Es gibt so Nachrichten die machen selbst einen alten Zyniker so richtig glücklich. Seit dem sich sicher abzeichnet, dass der Freiherr von und zu Guttenberg gleich zu Anfang seiner Tätigkeit als Verteidigungsminister, mit seiner Einschätzung das Kriegsverbrechen um die ermordeten Zivilisten bei den Tanklastern in der Nähe von Kundus sei angemessen gewesen, grandios daneben gelegen hat, wird alles mögliche von den rechten Weggefährten getan, um den verglühenden Stern Guttenberg im Spiel zu behalten.
Besonders schön ist es dann, wenn die Zeitung für gemeinste Menschenverachtung, die Bild Zeitung aus dem Hause Springer eingesetzt wird um solch einen politisch eigentlich schon toten Politiker dann doch noch zu retten und quasi von hinten herum unter Einsatz aller nur erdankbaren Lügen heilig zu sprechen. Alleine die
Wortwahl zeigt schon wie groß das Versagen Guttenbergs gewesen ist:
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bei seiner öffentlichen Einschätzung am 6. November 2009, der Nato-Luftangriff von Kundus sei "militärisch angemessen" gewesen, hat sich Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg offenbar beinahe wörtlich an ein Dokument des Einsatzführungsstabes der Bundeswehr gehalten. Das berichtet heute die "Bild"-Zeitung . Der Stab, der direkt dem Generalinspekteur unterstellt ist, habe demnach am 3. November, drei Tage vor dem Statement zu Guttenbergs, eine Auswertung des ISAF-Untersuchungsberichts vorgelegt. Darin heiße es: "Trotz einiger Verfahrensfehler ist festzuhalten, dass COM PRT KDZ auf der Grundlage der ihm zum damaligen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen und vor dem vorliegenden Bedrohungshintergrund militärisch angemessen gehandelt hat." Vier Wochen nach seiner Erklärung hatte der Verteidigungsminister seine Bewertung revidiert und erklärt, der Bombenangriff sei "nicht militärisch angemessen" gewesen.
Ist es nicht herrlich. Guttenberg labert die hausinternen Lügen der Bundeswehr nach und soll dadurch unschuldig sein. Das würde bedeuten, dass sich jeder dieser verkommenen Politiker darauf rausreden kann, dass er keine Informationsquellen außerhalb seines Amtes und außerhalb der Systemmedien hat. Dann hätte allerdings auch Jung blieben können. Aber dem ist nicht so. Information ist eine Holschuld. und schon am 8. September wurde auf Duckhome und weltweit über das unfassbare Kriegsverbrechen des Oberst Klein berichtet.
Der Freiherr von und zu Guttenberg hätte also sensibilisiert sein müssen und es muss ihm klar gewesen sein, dass seine Militärs mauern könnten. Wenn er trotzdem so quasi mit einer riesigen Arschbombe in sein neues Betätigungsfeld springt und dann kurz danach zu Kreuze kriechen musst, dann verrät dies, dass der Freiherr eben nicht zu gebrauchen ist. Er hat kein Rückgrat und was jetzt von ihm übrig geblieben ist, ist ein aufgeblasenes Männchen, dass nur noch von so Komikern wie der Blödzeitung hoch gehalten wird.
Deutschland hat einen Verteidigungsminister verdient und nicht so eine Kreatur. Allerdings passt Guttenberg gut in das Kabinett Merkel II. Von denen wird keiner zurücktreten und die Mutti hat im Moment auch nicht die Kraft, sich von solchen Leuten zu trennen. Armes Deutschland.
wieder ein sehr trefflicher Artikel ...
schade nur, dass selbst Sie der "Mutti Merkel" auf den Leim gehen, trägt doch diese Propaganda nicht unerheblich zur Verharmlosung dieser Person und deren Unwesen bei.
Und sorry bitte ... ich möchte nicht etwa als "neunmalklug erscheinen" (meine Anmerkerung ist freundlich gemeint).