Einmal reagierten Politik, Post und Gewerkschaft richtig und ehrlich und legten den zwischen Verdi und dem Arbeitgeberband ausgehandelten Mindestlohn von 8,40 bis 9,80 Euro als offiziellen Mindestlohn fest. Ein Lohn von dem man leben kann, wenn auch nicht besonders gut. Aber natürlich klagten PIN-Post und TNT. Sie klagen übrigens auf Kosten des Steuerzahlers, weil sie die Klagekosten von der Steuer absetzen.
Selbstverständlich kannte
der Volksgerichtshof das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seine Aufgabe genau und kippte diesen Mindestlohn. Es war den Richtern völlig egal, wieviel Menschen sie damit in die Armut schickten. Hauptsache sie hatten dem Kapital gedient. Es ist diese Art von richterlicher Arroganz und blutiger Gemeinheit, wie sie seit Freisler immer wieder in der deutschen Justiz auftaucht.
Natürlich haben die Richter ein Hintertürchen gefunden mit dem sie den unbeliebten Mindestlohn kippen konnten. Da gibt es immer einen Trick, weil Juristerei eben nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Die Richter werden ihr fettes Gehalt weiter bekommen, wahrscheinlich nach ihrem Übergang in die Pension auch noch nette Pöstchen vom Kapital, weil sie so brav mitgearbeitet haben.
Richtig wäre jetzt ein Streik aller Menschen die Post transportieren und verteilen und die Gesellschaft sollte sich anschließen. Das wird noch nicht passieren. Aber die Menschen sollten sich merken, dass die Richter am Bundesverwaltungsgericht, die dieses Urteil verbrochen haben, nie mehr in ihrem Leben als Hartz IV verdienen dürfen. Sie sollen erfahren wie es ist, arm zu sein. Irgendwann werden die Menschen Deutschland regieren und dann ist es an der Zeit diesen Richtern zu zeigen, was sie getan haben. Sie machten andere arm und dann sollen sie selbst bitterarm werden.
Natürlich frohlocken die gekauften und liebdienerischen des Großkapitals in den Parteien schon wieder. Unions-Bundestagsfraktionsvize Michael Fuchs brüllte es den arbeitenden Menschen schon laut ins Gesicht, dass er keinen neuen Mindestlohn will. Er plädiert dafür, das neue und natürlich für die Menschen viel schlechtere Tarifverträge abgeschlossen werden sollen. Die Hornissenkoalition ist eben an der Macht und die Menschen zählen nichts mehr.
Im Leipziger BVG freilich gibts auch Dr. Deiseroth (SPD-Berufsrichter), der, freilich nicht als Berufsrichter, sondern als wissenschaftlicher Gutachter, zum weiland Reichstagsbrand 1933 hervorragende Expertisen veröffenticht hat und ab und an mal´n brauchbaren Text in den Habermas-"Blättern" publiziert.
Wie gesagt: Nicht als BVG-BerufsRichter. Als
engagierter SoziJurist und ZeitGenosse.
Auch da, in dieser Spaltung, liegt ein Problem.
Gestern war´n Mini- und heute ist´n Mega- historisches Datum ... aber das wissen Sie ja,
oder?
Ob jetzt ernst gemeint oder nicht, aber es war zu lesen, dass das Gericht das Urteil im Ergebnis durchaus bedauert.
Das Gericht wusste genau was es tat und so wissen die anständigen Menschen was mit diesen Richtern tun werden, wenn das Volk regiert.
Sie werden mit Bedauern enteignet und für den Rest ihres Lebens mit Bedauern auf Hartz IV gesetzt. Danach geben wir dann in die Kantine und grinsen, wie sie es auch getan haben.
Prost.
gruß
jc
Nur ein Mindestlohn von 10,50 Euro und eine möglichst harte Verfolgung von Spielern und Steuerhinterziehern kann Deutschland wieder reich machen.