Autoren: Louise Story, Landon Thoms JR. & Nelson D. Schwarz, veröffentlicht in der New York Times, übersetzt von Zeit-Fragen
Taktiken von Wallstreet – ähnlich jenen, die die Subprime-Hypotheken in den USA begünstigten – haben die Finanzkrise verschärft, die Griechenland erschüttert und den Euro unterminiert, indem sie es den europäischen Regierungen ermöglichten, ihre wachsenden Schulden zu verbergen (...)
Genauso wie in der US-Subprime-Krise und beim Zusammenbruch der American International Group AIG waren auch bei der Anhäufung der griechischen Schulden Finanz-Derivate im Spiel. Es waren Instrumente, die Goldmann Sachs, J.P. Morgan Chase und eine Vielzahl weiterer Banken entwickelt hatten, die es Politikern in Griechenland, Italien und wohl auch anderswo ermöglichten, weitere Kreditaufnahmen zu verbergen.
In Dutzenden von Geschäften quer über den Kontinent stellten Banken Vorschuss zur Verfügung – als Gegenleistung für zukünftige Zahlungen der Regierungen, wobei diese Verpflichtungen dann in den Geschäftsbüchern weggelassen wurden. Griechenland zum Beispiel gab dafür Flughafentaxen und Lotterieerlöse der kommenden Jahre ab.























Die griechische Militärdikatur von 1967 - 1974
ist gar nicht so lange her und steht, so sicher wie das Amen in der Kirche, als Option "wieder" im Raum. Ob sich die Geschichte wiederholt?