Gut, der Gerhard-Löwenthal-Preis der Jungen Freiheit, ist nichts, was ein Demokrat oder einfach nur ein anständiger Mensch gerne erhalten möchte. Wer den alten gemeinen Hetzer Löwenthal noch selbst erlebt hat, der weiß, das es kaum etwas übleres in den deutschen Medien gegeben hat. Selbst Karl Eduard von Schnitzler, der sich auf der Seite der DDR alle Mühe gab, konnte das bösartige Gegeifere des Löwenthal nicht übertreffen.
Dass die Junge Freiheit, diese Popanz des Geistes der Vergangenheit fördert ist klar. Viele ihre Themen sind purer Revanchismus und sie möchten die verlorenen von Deutschland begonnenen Weltkriege und den Holcaust am liebsten tief vergraben und träumen statt dessen von einem Deutschland, dass sich über seine Nachbarn, vor allem aber über alle demokratischen und denkenden Kräfte erhebt.
Da ist es logisch, dass sie die Leute, die ihren Ungeist teilen, sich gegenseitig mit Preisen bedenken. Der Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, Helmut Matthies ist jemand der solche einen Preis von den Rechten oder Rechtsextremen ehrlich verdient hat. Brav und artig hat idea unter seiner Führung die Tatarenmeldungen des Dr. Udo Ulfkotte gegen die Muslime veröffentlicht und damit dafür gesorgt, dass dieser geistige Unrat innerhalb der evangelischen Presse weiterverbreitet wurde. Gleichfalls wurde von idea sogenanntes völkisches Gedankengut immer wieder verbreitet.
Helmut Matthies ist ein würdiger Preisträger und die angebliche "Nachrichtenagentur" idea ist eine ideale Propagandaschleuder für den rechten Dreck. Man könnte also ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen. Doch plötzlich entdeckt die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) durch Oberkirchenrat Christhard Wagner so etwas wie eine
politische Moral:
idea müsse sich deutlich von der «Jungen Freiheit» distanzieren. «Wir sehen mit der Annahme des Preises die Gefahr verbunden, dass die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird», sagte Wagner. Das dürfe nicht unwidersprochen bleiben.
«Als Leiter und Chefredakteur setzt Helmut Matthies nicht nur die publizistischen Leitlinien der Zeitschrift ideaSpektrum und der Agentur idea.« Er repräsentiert idea auch in der Öffentlichkeit. »Mit der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises lässt Matthies die gesamte idea-Redaktion auf dem Grat zum rechtsextremen Milieu balancieren.»
An sich ein guter Gedanke, allerdings reichlich zu spät. Jetzt kann er und seine Kirche nur noch eines tun. Sich entweder klar, deutlich und auf Zukunft von idea trennen oder gemeinsam mit denen im braunen Sumpf versinken. Seine Stimme wird ein Stimmchen bleiben und idea wird weitermachen wie bisher auch. Deshalb hüte dich vor den Christen. Sie sind sehr oft ganz einfach nur böse Lügner.
auch ich wohne auf dem Land, aber so doof muß man eigentlich nicht sein- als Landbewohner.
Aber Sie sind ja auch nur landbewohner.
http://www.jf-archiv.de/archiv00/400yy09.htm