In der Berliner Zeitung schreibt Götz Aly heute in der Kolumne: "Wenn der Schnee hereinbricht, kommt es gerade nicht darauf an, nach dem Versorgungsstaat zu rufen. Da ist Bürgersinn gefragt...Politiker (hätten) die Bürgerschaft aufrufen müssen, selbst die Initiative zu ergreifen und vor der eigenen Tür zu hacken und zu fegen."
Super Sache, dieser Bürgersinn: kostet nichts. Es gibt sie übrigens tatsächlich, diese Bürger, die auch ohne Aufruf durch Politiker ihre Gehwege in Ordnung halten. Schade nur, dass sich diese Bürger irgendwie verscheißert vorkommen. Denn da gibt es ja noch die anderen: Haus- und Grundbesitzer, Bezirksämter, die die Kosten für Schneebeseitigung und Streuen auf die Mieten umlegen. Firmen, die diese Räum- und Streupflichten gegen Entgelte übernehmen. Denen gewähren wir nebenbei ein wenig Amnestie für ihre Versäumnisse, während sie gleichzeitig weiterhin ihre Gelder einkassieren?
Ich fasse zusammen: Wir sollen für diese Arbeiten zahlen und sie gleichzeitig selbst erledigen? Macht das dem Bürger Sinn?
Mit Schaufel und Bürgersinn gegen das Eis?
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks



















