Zwar kann man man einwenden, dass Microsoft bei solchen Totalausfällen wie Vista, ein Update auf die neueste Version kostenlos angeboten hat, was aber nur der absoluten Unbrauchbarkeit von Vista zu verdanken war. Daraus etwa ableiten zu wollen, das man in Redmond Vernunft angenommen hätte, wäre wohl ein grundsätzlicher Denkfehler.
Dies hat jetzt auch die Verbraucherschutzorganisation Aduc in Italien erkannt und bereitet eine Sammelklage gegen Microsoft vor, deren Sinn es ist, dass all die Leute, die gegen ihren Willen mit Windows im Zusammenhang mit einem neuen Computer beglückt werden, eine Entschädigung erhalten. Dies wäre eine hervorragende Lösung, die auch in anderen Staaten Europas angestrebt werden sollte.
Die scheinbare Dreingabe von Windows verzerrt nämlich den Wettbewerb und positioniert ein Betriebssystem weit vorne, weil es eben da ist. Es verhindert aber auch gleichzeitig die Entwicklung von besseren Computern, weil es für die Hersteller ausreicht, wenn ein Computer mit dem aktuellen Windows einigermaßen schmerzfrei läuft, auch wenn er dabei weit hinter den aktuellen Möglichkeiten zurückbleibt.
Es spricht übrigens nichts dagegen Windows auf einem Rechner zu verwenden. Nur muss dies zu einer bewussten Entscheidung werden und dazu ist es erforderlich, dass die Kosten für Windows, demjenigen der es kauft, auch über einen offenen Kaufpreis bewusst werden. Den relativ hohen Preis für Windows in der Hardware zu verstecken ist keine faire Lösung. Es ist allerdings die einzige Lösung mit der Windows dauerhaft überleben kann.
Ein Windows 7 Professional 64 Bit OEM kostet heute 114 Euro und ein Windows 7 Home Premium 64 Bit OEM kostet heute 77,95 Euro bei Amazon. Eine Vielzahl von Linux-Systemen kostet nur den Download und selbst wenn man Ubuntu als Doppel DVD mit Handbuch erwerben will, liegt man bei 14,95 Euro. Wie würde sich wohl die Mehrheit der Benutzer entscheiden, wenn das Betriebssystem bezahlt werden müsste. Die Antwort ist einfach.
Microsoft müsste erheblich mit den Preisen herunter und sich völlig anders verhalten. Es entstünde Wettbewerb den es heute nicht gibt. Aber gerade in einer Spitzentechnologie wie dem Betriebssystem muss es Wettbewerb geben, damit Fortschritte erzielt werden können.
Der Fall bei Apple liegt übrigens anders. Die liefern ihr Betriebssystem nur mit ihrer Hardware. Das kann man akzeptieren und bei den Preisen von Apple weiß man auch, dass für das Betriebssystem ein fairer Preis eingerechnet ist. Microsoft lässt sein Betriebssystem von den Leuten subventionieren, die es nicht brauchen oder sogar nicht haben wollen. Dieser Zustand muss beendet werden.
Da aber in den meißten Fällen heutzutage Notebooks ausreichen und wesentlich praktischer sind, fällt dieser Vorteil weg.
Würden Sie ein Auto kaufen bei dem sie nur bei Aral tanken dürfen?
Es hat Sie doch keiner gezwungen, den Rechner zu kaufen.
Herr, lass Gehirn regnen.
Nur eine Frage: Wahrscheinlich habe ich Tomaten auf den Augen, ich finde nirgends Deine CC- oder Piratenlizenz. Die muß ich noch nachtragen. Was ist nu' die Lizenz?
Ach so: Der Text ist auf http://bernhardsweblog.blogspot.com/2010/01/schadensersatz-wegen-vorinstalliertem.html
Herzliche Grüsse
Bernhard