Tatsächlich ist damit endgültig alles was man über Religion sagen muss, gesagt. Aber die klare Erkenntnis einiger weniger, dass die Religion ein fauler Zauber ist, mit dem die gepeinigten Menschen ruhig gehalten werden sollen, räumt das Problem nicht aus dem Weg. Schwache Menschen brauche starke Religionen um ihr Leben ertragen zu können. Desto schwächer die Menschen, desto stärker die Religion.
Religion ist aber auch ein gutes und sehr einträgliches Geschäft. Wer heute eine evangelikale Freikirche aufmacht, kann schon bald sehr gut davon leben und sich auch ein schönes Vermögen für das Alter beiseite schaffen. Das haben in Berlin schon einige hinbekommen. Wer sich den Reichtum der katholischen Kirche ansieht, der weiß wie das endet.
Religion bedeutet aber auch Macht. Macht über die einfachen Menschen, die Gläubigen, aber auch über Politik und Kapital. Macht und Geld verderben aber den Charakter, zumindest immer dann wenn es eine unkontrollierte Macht ist. Religiöse Macht ist immer mit dem alleinigen Anspruch auf die Wahrheit verbunden. Bei der katholischen Kirche kommt dann noch die angebliche Unfehlbarkeit des Papstes hinzu, der natürlich nicht unfehlbar ist sondern wie am Ratzinger leicht zu erkennen ist, absoluten Bockmist baut.
Der Zölibat, also die Ehelosigkeit, als Voraussetzung des stets männlichen Priesteramtes, gilt zwar als freiwillige Leistung, ist aber in der Realität ein ständiger Zwang, der den menschlichen Bedürfnissen zutiefst widerspricht. Natürlich gibt es eine gewollte Ehelosigkeit aus diversen Gründen. Aber sie ist eher selten und schließt sexuelle Betätigung nicht aus.
Katholische Priester und Mönche sind nicht nur zur Ehelosigkeit sondern auch zur vollständigen Unterdrückung des Geschlechtstriebs freiwillig gezwungen. Der Grund dafür ist einfach. Verheirate Priester könnten so eine Art Erbpriesterschaft begründen und damit dauerhaft die Macht der Kirche zersplittern. Außerdem würden verheiratete Priester Rücksicht auf ihre Familien nehmen und wären nicht mehr die leicht zu steuernden Propagandisten ihrer Religion.
Natürlich muss für die Priester einen Ersatz für den Verzicht auf ein offen praktiziertes Geschlechtsleben geben. Wichtigster Ersatz ist die Macht, die das Amt des Priester seinem Besitzer über die Menschen gibt. Er ist sozusagen der reale Vertreter seines Gottes und alles was ihm getan wird, wird auch seinem Gott getan. Da geht es nicht nur um gute Bratenstücke und bares Geld, sondern auch um Unterwerfung, an der manch einer seine Lust findet.
Aber auch an normalem Sex mangelte und mangelt es nicht. War früher die Pfarrköchin genauso allzeit bereit wie manch alleinstehende Dame, so gibt es heute echte Groupies die unbedingt ihrem Pfarrer das Leben erleichtern müssen und wie Pfadfinderinnen allzeit bereit sein. Natürlich gibt es auch wahre Liebe, die sind am ärmsten dran.
Selbstverständlich gibt es unter den Priestern einen Anteil an homosexuellen und der stellt wie im normalen Leben auch keine Bedrohung dar, ist in der Kirche nur noch viel härter unterdrückt, als in der sonstigen Öffentlichkeit. Und natürlich gibt es einen Anteil an Pädophilen. Dieser Anteil dürfte sogar viel größer als in der normalen Bevölkerung sein, weil es als katholischer Priester viel einfacher ist, an seine Opfer heranzukommen und weil die Erfahrung zeigt, dass es nur selten zu einer Konsequenz oder gar Strafverfolgung führt, wenn ein Fall aufgedeckt wird.
Die Opfer und auch ihre Eltern müssen zunächst eine Reihe von Abhängigkeiten durchbrechen um überhaupt etwas zu tun zu können. Als erstes müssen sie sich darüber im klaren werden, dass der Stellvertreter Gottes in ihrer Gemeinde kein Mann Gottes sondern ein Schwein (Entschuldigung an alle realen Schweine) ist. Da der Priester seine Legitimation über den Bischof und letztendlich vom Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden bezieht, bedeutet das in der Realität, dass sie die Handlungsweise ihres Gottes in Frage stellen müssen.
Wie oft da lieber dem Kind, also dem Opfer nicht geglaubt wird und wieviele Kinder einfach still leiden, vermag man nicht abzuschätzen. Aber es dürfte die große Mehrheit sein. Ans Licht kommen nur die Fälle, bei denen der Leidensdruck der Opfer so groß ist, dass sie sprechen müssen. Was mit den anderen im Laufe ihres Lebens geschieht, die nicht sprechen konnten oder durften, vermag niemand zu sagen. Ihr Leid lässt sich nicht ermessen.
Aber selbst wenn solch ein Fall offen zu Tage kommt, dann hat es meist einen Vorgesetzten wie den
Regensburger Bischof Georg Müller der bereits verurteilten Kinderschändern schnell neue Möglichkeiten zum Kindesmissbrauch verschafft.
Eine echt erfreuliche Verfahrensweise hat da der Rektor des Berliner Canisius-Kolleg Pater Klaus Mertes an den Tag gelegt und sein Satz das es jetzt ausschließlich um die Gerechtigkeit gegenüber den Opfern und nicht um den Ruf der Schule geht ist der erste wirklich ehrliche und christliche, der jemals zu diesem Thema aus der katholischen Kirche zu hören war.
Genauer gesagt geht es zunächst darum, dass sie überhaupt gehört werden, nachdem ihnen das Zuhören verweigert worden ist
Die Opfer anhören und sie nicht niederprügeln. Das ist das Gebot der Stunde. Aber die Kirche steckt in ihren alten Traditionen fest. Das übelste Beispiel ist Pater Eberhard von Gemmingen der wortwörtlich sagte:
Es ist fatal, nun den ganzen Orden schlechtzumachen. Ich muss einen Vergleich ziehen: Mit den Juden ist es so losgegangen, dass vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat. Dann aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen. Man darf nicht von einzelnen Missetaten ausgehen und eine ganze Gruppe verurteilen. Und die Gefahr, dass das passiert, ist groß.
Dieser Christ und ehemalige Leiter von Radio Vatikan hat genau das ausgedrückt was die Mehrheit der Kirche denkt. Er will den Menschen erzählen, dass es natürlich einen Grund für den Holocaust gegeben hat und die Vorwürfe gegen die Juden berechtigt waren, aber eben nicht alle schuldig gewesen wären und gleichzeitig benützt er den Holocaust um Kritik an seinem verkommen Orden und der verkommenen Kirche abzuwehren. Natürlich hat er bereits widerrufen. Das kostet ihn nur eines seiner gemeinsten Lächeln und er hat für viele sein Ziel erreicht.
Pater Eberhard von Gemmingen konnte bisher kein Kindesmissbrauch nachgewiesen werden. Seine Reaktion scheint aber darauf hinzudeuten, dass man dort einmal sehr viel genauer nachsehen sollte. Da jault einer, der vielleicht zu Recht getroffen wurde. Pater Eberhard und seine miese Gesinnung werden sich in der offiziellen katholischen Kirche durchsetzen. Das steht außer Frage.
Pater Klaus Mertes und auch
Pater Friedhelm Mennekes werden für ihre offene und ehrliche Haltung von der Ratzinger Kirche mit Sicherheit hart bestraft, aber das bringt solche Worte auch nicht mehr aus der Welt:
Ihre Ordensoberen kannten die Vergehen und haben die Täter teilweise einfach nur versetzt.
Da hat der Orden keine glückliche Rolle gespielt. Also, im Moment ist es schwer, Jesuit zu sein. Ich hatte schon mit manchen Klöpsen zu tun, aber nie waren sie so dick und nie kamen sie so nah an mich heran. Andererseits finde ich das Verhalten der heute Verantwortlichen vorbildlich. Der Weg der schonungslosen Aufklärung, der klaren Rede ist alternativlos. Wer weiß, was noch alles herauskommt? Aber ich glaube, es gibt bei uns den Mut zu sagen: Okay, dann muss es jetzt raus!
Sie erwähnten Ihre Arbeit mit Kindern. Fällt darauf jetzt ein Schatten?
Wenn ich es mit neuen Eltern zu tun bekam, war einer meiner ersten Sätze: "Trauen Sie keinem Pfarrer! Schauen Sie genau zu, was ich mache! Ich möchte, dass bei unseren gemeinsamen Aktionen immer mindestens ein Elternteil präsent ist. Ich bin auch nicht Ihr Vorbild, zwingen Sie mich nicht in diese Rolle." Eine Pädagogik unter Aufsicht war mir immer sehr wichtig. Und die Kirche per se verdient keine größere Vertrauensseligkeit als andere Institutionen.
Nein die Ratzinger Kirche, die sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnt, verdient keine Vertrauensseligkeit, sie verdient tiefes Misstrauen. Solange der Zölibat besteht, die Priesterschaft der Frau ausgeschlossen ist und jegliche Kontrolle unterbleibt, ist die katholische Kirche als kriminelle Vereinigung zum Kindesmissbrauch anzusehen. Sie hat dies überall auf der Welt gezeigt.
Schon lange hätte der Ratzingerpapst Stellung beziehen müssen, aber er ruft lieber zum Kampf gegen und zur Bekehrung der Ungläubigen auf, anstatt seinen eigenen Stall kräftig auszumisten. Die Gelegenheit wäre jetzt da. Die Erfordernis besteht schon lange, aber Ratzinger ist und bleibt ein Feigling. So wie er 68 vor den Studenten floh, flieht er auch heute ständig seiner Verantwortung. Er ist seinem Amt nicht gewachsen und die Mehrheit der deutschen Bischöfe auch nicht.
Es ist an der Zeit, dass der Staat handelt. Der erste Schritt sollte die Aufkündigung des Konkordats sein und damit muss dann auch keine Kirchensteuer mehr abgeführt werden. Wenn das Geld nicht mehr so üppig fließt, bzw. aus Spenden kommen muss, dann wird die Kirche sich ändern müssen. Ansonsten bleibt alles wie es ist und die Pfaffen die Kinder missbrauchen werden einen Sieg davon tragen.
Um wenigsten etwas zu tun, ist es wichtig, dass an katholischen Schulen auch Kinder die nicht katholischen oder christlichen
Glaubens sind, eingeschult werden. Angesichts der erheblichen Gefahr die durch pädophile Priester und Pater für die Kinder besteht, ist es unbedingt erforderlich, dass auch Kinder die nicht vom katholischen Ungeist umnebelt an der Schule sind um Missbrauch zumindest zu erschweren.
In Hessen wo dank des vermutlich schwer kriminellen Ministerpräsidenten Koch, der zudem für seine Haltung gegen Ausländer bekannt ist, scheint es wie auch in NRW üblich zu sein, dass an katholischen Schulen nur katholische Kinder angenommen werden. Dies berichtet zumindest die
Frankfurter Rundschau:
Muslimische Kinder haben in Hessen kaum eine Chance, katholische Schulen zu besuchen. Das bestätigen Vertreter der Bistümer Mainz und Limburg. Er sehe keinen Grund, wieso muslimische Eltern ihre Kinder auf eine christliche Schule schicken sollten, sagt Eckhard Nordhofen, Dezernent für Bildung und Kultur im Bistum Limburg, das fünf Gymnasien und zwei weitere Schulen betreibt - unter anderem in Limburg, im Taunus und Rheingau.
Auch in den rund 25 Schulen in Trägerschaft des Bistums Mainz "kommen in der Regel muslimische Schüler nicht zum Zuge", sagt dessen Pressesprecher Tobias Blum.
Die katholischen Schulen werden vom Staat finanziert und das bedeutet, dass sie jeden Schüler nehmen müssten. Wenn sie sogenannte Ungläubige ausschließen, so bedeutet das vor allem, dass sie Kritik an eventuellem Missbrauch von Kindern ausschließen wollen. Gerade deshalb darf solch ein Vorgehen nicht geduldet werden. Wenigstens eine minimale Transparenz und eine geringe Chance zur Aufdeckung von Straftaten, muss erhalten bleiben um wenigstens etwas Abschreckung zu erzielen.
gottseidank erschien in der heutigen FAZ und auch in der FAZ vom letzten freitag und samstag niveauvolleres zum thema - durchaus kirchenkritisch, aber eben mit niveau.
von daher geben wir die hoffnung nicht auf
denkt sich
der
freche
jolie
Aber schön, dass es weh getan hat. Es jaulen ja immer nur die getroffenen Hunde.
Der einzige den ich kenne, ist Jesus Christus.
Missbrauch aller Art wäre nur in einer aufgeklärten Gesellschaft auf ein Minimum zu reduzieren.
Nur in der aufgeklärten Gesellschaft mit ihren freien und selbstbewussten Individuen kann eine Kultur der Verweigerung entstehen.
Die Abschaffung der Religion bedeutet noch nicht, dass es keinen Missbrauch mehr geben wird.
Meiner Meinung nach wäre der solidarische Staat, der seinen Bürgern die Angst vor dem materiellen Elend nimmt, die Antwort.
Aber wer will schon von selbstbewussten Mitgliedern aus seinen Pfründen gejagt werden?
Bischof Huber, der Verfechter von Hartz IV, Guido Westerwelle, das Büttel der Versicherungswirt-schaft, etliche Hamburger SPD Vertreter die Lobbyisten der Rüstungsindustrie, Angela Merkel, die Repräsentantin von alledem?
Zur Landtagswahl in NRW kann man an der Änderung der Verhältnisse mitwirken.
Und dem anderen Großhaufen, dem der Hubers und Käßmanns (nur des Proporzes Willen mal ‚ne Frau) verdankt unser aller missratenes Agit-Prop-Pfarrerstöchterlein seine Primärsozialisation. Aber gemeinsam begangene Ausbeutung und Missbrauch an Leichtgläubigen und „Schutz“befohlenen nennt man wohl auch Ökumene. Und das alles rechtfertigt auch die Blasphemie des großen „C“ im Parteinamen.
Noch Fragen?
Nein Danke, im Moment nicht!
Oder doch.
Ratzinger als Stellvertreter Gottes auf Erden?
Da weiß Gott gar nichts von. (ebenfalls Zitat Rether)
Zu dem Punkt Glauben und Religion,ist in dem Beitrag leider viel durcheinandergeraten.Man muss nicht in die Kirche gehen oder unterstützen um gläubig zu sein.Der Glaube kommt von Innen und dazu braucht man keinen Pfarrer,Kirche oder Papst.
Das Prinzip, mit dem die katholische Kirche schon immer erfolgreich arbeitet, ist:
1. Menschen dumm zu halten ...
2. Menschen zu unterdrücken ...
3. Menschen in große Angst und Not zu versetzen, denn wer große (Existenz)-Angst hat, ist eher bereit, an die Kirche und an Gott zu glauben.
4. Kinder durch faustdicke Lügen und schwarze Magie für die Kirche einzubinden. Hitler hat das übernommen.
5. Durch Beichte alles zu wissen, was man wissen muss.
6. Einen falschen Gott zu lehren, mit dem man dann machen kann, was man will.
7. Die "Sünden" der Menschen abzukaufen gegen gutes Geld und falsche Versprechen.
8. Vieles mehr - siehe Karlheinz Deschners Bücher über die katholische Kirche!!!
Die Erfolge der katholischen Erziehungstaktik:
Sie gebar 95 % aller brutalen Diktatoren wie Hitler, Mussolini, Pinochet, Marcos, Himmler, Göbbels, Göring, Freisler - und auch die brutale Mafia ging aus ihr hervor. Noch nie hat ein Papst ein Mafia-Mitglied exkommuniziert. In Kennerkreisen gilt er als ihr oberster Pate.
Noch Fragen, Kienzle???