Im allgemeinen ist es mir total egal, ob und an welche Götter die Leute glauben. In besonderen Fällen bin ich auch dabei, zum Beispiel wenn ich hoffe, dass sie für die ekelhaftesten Sünder eine richtig heisse Hölle bereithalten, Dantes Inferno! Für Kinderhändler zum Beispiel, die Not und Chaos in Haiti für ihre Geschäfte ausnutzen. Die möchte ich in der Hölle schmoren sehen. Ob Katholizismus oder Voodoo - das wäre was, wenn die Priester da mal ein wenig "wirken" könnten. Die verstehen doch was davon. (Am besten wäre natürlich was sofort "Wirksames").
Aber näher liegen mir die irdische Möglichkeiten. In Bolivien ist feierlich die Regierung von Evo Morales in ihre zweite Amszeit eingetreten. Julia D. Ramos Sánchez, Ministerin für ländliche Entwicklung und Landfragen Boliviens äußert voller Hoffnung: "Jetzt können wir den Neoliberalismus beerdigen", - in einem Interview, das Benjamin Beutler für die Junge Welt mit ihr führte (über Womblog). "Wir wollen vor allem falschen Egoismus und Individualismus überwinden. Ein Land voller Solidarität und Respekt ist unser Ziel."
Wenn Lateinamerika seinen Zusammenhalt aufrechterhalten kann, dann besteht die berechtigte Aussicht auf eine andere, eine bessere Welt. Ein gutes Stück des Weges dahin ist man bereits gegangen. Und wenn Haiti Teil dieser Gemeinschaft bleibt, dann wird auch Haiti in eine bessere Zukunft blicken. Die Überlebenden der Erdbebenkatastrophe brauchen einen Neuanfang. Dass dieser glückt, wünscht man ihnen sehr. Hoffentlich paßt die Weltgemeinschaft, die ihre Solidarität durch Spenden und Hilfen gezeigt hat, gut darauf auf.
Wer sich weiterhin informieren möchte, der kann dies gut über das Portal amerika21.de, das laufend Berichte aus Lateinamerika liefert. Danke übrigens.



















