Nachdem der Minister für die Förderung der Pharmaindustrie Rösler (FDP) gerade mit der Zustimmung der CSU, Peter Sawicki als Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gefeuert hat, ist Söders Aussage eine besonders freche Lüge. Sawicki stand als einziger zwischen dem Profitdenken der Pharmabetrüger und den Zahlpflichten der solidarischen Kassen. Nur sein ständiges Hinterfragen verhinderte, dass die Pharmabetrüger absoluten Dreck von den Kassen bezahlt bekamen.
Dies haben die FDP und die CSU zusammen mit der CDU beendet. Die solidarischen Kassen sollen ja gerade zwischen den Pharmabetrügern und den privaten Krankenversicherung zerrieben werden. Überhaupt Schadensersatz von der deutschen Pharmaindustrie. Solche Prozesse gehen doch meist aus wie das Hornberger Schießen. Die Pharmabranche bezahlt Cents wo sie Milliarden verdient hat.
Wer da von Gewährleistung für die Wirksamkeit von Medikamenten spricht, sollte sofort alle Medikamente absetzen, die er nimmt. Bei deutschen Politikern wie Söder müssen das hammerharte Drogen sein, die solche einen Unfug auslösen. Aber selbst für Leute wie Söder einmal zum mitschreiben.
Medikamente werden von Ärzten verschrieben, die ihrerseits den Beteuerungen der Pharmaindustrie oder doch zumindest den ständigen Bestechungen dieser Truppe glauben. Dies bedeutet, das die Pharmaindustrie gar keine Verantwortung dafür hat, dass der Arzt zur entsprechenden Krankheit auch das richtige Medikament verschreibt. Der Arzt hat natürlich auch keine Verantwortung, weil ihm niemand eine ordentliche Befundermitttlung oder gar eine sichere Feststellung der Krankheit vorschreibt.
Der Arzt stellt nach bestem Wissen und Gewissen und in Windeseile fest, was der Patient haben könnte, und verschreibt dann der Pharmaindustrie ihre Gewinne. Überlebt der Patient, ist alles gut. Stirbt der Patient, dann war er eben unbelehrbar. Bleibt der Patient krank, wird das nächste Mittel versucht. Wird der Patient wider Erwarten gesund muss bei ihm eine neue Krankheit gefunden werden.
Das deutsche Gesundheitswesen dient der Arbeitsbeschaffung für Ärzte, wobei möglichst viele Ärzte an einem Patienten beteiligt werden müssen. Die vielen Patienten bei den Ärzten lassen natürlich keine ordentliche Behandlung zu, was weitere Arztbesuch sichert.
Da will Söder also Verantwortliche finden. Außer dem Patienten gibt es da keine Verantwortung. Der muss wissen welche Pillen er lieber gleich wegwirft. Rösler will jetzt um Bürokratiekosten zu sparen sogar jedes Qualitätsmanagement in der Medizin abschaffen. Ist ja auch logisch. Was hat FDP schon mit Qualität zu tun? Wenn Söder da Gewährleistung fordert dann geht er auf Dummenfang.
Dummenfang ist übrigens ein probates Mittel der CSU. Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer von der CSU will, dass in seinem Ministerium - ja auch der hat eines abbekommen - keine eingedeutschten Fremdworte aus dem Englischen mehr auftauchen. So übersetzt er "Inhouse Meeting" mit "hauseigenen Seminar", was zeigt, dass Westerwelle und Oettinger mit ihren mangelnden Englischkenntnissen kein Einzelfall in der deutschen Politik sind. Mal sehen wenn er mit seinem beweglichen Funkfernsprechgerät auf jemanden trifft, der einfach ein Handy benutzt. Aber den braunen am Rand der Union hat er einen großen Gefallen getan und dafür ist er wohl da.
Wenn man über deutsche Politiker spricht, fällt einem nur immer wieder auf, wie dämlich man eigentlich sein darf um in Deutschland Macht zu haben. Nein, das sagt nichts über die Intelligenz der Deutschen aus. Die haben bei der Auswahl der Politiker nämlich nichts zu sagen. Es sagt nur, dass das deutsche Parteiensystem nichts taugt, weil es die Dummen an die Macht bringt.
Wenn alle Politiker doof und alle Parteien korrupt sind, dann hilft ja nur noch
Феликс Эдмундович Дзержинский
oder Aufklärung, Aufklärung, Information für die Massen.
Deshalb halte ich auch nichts von der Abschaffung des öffentl. rechtl. Rundf.
Stellt die Schleimer und Liebediener in den Anstalten an den Pranger. Das dauert lange ist Mühsam aber demokratisch.
Blogger aller Länder einigt euch.
Ihre Einschätzung, dass die Hornissenkoaltion "die ersten 100 Tage Regierungszeit gründlich vergeigt" hat, kann ich nicht teilen, denn
a) vergeht aufgrund des "chaotischen" Regierens [so zumindest die Außendarstellung] die Zeit bis zur NRW-Wahl wie im Fluge
und
b) was gar noch fataler ist, es vergeht zunehmend Zeit, in der sich die Menschen an die rot-grünen "Reformen gewöhnen" ... oder anders formuliert: Die ungeheuren Verwüstungen von Rot-Grün [gleich in welchen polit. Bereich] werden so zementiert und damit unumkehrbar. – Für eine/n taktisch-kluge/n PolitikerIn von Schwarz-Gelb - die - Priorität.
Nur ein polit. Naivling käme derzeit der Gedanke, noch richtig "draufzusatteln" bzw. die "Daumenschrauben noch fester ziehen" zu wollen, so etwa Rösler mit der "Kopfpauschale" ... ein Grund, warum sich die FDP im freien Fall befindet.
Letztlich aber erfolgte die jüngste BT-Wahl erst vor rund vier Monaten, somit also sehr viel Zeit verbleibt; ein "Geschrei" des Pöbels bzw. irgendwelche Umfragen mit schlechten Ergebnissen dürften da allenfalls rektal tangieren; und das gilt erst recht für die Zeit nach der NRW-Wahl.
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"Es ist der schwerste Entschluss meines eigenen Lebens gewesen. Ich habe ihn gewagt, weil ich glaubte, daß es sein muß. Ich habe ihn gewagt, weil ich überzeugt bin, daß nun nicht mehr länger gezögert werden darf. [...] Und daß, wenn es auch heute uns ungerecht beurteilt und wenn Millionen uns verfluchen mögen, einmal die Stunde kommt, da sie [...] einsehen werden: Sie haben wirklich nur das Beste gewollt [...]."
Adolf Hitler am 10. Februar 1933 - was, im Vergleich zum [auch an Unverfrorenheit nicht zu überbietenden] Bundesgesundheitminister, geradezu als BESCHEIDENHEIT anmutet:
"Ich brauche die Zustimmung der gesamten Koalition und die gute Nachricht ist, ich weiß, dass ich mehr als 80 Millionen Menschen auf meiner Seite habe, fünf Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Arbeitnehmer im Gesundheitswesen, und ich glaube, das sind gute Argumente für alle Koalitionäre in diesem Land."
Philipp Rösler am 3. Februar 2010
- "Knobel"aufgabe für die "Duckhome"-Gemeinschaft: Wer ist größenwahnsinniger?
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Bisher war diese Graphik --- http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Ffarm4.static.flickr.com%2F3504%2F4037030474_bd3fd5c56f_o.jpg --- über die FDP [und damit vom Großen Vorsitzenden auch von Rösler] als überzogen anzusehen - nun, mit der vorgestrigen FDP-Demagogie nicht mehr.
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- Das, was Union und FDP da vorhaben, ist nicht nur das Ende der paritätischen Krankenversicherung, einem 126 Jahre alten System, um das uns die halbe Welt beneidet. Es ist vor allem der Ausstieg aus dem Solidarsystem und die endgültige Zementierung der Zwei-Klassen-Medizin.
Schon jetzt ist absehbar, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft chronisch unterfinanziert sein wird. Die Pauschalbeiträge für die Versicherten werden so hoch sein, dass sich jeder, der es kann, in die private Krankenversicherung verabschieden wird. Zurück bleiben die Geringverdiener und diejenigen die so krank sind, dass sie von den Privatversicherungen abgelehnt werden. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden dann wohl radikal zusammengestrichen. Zurück bleibt eine Art Rumpf-Absicherung für arme Schlucker.
Die Kopfpauschale kommt! --- http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.tagesschau.de%2Fkommentar%2Fkommentar380.html
- Tatsächlich arbeiten Christlich-Konservative und Sozialdemokraten genau wie die FDP seit Jahren daran, das mehr als ein Jahrhundert alte Modell der Sozialversicherung zu unterminieren. Wer dahinter steht, ist offensichtlich. »Arbeitgeber« fordern seit langem, die Gesundheitskosten einseitig den »Arbeitnehmern« aufzubürden.
Das 1883 von Bismarck erlassene »Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter« hat das Verhältnis zwischen Lohnabhängigen und Unternehmern in Deutschland über hundert Jahre geprägt. Die Grundidee - mit der der strategisch gewiefte Kanzler seinerzeit der aufstrebenden Sozialdemokratie das Wasser abgraben wollte - war bestechend einfach: »Arbeitgeber« und »Arbeitnehmer« teilen sich die Kosten halbe-halbe. Nicht mal die Nazis wagten sich, das System komplett zu zerstören.
Konterreform der Sozialversicherung: Zurück vor Bismarck --- http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.jungewelt.de%2F2010%2F01-26%2F038.php%3Fprint%3D1
Bei der „Geld-zurück-Garantie" handelt es sich nicht um „Söders neuesten Blödsinn“, sondern um eine relativ neue Vermaktungs-Strategie der Pharma-Industrie für überteuerte Arzneimittel. Ein Beispiel ist im „Arznei-Telegramm“, 39, 1-3 eindrucksvoll beschrieben (http://www.arznei-telegramm.de/html/2008_01/0801001_01.html):
... „Etwas ganz Besonderes hat sich Novartis für die Osteoporosetherapie mit dem intravenösen Bisphosphonat Zoledronat (ACLASTA) einfallen lassen: Mit der DAK hat die Firma vereinbart, dass sie der Kasse im Falle einer osteoporotischen Fraktur innerhalb eines Jahres nach Infusion die Kosten für das Mittel erstattet (*Risk-Share-Vertrag*). Im Gegenzug versucht die Kasse, ihre Versicherten auf ACLASTA umzustellen.“...
... „Für die einmal jährliche Infusion von Zoledronat (561,63 €/Infusion) fallen für 1.000 Frauen 561.630 € pro Jahr an. In der Zulassungsstudie kommt es bei 8,4% der Anwenderinnen innerhalb von drei Jahren unter dem Bisphosphonat zu einer klinisch auffälligen Fraktur. Bezogen auf 1.000 Frauen und ein Jahr müsste Novartis demnach Arzneimittelkosten in Höhe von 15.726 € für 28 Frauen erstatten, die trotz Therapie eine Fraktur erleiden. Die Kasse müsste aber immer noch 545.904 € pro Jahr aufwenden, das sind 60% mehr als für ein preiswertes Alendronat-Generikum (z.B. ALENDRON BETA: 105,03 € für 112 Tbl. zu 10 mg, entsprechend 342.285 €/1.000 Frauen/Jahr).