Nachdem Duckhome sich
Dieter Müller vom Motel One und den von ihm beauftragten Zimmermädchenausbeuter
Heinz-Josef Portz bereits im November 2009 einmal vorgenommen hatte, erfolgt sofort ein medialer Gegenschlag, für den die
Süddeutsche Zeitung gerne die Werbefläche bereitstellte. Der "Journalist" Mike Szymanski erledigte brav seine PR-Aufgabe ohne auch nur im mindestens die Aussagen Müllers zu hinterfragen. Aber so ist der deutsche Werbejournalismus eben.
Man könnte sich jetzt die Mühe machen und die Antworten Müllers im Einzelnen auseinandernehmen. Aber wozu. Seine Abzockerrei ist mittlerweise bewiesen und nach unbestätigten Gerüchten war er auch früher schon in ähnliche Fälle verstrickt, sodass die laufenden Ermittlungen wohl noch viel Freude versprechen.
Ehrlicherweise hatte Duckhome nicht damit gerechnet, dass die Behörden noch in 2009 aktiv werden würden, geht es doch nur um Zimmermädchen. Das war allerdings ein Irrtum. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat an vielen Orten Deutschlands zugeschlagen. Soweit Duckhome bekannt, haben sich bis auf einen Fall, überall die von Duckhome erhobenen Beschwerden der Mindestlohnunterschreitung, der unbezahlten Sondertätigkeit und der Verstoß gegen die Arbeitszeitordnung bestätigt. Dies ist ein schöner Zwischenerfolg und im neuen Jahr dürften weitere Ergebnisse dazu kommen.
Dieter Müller und die Motel One Group scheint dies aber zur Zeit noch nicht sonderlich zu stören. Anstatt die Zimmermädchen besser zu bezahlen, haben sie einfach weitere Hausdamen eingestellt um den Druck auf die Zimmermädchen zu erhöhen. Mehr Kontrolle soll es ihnen ermöglichen, begründet Lohnabzüge zu erreichen um so noch mehr Arbeit ohne Entgelt aus den Zimmermädchen zu ziehen.
Duckhome hatte eine derartige Entwicklung erwartet und wird sich jetzt direkt an die Anteilseigner wenden, die bekannt sind und gleichzeitig eine Staatsanwaltschaft gegen Dieter Müller in Bewegung setzen. Zumindest dürfte der Anfangsverdacht eines gewerbsmäßigen, fortgesetzen Betruges gegeben sein. Das ganze macht zwar Arbeit, aber es könnte sich lohnen.
Den Motel One Mitarbeiterin und bei Fremdfirmen beschäftigten Zimmermädchen ein herzlicher Dank für die bisherigen Informationen. Weitere Information sind gerne gesehen und werden auch weiterhin nur anonym verwendet. Wie sie sehen ist die Leitungsmannschaft von Motel One, wie auch die Leitungen der Fremdfirmen eben nicht in der Lage zu ermitteln, wer etwas gesagt hat.
Für die in den letzten Monaten ausgeschiedenen Mitarbeiter gilt vor allem sich nun Rechtsanwälte zu suchen, die vor den Arbeitsgerichten den Lohnanteil erstreiten, der ohne Betrug hätte gezahlt werden müssen. Dabei ist es wichtig, dass die Mitarbeiter die wahren Stundenzeiten und die Anzahl der Zimmer aufgeschrieben haben. Nur so kann ein Anwalt überhaupt etwas unternehmen.
Wer es in der Vergangenheit nicht getan hat, sollte sofort mit einer derartigen Aufzeichnung beginnen. Es ist für den Einzelnen eine kleine Mühe, könnte sich aber lohnen, wenn die großen Anteilseigner von Motel One nicht für ihr Fehlverhalten an den Pranger wollen. Meist wollen sie genau das nicht.
Der Kampf hat gerade erst begonnen, aber er läuft erstaunlich gut.
Ich befürchte nur, daß diese Anstrengungen durch diese Entwicklung
http://www.welt.de/wirtschaft/article5730959/Alle-Bezieher-von-Hartz-IV-sollen-dafuer-arbeiten.html
schlußendlich konterkarriert werden.
Die Einführung der offenen Sklaverei über die hartz-Schiene wird die Erfolge gegen unterbezahlte Ausbeutung leztlich ins Leere laufen lassen.
Das erklärt vielleicht, warum sie diesen Erfolg einheimsen durften!
mfg zdago
Aber dafür gibt es in Deutschland ja keine Richter. Kennen sie zufällig den Insolvenzverwalter. Das wäre doch ein netter Gag den Furz so richtig zu erwischen.