Bildung ist ein Problem für die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Gebildete Leute lassen sich deren Dumpfpropaganda einfach nicht gefallen. Deshalb ist ja auch seit Jahren zu beobachten dass die Mittel für Bildung immer weiter eingeschränkt werden, das Studium durch Studiengebühren verhindert werden soll und mit dem sechssemestrigen Bachelor Schmalspurstudiengänge ohne Wert kreiert wurden, die sämtliche Bildungsbemühungen konterkarieren.
Dummerweise haben die Studenten dieses Treiben gemerkt und setzen sich jetzt überall in Europa zur Wehr. Der
Bologna-Prozess darf ruhig als gescheitert betrachtet werden, wird aber wie der Vertrag von Lissabon zum Tragen kommen, da beide daraufhinzielen, die Menschen dumm und rechtlos und frei zur Ausbeutung zu halten.
Frau Schavan, deren Inkompetenz und Desinteresse die miesen Erfahrungen der Deutschen mit Bundesbildungsministern bei weitem übertrifft, spricht davon, dass es "handwerkliche Fehler" bei der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in Deutschland gegeben habe. Die Wahrheit ist wohl eher das es einen glatten Konkurs gegeben hat, der auf dem Rücken der Studenten ausgetragen wird.
Natürlich hat sie auch schon die Schuldigen. Das sind die Länder, die ihr angeblich das Betreten der Baustellen verbieten. Sie möchte den Förderalismus in der Bildung grundgesetzwidrig abschaffen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie die Bildung verbessern will. Es geht ihr wie Schäuble, Bosbach, von der Leyern und den anderen Verfassungsfeinden nur darum, das Grundgesetz zu zerstören.
Wenn sie gleichzeitig beklagt, dass die Bildung in Deutschland seit 40 Jahren unterfinanziert sei, dann sollte sie sich einfach dafür stark machen, dass Geld in die Bildung fließt. Man kann Bildung übrigens nicht überfinanzieren. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich ein gebildetes Volk nicht von solchen Politiker wie ihr vertreten lassen wird. Mit Bildung würden diese Parteien sich selbst ausrotten.
Diese Gefahr sieht auch das neoliberale Propagandamaul, der Präsident des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, der natürlich auch die Aufhebung des Förderalismus fordert. Statt mit 16 Kultusministern müssten seine wirtschaftsfaschistischen Hintermänner nur mit Frau Schavan reden und schnell könnten viele Universitäten und Hochschulen abgebaut werden. Wenige Eliteinstitute deren Zugang nur für die Mitglieder der herrschenden Klasse möglich wäre, könnten dann das gesamte Geld verprassen und ausschließlich neoliberale Idioten erziehen.
Im Fall Straubhaar muss immer wieder erwähnt werden, dass ein Schweizer Staatsbürger zentrale politische Fragen in Deutschland bestimmen will, während er gleichzeitig in seiner Heimat keine Arbeit findet. Dass die Schweiz ihn nicht will, ist angesichts seiner Ansichten leicht verständlich. Wieso ihm das allerdings das Recht gibt sich in deutsche Innenpolitik einzumischen, ist fraglich.
Er arbeitet als Gastarbeiter in diesem Land und die Tatsache, dass er wüsteste Irrlehren verbreitet müsste eigentlich schon längst dazu geführt haben, dass er entlassen wird. Aber das es auch noch andere gibt, die seiner Religion der Gier folgen, ist dies eher zweitrangig. Allerdings verletzt er das Gastrecht ständig. Wie die Deutschen Deutschland verwalten ist Sache der Deutschen. Nicht die Sache des Schweizers Straubhaar.
Dass andere Nationen in Deutschland wie selbstverständlich mitregieren ist durch die deutsche Geschichte zu erklären. Die Schweiz hat dieses Recht nicht. Aber sie hat überall ihre Finger direkt in der deutschen Politik. Ein unhaltbarer Zustand. Reto Francioni als Chef der Deutschen Börse, Josef Ackermann als Chef der Deutschen Bank und Thomas Straubhaar als Chef des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts ist vielleicht ein bisschen viel für so ein kleines Land.
Wer irgendwo Gast sein will folgt den Gebräuchen seines Gastlandes und akzeptiert höflich dessen Regeln. Wer das nicht tut und sein Gastland sogar regieren will, ist kein Gast, sondern ein fremder Eroberer, der bekämpft werden muss. Wenn Herr Straubhaar nicht Gast sein will, dann soll er gehen. Am besten nimmt er Frau Schavan mit. Die braucht in Deutschland auch niemand.
wenn du wüsstest wieviele teutonen in der kuhschweiz den schweizerischen akademikern den alltag verderben und wieviele hochschulinstitute bis hinunter zu den hilfsassistenten feste in deutscher hand sind...
dann wäre Jochen nicht dermassen auf diesen knochen angesprungen!!
Und sie will gewiss auch andere Studenten, die in das neokonservative Weltbild passen: diese soll nicht eigenständigen und zu kritischem Nachdenken fähige Menschen, sondern egoistische, in Leistungsdruck, Autoritätshörigkeit und Konkurrenzdenken gestählte "Eliten" sein.