Während man in der DDR noch sang: auferstanden aus Ruinen, können wir demnächst den Rückwärtsgang einlegen und gemeinsam jaulen: sie haben es ruiniert, unser Land! Von wegen deutsche Wertarbeit.
Ich frage mich, wer paßt eigentlich noch auf unser Land auf?
In Berlin brechen sich täglich x Leute die Knochen, weil das Schneeräumen hinten und vorne nicht mehr klappt. Das ist kein Witz. Wir latschen hier seit Wochen über Eisplatten, man muß permanent aufpassen, dass man nicht ausrutscht und hinfällt. Kinder können nicht mehr mit dem Rad zur Schule fahren, ältere Leute trauen sich kaum raus, Behinderte haben quasi Stubenarrest. Räum- und Streudienste sind immer weniger zu sehen. Erinnern wir uns, dass es eine Räum- und Streupflicht gibt! Und, wer schert sich darum? Von wegen Recht und Ordnung.
Zu den Dingen, die man eigentlich nicht glauben möchte, gehört für mich der Bauskandal an der Kölner U-Bahn. Skrupellos wird Material geklaut, das der Sicherheit dient. Und ebenso skrupellos schaut die Bauaufsicht daran vorbei. Und schon entsteht der Verdacht, beim Bau einer ICE-Trasse in Bayern, wohlgemerkt einer Hochgeschwindigkeitstrasse!, könnte es ähnlich zugegangen sein. Da wird einem ja ganz anders zumute. Angst, in Köln an der Baustelle zu wohnen, später mit dieser U-Bahn zu fahren, Angst in Bayern Zug zu fahren? Ja, wo bin ich denn hier? Von wegen Sicherheit.
Nur ein paar Beispiele, mit denen man in dieser Woche konfrontiert wurde. Ich bin bedient.
Vor vielen Jahren hat mir ein französischer Geschäftsmann (der Vater meiner Austausschülerin) gesagt, man solle am besten nur mit Lufthansa fliegen, weil da die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet sei. Daran denke ich manchmal. Zum Beispiel jetzt, wo die Piloten der Lufthansa um ihre Arbeitsplätze kämpfen. Weil sie ständig durch die Billigfliegerei bedroht werden. Und weil man sie gleichzeitig mit dieser Konkurrenz in Schach hält. Deutsche Standards werden überall von den Abzockern verscherbelt! Man möchte es nicht glauben.
Und da kommt dieser Westerwelle und ist sich nicht zu schäbig, auf den Leuten rumzuhacken, die durch diese Entwicklung an den Rand gedrängt wurden. Für die es keine Arbeit mehr gibt. Denn diejenigen, die noch Arbeit haben, arbeiten alle zu lange. Weil der technische Fortschritt, der Arbeitszeit einspart, nicht in Form von Arbeitszeitverkürzung an die Arbeiter weitergegeben wird, sondern von den Kapitalisten geraubt wird. Weil diese dann ihre Profite rotzfrech an der Steuer vorbei ins Ausland schaffen, und so tun, als wäre das ihre Privatangelegenheit. Währenddessen werden alle um ihren gerechten Lohn betrogen. Die deutschen Wertarbeiter ebenso, wie die Billiglöhner, woher sie auch kommen. Den Rest erledigt der Staat, der mit unseren Steuergeldern und Abgaben die ganz große Politik finanziert. Gern als Global Player. Geil.
Aber Hauptsache, der Maserati wird regelmäßig vom Chauffeur gewaschen. Per Hand versteht sich. Nein, nicht in der Waschanlage, das würde womöglich den Lack ruinieren. Ich denke doch, in seiner Liebe zum Auto wird sich der Deutsche weiter treu bleiben. Na also. Es geht ja doch!
Und jetzt machen wir das nach, und verlangen die gleiche Fürsorge und Liebe für unsere öffentlichen Verkehrsmittel und ihre Straßen, Gehwege und Schienen. Und dann gönnen wir ihnen vielleicht auch wieder ihre Luxusspielzeuge. Aber nur vielleicht.
Man könnte sich auch einmal die Schweißnähte an Bauteilen für AKW´s ansehen, die in den 80gern von Leiharbeitern in Rotterdam angeblich gesundgeprüft wurden!
Bürger wehrt euch! Schluss mit dem Privatisierungswahn!
Möglicherweise ist das erfolgreiche PPP Projekt in Köln der Beweis dafür, das schlicht zuwenig Material im Vorfeld bestellt und verwendet wurde. Es gab vor Jahren einmal einen Weinskandal - auch deutsche Weine waren betroffen, letztendlich wurde meines Wissens u.a. ein damalige Kellermeister beschuldigt, das Glykol reingepantsch zu haben.
Natürlich ist nicht auszuschließen, dass es sich tatsächlich um einen Diebstahl handelt.
In Köln gilt noch immer der Satz: "Was zwei Weltkriege nicht vermochten, schaffen die Verkehrsbetriebe." Denn weitere Folgen des Pfuschbaus sind nicht auszuschließen. Der persönliche D-Day von Köln ist durchaus möglich.
Und ja, hätte die Generation vor der jetztigen, so fahrlässig gebaut, wären wir heute wieder Trümmerfrauen....
PS: an dieser Stelle möchte ich noch zu meinem Kommentar zum "Glatteis Chaos" hinzufügen, dass egal welcher Farbprägung der Kommunen, die Probleme die gleichen waren, ob rot, schwarz, grün oder gelb. Wenigstens unternimmt nimmt man in Berlin den Versuch ein wenig Klarheit in die Vorkommnisse zu bekommen. Hier gelten die Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen als Begleitschaden.
seit der besatzung niemand mehr. Seitdem wird das Land von Quislings der Besatzungsmächte ausgebeutet und zerstört, wie es geplant wurde.
Diese Vorkommnisse sind von der Verwaltung erwünscht und Absicht, nicht Fehler oder Zufälle.
mfg zdago
Wenn der Mehrteil weniger damit beschäftigt wäre, sich ausschließlich um seine eigenen Belange zu kümmern, dann gäbe es innerhalb der Bevölkerung auch mehr Anteilnahme und Solidarität. Man macht es sich ein bisschen zu einfach, tröstet man sich immer mit dem Gedanken der geheimnisvollen Mächte, die planvoll handeln, um die Welt zu erobern und zu zerstören. Wenn alle anderen Opfer sind, dann frage ich mich, warum beispielsweise Mobbing zu einer Art Betriebssport geworden ist? Vielleicht weil es manche Leute so derart befriedigt den anderen zu erniedrigen?
Wie schon erwähnt, nehmen es die Leute selber auch nicht so genau beim Thema Schnee wegräumen. Damit würde man für sich selber und für andere Verantwortung übernehmen. Wie heißt denn deine Verschwörungsideologie?
Amerkika ist schuld!
Oder waren es doch die Reptilianer?