Doch scheint es für den Republikbewohner so zu sein, als hätte es den Winter in dieser Art noch nie gegeben. Nach vielen Jahren, in denen zwar der Kalender die Jahreszeit Winter anzeigte, aber die Außentemperaturen mild blieben und sich in den meisten deutschen Lande eher ein Vorfrühling zeigte, ist über der Republik unerwartet der Winter eingebrochen. Tatsächlich erdreistet sich Petrus, es schneien zu lassen und die Temperaturzahlen bewegen sich nicht über 0 Grad.
In den Breitengraden des Rheinlands gleicht dies eher einer mittleren Katastrophe.
Der Rheinländer, meist flexibel im Handeln, hatte sich bereits auf die Klimaveränderung eingestellt. So schimmelten seine alten Winterreifen in der Garage, Sommerreifen dienten als Allwetterbereifung das ganze Jahr und sein Garten wurde pflugs in eine mediterrane Landschaft verwandelt. Doch nun der Schreck und was ruft er aus:
„Schnei? Ming Palm gonn kapood. Dat han ich ävver ganz anders verstonn. It Merkle hat gesaht,dat geeve et ni mih, dodröm wollt se endoch dat Klima rette. Un no?“
Tja was nun? Mutti , die große selbstauserkorene Retterin des Weltklimas,hat nicht Recht behalten, die Klimaerwärmung scheint noch ein bisschen auf sich warten zu lassen.
4 Tage klassischer Winter, die Hysterie ist nicht mehr zu stoppen. Das Streusalz geht aus, weil die Kommunen auf milde Winter spekuliert haben. Aufgrund ihrer klammen Haushaltslage ließ sich hier einiges einsparen. Nun hofft der kommunale Kämmerer, der Winter möge nur ein kurzes Stelldichein geben. Bedingt durch die kommunale personale Einsparungspolitik stehen so manche Streufahrzeuge still, es ist knapp an personellen Ressourcen, die die Straßen abfahren können. Geht es nach dem Willen unserer geistigen Elite, wird noch kräftigst weiter in diese Richtung hausgehalten. Dumm nur, wenn die bundesdeutsche Leistungselite in ihren gesponserten Dienstwagen die leistungselitärischen Einrichtungen nicht erreichen können, da die Straßen nicht mehr befahrbar sind.
Belächeln kann man/frau die tägliche Berichterstattung über das Neuphänomen Winter in den Systemmedien, sie überschlagen sich mit wechselvollen Hiobsbotschaften. So waren am vorgestrigen Tag Wetterwarnungen im DWD ersichtlich; mit gelb markiert, wurde in einem Kreis vor Frost und Temperaturen unter – 10 Grad gewarnt. Dieses kennzeichnet den Alarmismus dieser Republik, unsere Vorfahren hätten sich vermutlich belustigend auf die Schenkel geklopft, sowie mit staunenden Augen das Treiben der Mitmenschen beobachtet.
Fürs Wochenende prognostiziert der bundesdeutsche Wetterfrosch ein sehr schlimmes Szenario:
Daisy die Schreckliche naht.
Für rheinische Gefilde gibt es zumindest eine gute Entschuldigung:
Wie heißt es dort seit 30 Jahren:
„Der Rheinländer und Schnee, das verträgt sich nicht miteinander."
Gar keine Entschuldigung gilt indessen für das neoliberale Sturmgewitter der gelben Liberalen auf ihrem alljährlichen Dreikönigstreffen.
Hierzu schreibt Deutschlands größtes Volksblatt,
Westerwelle hätte eine neue Wunderwaffe, quasi die V2 der FDP): Dirk Lindner (nunmehr der General unter den Sekretären).
Lindner wohlbekannt aufgrund seiner Tourneen auf bundesrepublikanischen Talkshowsofas, äußerte sich geschwind in einer 30 minütigen Rede. Mehr braucht es nicht für ein neoliberales Mantra. Unter Anderem ließ er verlauten,
seine Partei regiere seit Längerem in großen Bundesländern und trüge für mehr Menschen Verantwortung als die CSU.
Er hat vergessen, dass sie als Stimmenfänger nur mitregieren dürfen.
Ferner wird berichtet, dass Guidolein sein diplomatisches Korsett abstreifen durfte und in die Tiefen seiner rhetorischen Niederungen ging. Selbstredend würdigte er die Erhöhung des Geldes für die nächsten Rentenzahler als
die soziale Errungenschaft seiner Fraktion. In Gedanken zählte er vermutlich bereits die Mehrbelastung der Familien, nachdem er mit Freund Phillip die solidarische Krankenversicherung abgeschafft hat und wie viel von dem jetzt mehr ausgezahlten Kindergeld wieder in das Säcklein der befreundeten Privaten Versicherungsanstalten fließt.
Denn nach der NRW Wahl, das dürfte jedem klar sein, da beginnt das Schlachtfest der neoliberalen Ausbeutungspolitik.
In deren Sinne dürfte das bloße Kinderkriegen keine Leistung sein, eher gelten Kinder als Privatbesitz und hierfür hat der schlanke Staat nur Verwendung, wenn sie sich dereinst als Leistungsträger würdig erweisen.
Des Weiteren nehmen die Liberalen sich vor, nicht nur vier Jahre zu regieren. - Kurzer Einhalt - natürlich nicht länger, denn wenn der deutsche Otto und Michel in zwei Jahren in ihr Portemonnaie schauen oder sie sich vor den bundesdeutschen neoliberalen Suppenküchen treffen, dann schafft die FDP tatsächlich nicht mal eine ganze Wahlperiode. Eins ist gewiss, irgendwann reicht es auch mal Emma-Normal.
Also ist davon auszugehen, dass es weniger wird, anstatt mehr – an Jahren.
Wie immer ergießt sich der Neubundesaußenminister und nicht Englischsprecher am Ende in geistige Höhenflüge und ruft zur „geistig politischen Wende“ aus.
Ach, Guidolein, diese Wende, die Du heraufbeschwören möchtest, ist so alt, wie das Amen in der Kirche.
Feudalismus, Knechtschaft und das Sklaventum ist ein alter und lang geführter Herrscherzopf. Dies möchte man ihm in seine werten Ohren flüstern.
Verharrend in seiner Kritikresistenz verstünde er diese Anregung nicht und begründete diese Ansicht mit dem „Virus im Denken“.
Vom Winter über das Dreikönigstreffen kommen wir zu einem verbindenden Thema.
Wenn man/frau, wie unsereins auf dem Land aufgewachsen ist, dann ist der Aberglauben nicht fern. Im Glauben des „Abers“ spricht man gerne über Zeichen:
Als am 3. Juni 1998 in Eschede der ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen“ verunglückte, und dieses Ereignis als größtes deutsches Zugunglück in die Annalen der Bundesrepublik einging, da stürmte der damalige niedersächsische Ministerpräsident und Kanzleranwärter zum Orte des Geschehens. Die Fernsehrbilder gingen um die Welt: er kniete vor den Trümmern des schnellsten Fortbewegungsmittels auf Schienen. Zu diesem Bildern sprach eine alte Weise:"Mensch, wenn das nicht ein Zeichen ist."
Am 27. September 1998 wurde aus dem Anwärter der Basta-Kanzler und tatsächlich sein politisches Agieren, gaben dieser Frau recht. Schlimmer ging es kaum - noch.
Mit dem 27. September 2009 schloss sich hier eine Zeitspirale und sollte der Winter im Jahr 2010 als der längste und kälteste in die Geschichte eingehen, so wäre man vermutlich nicht zu naiv zu konstatieren, es könne sich auch hier um ein Fingerzeig des Schicksals handeln, denn die Kälte im Außen, ist die Frostigkeit, mit der diese Partei samt ihrer Koalitionsschwester die Republik kahl schlägt.
Aber in unserer aufgeklärten Zeit ist es nicht schicklich sich um Prophezeiungen und Deutungen aus dem Nichts zu kümmern, man handelt mit Statistiken, Zahlen und Fakten, primitiver Volksglaube reicht nicht aus. Obwohl wenn man sich manche Kaffeesatzleserei unserer Statistiker betrachtet….
Was ist naiver, das Schicksalsdeuten an Ereignissen oder das Lesen der linientreuen Presse?
4 Tage klassischer Winter, die Hysterie ist nicht mehr zu stoppen.
Es ist wirklich abartig, wie diverse TV-Sender und ein ganz besonderes BLVD-Blatt die Menschen in Deutschland fast gerade dazu aufgefordert haben, Hamsterkäufe zu tätigen. Angstmacherei, damit die Menschen für mehr Umsatz in Deutschland sorgen. Welch peinliches Zeugnis.
Armes "Daisy“-Deutschland!