< Datenklau – Erpressung demnächst über 40 Millionen Daten möglich | Aufgelesen und kommentiert 2010-02-12 >
Die deutsche Bahn - Das Elend mit den Vorstandsvorsitzenden
Die Geschichte der deutschen Bahn ist seit 1994, also mit der angeblichen Bahnreform ein Trauerspiel. Die Auswahl der Vorstandsvorsitzenden zeigt das gesamte Drama am einfachsten auf. Mit Heinz Dürr wählte man ausgerechnet den Typen, der sich schon bei der AEG als vollständig ungeeignet gezeigt hatte und letztlich für die Zerstörung der AEG verantwortlich ist und übertrug damit die notwendige Sanierung an einen offensichtlich absolut Unfähigen.
Der Napola Schüler der bestens unter den rechten Wirtschaftsführern verankert war, sollte in Wirklichkeit die Bahn auch gar nicht verbessern. Es ging darum sie sturmreif für eine Privatisierung zu machen, aber auch dazu war Dürr nur bedingt zu gebrauchen.
Unter Heinz Dürr wurde im übrigen entschieden, bei dem ICE 1 die Vollräder aus einem Stück durch gummigefederte Einringräder zu ersetzen wie sie bei viel langsameren Straßenbahnen üblich waren. Damit sollten Resonanzen bekämpft werden, die vor allem die Gäste im Speisewagen gestört hatten. Dürr wählte die billigste Lösung, wie es überhaupt in seiner gesamten Amtszeit immer nur darum ging billig zu sein.
Er wurde dann von Johannes Ludewig abgelöst und in den Aufsichtsrat weggelobt. Über Ludewig gibt es nicht viel zu berichten. Er war ein Politiker und seine Lieblingsbeschäftigung war die Pünktlichkeit der Bahn zu kontrollieren. Er hat mit seinem Pünktlichkeitsfimmel versagt und in seine Amtszeit fällt auch das ICE-Unglück von Eschede bei dem 101 Menschen ums Leben kamen und 88 schwer verletzt wurden.
Grund war ein Radreifen der unter Dürr eingeführt worden war und den trotz vielfacher Warnungen Ludewigs Truppe nicht den Erfordernissen gemäß gewartet und geprüft hatten, weil Wartung ja Geld kostet. Da Ludewig nicht die börsenfertige Bahn lieferte, wurde er durch Hartmut Mehdorn ersetzt, der ähnlich wie Dürr auch schon in der freien Wirtschaft bewiesen hatte, das er unfähig war ein Unternehmen zu führen.
Bei der Heidelberger Druckmaschinen AG weitete Mehdorn durch massive und intern oft als völlig irre bezeichnete Zukäufe die Produktlinie erheblich aus. Die Verschuldung dabei war so groß, dass der ganze von Mehdorn aufgekaufte Ramsch nach seinem Abgang für kleines Geld wieder verkauft werden musste und bis heute ist die Firma durch das Mehdorn Erbe schwer belastet und konnte sich nie wieder erholen.
Damit war Mehdorn natürlich für den Vorstandsvorsitz der Bahn bestens geeignet. Unfähigkeit gepaart mit absoluter Arroganz und Beratungsresistenz. Leichter konnte man die Wünsche des Großkapitals an die Bahn ja nicht erfüllen. Mehdorn kannte nur ein Ziel, die Privatisierung der Bahn. Dem wurde alles untergeordnet. Vor allem aber die Sicherheit.
Mehdorn hatte das grundsätzliche Prinzip der Bahn nicht verstanden. Er wollte nicht Güterbahn und Bimmelbahn auf dem Lande sein, die an jedem dickeren Baum hält. Er wollte Flugzeug auf Schienen mit der Hochgeschwindigkeitsbahn spielen und damit Gewinne erwirtschaften, die den Börsengang beförderten. So wurden Strecken stillgelegt wo es nur eben ging, der Güterverkehr auf die Straße vertrieben und im Regionalverkehr musste aufgrund schlechter Schienen die Geschwindigkeit so weit zurückgenommen werden, dass viele wieder aufs Auto umstiegen.
Gleichzeitig wurden die Wartungsintervalle überall gestreckt, auch bei Mehdorns Lieblingen den Hochgeschwindigkeitszügen. Verantwortungsvolle Bahner haben immer wieder gewarnt, aber durch Bespitzelung und harte Bestrafung von Leuten die die Wahrheit sagten, konnte Mehdorn den Unmut der Mitarbeiter lange Zeit unterdrücken. Dabei half ihm das Eisenbahnbundesamt, das seine Überprüfungspflichten massiv verletzte.
Im Grunde ist reiner Zufall, dass Mehdorns Sparkurs nicht zu vielen Toten bei Eisenbahnunglücken geführt hat. Klassisch zeigt sich das Problem bei der Berliner S-Bahn. Aus Kostengründen wurden Werkstätten geschlossen und Züge stillgelegt, die Wartungsintervalle an Zügen und Anlagen in schon fast krimineller Art und Weise ausgeweitet. Als das Eisenbahnbundesamt aus Angst vor Unfällen eingriff, war ein Betrieb nicht mehr möglich, weil ein Großteil der Züge wegen Wartungsmängeln aus dem Betrieb musste.
Dass es dann in Berlin auch noch Winter gab, ist ein Treppenwitz der Geschichte, denn die ausgebauten oder ungewarteten Weichenheizungen fielen ebenfalls auf. Mit viel Glück dürfte die S-Bahn in Berlin wohl 2014 wieder einsatzbereit sein. Die neoliberale Gier hat hier ein wichtiges Verkehrssystem ruiniert.
Mehdorn fühlte sich unschuldig, aber aufgrund der Vielzahl der Vorfälle war er politisch nicht mehr haltbar. Aber um den Mehdorn Weg der Bahnzerstörung weiterlaufen zu lassen wurde ein guter Kumpel von Mehdorn aus alter Daimlerzeit zum Chef gemacht. Es steht zu vermuten, dass Mehdorn bei dieser Auswahl seine Finger im Spiel hatte und auch weiterhin in die Bahn hineinregiert bzw. bei Auslandzukäufen den bestbezahlten Vermittler spielt.
Rüdiger Grube der Nachfolger Mehdorns verfolgt immer noch das Ziel der Privatisierung, die aber aufgrund der Lage an den Kapitalmärkten und dem schlimmen Zustand der Bahn im Moment unmöglich ist. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind als Bummelzüge auf Betonschwellen unterwegs bei denen sich nun recht, dass man am Zement gespart und den Moniereisen gespart hat.
Die anderen Hochgeschwindigkeitszüge müssen langsam fahren oder gar ausfallen, weil die Wartung fehlt und die Güterwaggons sind zum Teil rollende Zeitbomben. Bei der Berliner S-Bahn haben die Lügen der Bahn unter Grube sogar noch zugenommen.
Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken. Bei der Bahn sind Vorstand, Aufsichtsrat und Spitzenmanagement schon längst über in offene Verwesung übergegangen. Da gibt es nichts mehr zu retten und nichts mehr zu beschönigen. Aber es gibt den Verkehrsminister Ramsauer. Der will jetzt die Firmen, die die IC's gebaut haben, belangen, weil Pulverschnee in die teuren Gurken eindringen konnte.
In alten Zeiten hatte die Bahn an ihren Zügen für den Winterbetrieb Gummimatten die solche Öffnungen verschlossen. Aber damals regierte auch noch die Vernunft. Vernunft wäre das was heute unbedingt notwendig wäre. Aber Ramsauer und Grubes Vorstand und Aufsichtsrat werden wohl kaum Vernunft annehmen.
Er wurde dann von Johannes Ludewig abgelöst und in den Aufsichtsrat weggelobt. Über Ludewig gibt es nicht viel zu berichten. Er war ein Politiker und seine Lieblingsbeschäftigung war die Pünktlichkeit der Bahn zu kontrollieren. Er hat mit seinem Pünktlichkeitsfimmel versagt und in seine Amtszeit fällt auch das ICE-Unglück von Eschede bei dem 101 Menschen ums Leben kamen und 88 schwer verletzt wurden.
Grund war ein Radreifen der unter Dürr eingeführt worden war und den trotz vielfacher Warnungen Ludewigs Truppe nicht den Erfordernissen gemäß gewartet und geprüft hatten, weil Wartung ja Geld kostet. Da Ludewig nicht die börsenfertige Bahn lieferte, wurde er durch Hartmut Mehdorn ersetzt, der ähnlich wie Dürr auch schon in der freien Wirtschaft bewiesen hatte, das er unfähig war ein Unternehmen zu führen.
Bei der Heidelberger Druckmaschinen AG weitete Mehdorn durch massive und intern oft als völlig irre bezeichnete Zukäufe die Produktlinie erheblich aus. Die Verschuldung dabei war so groß, dass der ganze von Mehdorn aufgekaufte Ramsch nach seinem Abgang für kleines Geld wieder verkauft werden musste und bis heute ist die Firma durch das Mehdorn Erbe schwer belastet und konnte sich nie wieder erholen.
Damit war Mehdorn natürlich für den Vorstandsvorsitz der Bahn bestens geeignet. Unfähigkeit gepaart mit absoluter Arroganz und Beratungsresistenz. Leichter konnte man die Wünsche des Großkapitals an die Bahn ja nicht erfüllen. Mehdorn kannte nur ein Ziel, die Privatisierung der Bahn. Dem wurde alles untergeordnet. Vor allem aber die Sicherheit.
Mehdorn hatte das grundsätzliche Prinzip der Bahn nicht verstanden. Er wollte nicht Güterbahn und Bimmelbahn auf dem Lande sein, die an jedem dickeren Baum hält. Er wollte Flugzeug auf Schienen mit der Hochgeschwindigkeitsbahn spielen und damit Gewinne erwirtschaften, die den Börsengang beförderten. So wurden Strecken stillgelegt wo es nur eben ging, der Güterverkehr auf die Straße vertrieben und im Regionalverkehr musste aufgrund schlechter Schienen die Geschwindigkeit so weit zurückgenommen werden, dass viele wieder aufs Auto umstiegen.
Gleichzeitig wurden die Wartungsintervalle überall gestreckt, auch bei Mehdorns Lieblingen den Hochgeschwindigkeitszügen. Verantwortungsvolle Bahner haben immer wieder gewarnt, aber durch Bespitzelung und harte Bestrafung von Leuten die die Wahrheit sagten, konnte Mehdorn den Unmut der Mitarbeiter lange Zeit unterdrücken. Dabei half ihm das Eisenbahnbundesamt, das seine Überprüfungspflichten massiv verletzte.
Im Grunde ist reiner Zufall, dass Mehdorns Sparkurs nicht zu vielen Toten bei Eisenbahnunglücken geführt hat. Klassisch zeigt sich das Problem bei der Berliner S-Bahn. Aus Kostengründen wurden Werkstätten geschlossen und Züge stillgelegt, die Wartungsintervalle an Zügen und Anlagen in schon fast krimineller Art und Weise ausgeweitet. Als das Eisenbahnbundesamt aus Angst vor Unfällen eingriff, war ein Betrieb nicht mehr möglich, weil ein Großteil der Züge wegen Wartungsmängeln aus dem Betrieb musste.
Dass es dann in Berlin auch noch Winter gab, ist ein Treppenwitz der Geschichte, denn die ausgebauten oder ungewarteten Weichenheizungen fielen ebenfalls auf. Mit viel Glück dürfte die S-Bahn in Berlin wohl 2014 wieder einsatzbereit sein. Die neoliberale Gier hat hier ein wichtiges Verkehrssystem ruiniert.
Mehdorn fühlte sich unschuldig, aber aufgrund der Vielzahl der Vorfälle war er politisch nicht mehr haltbar. Aber um den Mehdorn Weg der Bahnzerstörung weiterlaufen zu lassen wurde ein guter Kumpel von Mehdorn aus alter Daimlerzeit zum Chef gemacht. Es steht zu vermuten, dass Mehdorn bei dieser Auswahl seine Finger im Spiel hatte und auch weiterhin in die Bahn hineinregiert bzw. bei Auslandzukäufen den bestbezahlten Vermittler spielt.
Rüdiger Grube der Nachfolger Mehdorns verfolgt immer noch das Ziel der Privatisierung, die aber aufgrund der Lage an den Kapitalmärkten und dem schlimmen Zustand der Bahn im Moment unmöglich ist. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind als Bummelzüge auf Betonschwellen unterwegs bei denen sich nun recht, dass man am Zement gespart und den Moniereisen gespart hat.
Die anderen Hochgeschwindigkeitszüge müssen langsam fahren oder gar ausfallen, weil die Wartung fehlt und die Güterwaggons sind zum Teil rollende Zeitbomben. Bei der Berliner S-Bahn haben die Lügen der Bahn unter Grube sogar noch zugenommen.
Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken. Bei der Bahn sind Vorstand, Aufsichtsrat und Spitzenmanagement schon längst über in offene Verwesung übergegangen. Da gibt es nichts mehr zu retten und nichts mehr zu beschönigen. Aber es gibt den Verkehrsminister Ramsauer. Der will jetzt die Firmen, die die IC's gebaut haben, belangen, weil Pulverschnee in die teuren Gurken eindringen konnte.
In alten Zeiten hatte die Bahn an ihren Zügen für den Winterbetrieb Gummimatten die solche Öffnungen verschlossen. Aber damals regierte auch noch die Vernunft. Vernunft wäre das was heute unbedingt notwendig wäre. Aber Ramsauer und Grubes Vorstand und Aufsichtsrat werden wohl kaum Vernunft annehmen.




















BahnCard-Service, 11.2.10
Sie haben mir aufgrund einer Probe-BahnCard eine reguläre BahnCard ausgestellt, die ich nicht gebraucht habe.
Ich bin im Dezember Bahn gefahren, habe aber aufgrund der vielen Unregelmäßigkeiten wegen ausfallender Züge, bzw. verkürzter Züge, ein 1.Klasse-Ticket gekauft, wobei mir die 2.Klasse BahnCard nichts nützte.
Seitdem bin ich nicht mehr mit der Bahn gefahren. Aber seitdem bin ich empört darüber, dass nun wiederholt Jugendliche von ihrem Personal aus dem Zug geworfen wurden! - Das kommt nun zu den vielen anderen Mißständen rund ums Bahnfahren dazu, so dass man langsam aber sicher der Bahn ganz den Rücken kehrt. Wenn ich für 95 Euro von Berlin nach Venedig und zurück fliegen kann, sieht man nicht mehr ein, was das Bahnfahren noch soll.
Früher genoß ich das Bahnfahren, wußte die längere Fahrzeit immer zu nutzen. Und man konnte auch mal im Raucherwaggon eine Zigarette rauchen. Aber selbst das ist erwachsenen Menschen jetzt verboten!
Ich stelle mir – und Ihnen – also die Frage: was soll ich mit ihrer BahnCard, die ich noch nicht mal bestellt habe?
Ich will nicht mehr Ihre Kundin sein.
Mit freundlichem Gruß