Die staatstragenden deutschen Medien tun sich da etwas schwerer. In Deutschland gibt es ja nur gutes und ehrliches Kapital. Gemein und abzockerisch sind da immer nur die Armen und Schwachen. Deshalb gibt es eben keine deutsche Journalisten, die die Frage nach dem "
Qui bono", dem wem nutzt es stellen würden. In Deutschland ist Journalismus PR und PR muss mit Anzeigen bezahlt werden. Da hat das Volk keine Lobby in den Medien. Selbst wenn es wie bei den Öffentlich Unrechten per Zwangsgebühr sogar die sogenannten Journalisten alimentieren muss.
Aber gemach. Die Namen werden alle hochkommen. Wenn in Österreich ein Skandal untersucht wird, dann geschieht das sehr gründlich. Was der eine unter den Teppich kehrt, holt der andere genüsslich wieder hervor und zeigt es im grellen Scheinwerferlicht, notfall mit tausendfacher Vergrößerung. Die Namen der deutschen Gewinner am Verkauf werden wohl bald vollständig, mitsamt der erzielten Gewinne bekannt werden.
Ob da wohl auch die Stoiber, Huber, Beckstein, Faltlhauser und die Herren der Bayern LB auftauchen? Gerade dem Faltlhauser trau ich ja alles zu, der hat als bayrischer Finanzminister ja sogar mal versucht den
toten Franz Josef Strauß aus seinem Mausoleum heraus pfänden zu lassen.
Noch will es in Bayern keiner gewesen sein, aber bald müssen die alle ins Wildbad Kreuth. Wie man hört sind die Äxte schon geschliffen und die Sägen sind wohl geschränkt, geschärft und abgerichtet, auf dass sie leichter durch die Glieder ihrer Opfer gehen. Noch gibt der Stoiber die Unschuld vom Lande. Auch wenn sein brauner Freund Haider, bereits lange vor seinem Tod bestätigt hat, dass er mit seinen Spezerln von der CSU, dem Stoiber und dem Beckstein den Verkauf der Hypo Alpe Adria zu überhöhten Preisen an die Bayern LB festgeklopft hat.
Da Haiders rechtsextreme BZÖ und die Kärtner ÖVP mit Millionen von Parteispenden vom tollen Geschäft profitiert haben, dürfte wohl auch die CSU nicht leer ausgegangen sein. Selbst die Münchner Staatsanwaltschaft musste wenigsten so tun, als ob sie ernsthaft ermittelt und sogar den früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt bereits vernommen. Selbst CSU Mitglieder wie der Leiter der BayernLB-Kommission des Landtags, Ernst Weidenbusch, fordern Haftstrafen für Bankmanager.
Haftstrafen für die Bankmanager werden aber nur zu haben sein, wenn auch gegen die politisch verantwortlichen ernsthaft ermittelt werden kann. Das würde aber die endgültig Abrechnung mit der Generation Stoiber bedeuten und wie Theo Waigel so schön palaverte, das Ende der Erfolgsgeschichte der CSU in Bayern bedeuteten. Nun ja. Ein Erfolg der immer auf Lügen und Durchstechereien aufgebaut war, ist eigentlich kein Erfolg, sondern Betrug.
Der Kärntner Landeshauptmann Dörfler drückt es klar und deutlich aus: "
Bayern war im Kaufrausch!" und "
Wir können mit Fug und Recht sagen, dass wir die Hypo gut verkauft haben". Recht hat er. Die von der Seehofer Truppe angedachte Rückabwicklung des Kaufpreises ist nur ein Witz am Rande. 10 Milliarden hat Bayern bisher in die Rettung der Bayern LB gesteckt. Davon gehen wohl 3,6 Milliarden auf das Konto der Hypo Alpe Adria. Und es wird auch noch lange nicht das Ende sein. Weitere Milliarden werden folgen müssen.
Das kann Seehofer aber nicht zugeben, weil er ja schon gesagt hat, dass er hofft diese 10 Milliarden von der Bayern LB zurück zu bekommen. Das ist natürlich völlig unmöglich. Die Bank soll ihr Geschäft einschrumpfen und müsste doch, um Seehofers Ankündigungen wahr zu machen, die alten Risiken erneut eingehen und diesmal anders als sonst, auch noch Erfolg damit haben. Eine unvorstellbare Situation. Das Geld ist verloren.
Wenn Seehofer davon spricht, dass er 650 Millionen Euro Schadensersatz von Kärnten haben will, dann ist dies ein offensichtlicher Betrug am Wähler und an Bayern an sich. Er wird nichts bekommen, weil es keine Ansprüche gibt. CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid ist der einzig noch aktive Politiker aus der Zeit dieses Geschäftes und wird sich sicher noch erklären müssen.
Vor Seehofer steht die Frage, ob er gegen die alte Riege der CSU den Aufstand wagt und Schadensersatzforderungen gegen Stoiber, Beckstein und andere durchsetzt, oder ob er den Mantel des gütigen Vergessens über die Geschichte breiten lässt. Wie immer entscheidet Seehofer erst einmal nichts. Er wartet ab und versucht zu erkennen wo hin der Wind ihn treiben könnte.
Dabei steckt er zwischen zwei Mühlsteinen. Unten die alten Kaderstrukturen die genügend Leichen miteinander im Keller haben um sich in einem riesigen Overkill selbst zu vernichten und die auf Vertuschung beharren, wie Otto Wiesheu, der so gut besoffen Auto fahren und Menschen töten kann und jetzt bei der Bahn sein Unwesen treibt. Oben die Jungen, die endlich den Mief verlassen und einen Neuanfang wollen.
Er kann es nicht allen recht machen, aber er könnte am Ende das Opfer sein. Im Wildbad Kreuth könnte es sehr wild zugehen. Zumindest könnten jedoch die Weichen gestellt werden um Seehofer in die Verbannung zu schicken. Er war ja nie mehr, als eine schlechte Zwischenlösung.
z.B Hypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient? oder
Kroat-Rocker Marko Perkovic und die Hypo-Alpe-Adria Bank.
Und hier der Link
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/hypo-alpe-adria-und-bayern-lb-haben-die-flick-erben-mitverdient/
In Bayern wird es die gleiche Posse wie in Berlin geben. Die Begünstigten haben nichts zu befürchten und es werden sich einige Bauernopfer mit Unfähigkeit herausreden.