in hamm gezeigt.
Lieber Dietmar Bartsch, es hat keinen Sinn mit der BILD-Zeitung zu reden. Das Neolib-Blättchen wird unsere Aussagen zwar veröffentlichen, aber durch ahnscheinend dümmliche jedoch psychologisch durchdachte Anmerkungen immer wieder ins Gegenteil verkehren.
Da wird dann aus berechtigten Fragen zur Regierungsbeteiligung einfach: Der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, spricht sich gegen eine Regierungsbeteiligung seines NRW-Landesverbandes nach der Landtagswahl am 9. Mai 2010 aus.
Solche Sätze:“Nach Möglichkeit sollte man nicht gleich beim ersten Einzug in den Landtag nach Regierungsverantwortung streben. Generell aber muss die Linke regieren wollen und können. Das gilt mittelfristig auch für die Linke in NRW.“ können wir vielleicht intern diskutieren, in der BILD wird daraus: Ein rot-rot-grünes Bündnis ab dem nächsten Jahr lehnte er ab.
Die BILD ist kein Nachrichtenmedium, das auch nur annähernd Nachrichten verbreitet, sondern sie ist das Propagandablatt der Neoliberalen und beschäftigt nicht nur eine große Rechtsabteilung sondern auch einen hervorragenden und gutbezahlten Psychologenstab. Mit BILD zu reden ist dem Gegner in die Hände zu spielen, auch wenn es noch so gut gemeint ist. Ich würde der BILD noch nicht einmal antworten, wenn sie nach der Farbe meines Unterhemdes fragt.
Ich bin für ein Redeverbot für LINKE gegenüber der BILD, den Grund hat sie ja selbst geliefert, sie ist ja auch für ein Veröffentlichungsverbot von Anzeigen der LINKEN im Springerverlag.
Gehen wir den Krieg gegen gewisse Medien an. Wenn wir uns nicht wehren, haben wir schon verloren.
kh
(ging als mail an Dietmar)
das Problem ist nicht, dass D.B. nich wüsste was für eine Publikation die BILD ist. Er weiss es sehr genau und setzt dieses Medium ganz in seinem Sinne ein. Somit ist dein Brief an D.B. zwar nett gemeint, aber eigentlich sinnlos vernutzte Lebenszeit.
Das was D.B. gerade macht, ist zu 98% genau das, was er 2002/2003 mit der damaligen Parteivorsitzenden Gabi Zimmer gemacht hat. Er wollte schon damals der Parteiführer werden und hat alles dafür getan, dass es auch klappt - Intrigen, Männerbündeleien, über die Medien lancierte Unterstellungen und Behauptungen. Erinnert sei hier z.B. an die inszenierte "Wachbuchaffäre" die ihn als armes Opfer ins Licht gesetzt hat.
D.B. tut nichts, absolut nichts, ohne Kalkül. Und, er spielt IMMER über Bande. Direkte Auseinandersetzungen scheut D.B. wie der Teufel das Weihwasser. Es geht bei seinen Ausfällen gegenüber der Linken.NRW in erster Linie gar nicht um diesen Landesverband, es geht um Oskar Lafontaine. Den will D.B. weg haben - beerben. Und zwar alleine, nicht als Doppelspitze. Und das geht halt nur, wenn er Oskar, der sich sehr klar auf dem Parteitag in Hamm hinter den Landesverband gestellt hat, mit eben diesem Landesverband anschiesst, der am konsequentesten für eine Doppelspitze steht. Und die soll dann auch noch quotiert sein! Ein Unding für D.B.. Oder wie ist sonst seine via Bildzeitung verbreitete und schlecht gespielte "Überraschung" zu verstehen, als Oskar Lafontaine die Quote im Parteivorsitz forderte. Auf dem Bundesparteitag in Berlin war das ja immerhin ein Punkt und Herr D.B. ist die ganze Zeit wie ein Gockel rum gerannt oder hat grinsend in der ersten Reihe auf der Bühne gesessen. Aber über die BILD - und aktuell den SPIEGEL - kann er schiessen so viel er will, die lassen sich von ihm aus den ihnen eigenen populistischen, man könnte auch sagen antikommunistischen, Motiven benutzen.
Und die BILD und D.B. haben auch ein ganz besonders Verhältnis. Die Frage ist nur, ob seine Ehefrau davon auch so angetan ist, wie er.
was ist los mit der linken, da kommt sonst nix, abgesehen von der sehr guten rede unseres oberpopulisten, aber was hilfts, wenn da son u-bahn fahrer kommt und der partei in die flanke rauscht...
giebts nur eines...rausschmeissen!!!
BILD, FOKUS und SPIEGEL funktionieren.
Siehe Dein "Oberpopulisten"
hätte aber wohl für dich die "tüddelchen" nich vergessen dürfen