Heute eine Frage: warum sollen die isländischen (oder die anderen) Steuerzahler die Entschädigungen zahlen, die Regierungen denjenigen zusichern, die ihr Geld bei einer Bankpleite verloren haben?
Der gemeine Mittelschichtler verfügt vielleicht auch über ein paar Euros, die er wahrscheinlich zur Sparkasse oder Volksbank gebracht hat. Für wenig Zinsen. Aber sicher ist sicher. Während manche Schlaumeier dachten, das machen sie besser. Sie legten ihr Geld zum Beispiel bei der Internetbank "Icesave" an und kassieren wesentlich höhrere Zinsen.
Je höher das Risiko, desto höher die Zins- bzw. Gewinnaussichten. So war es immer, so ist es, so bleibt es. Eine Binsenweisheit. Und genau um die Anerkennung dieses Risikos geht es meiner Meinung nach jetzt. Ganz banales Spekulationsrisiko. Diese Leute haben ihr Geld riskiert und verloren, - nachdem sie jahrelang hohe Gewinne einfahren haben, wohl gemerkt!
Deshalb meine Frage: warum soll der Steuerzahler für dieses Risiko und den kalkulierten Verlust geradestehen. Wurde der Steuerzahler vorher auch an den Gewinnen beteiligt? Nein, natürlich nicht. Was bilden sich Regierungen eigentlich ein, ihre eigenen Bürger derart über den Tisch zu ziehen. Wie sehr verachten die Regierenden eigentlich ihre eigenen Bürger? Da bleibt einem doch die Spucke weg.



















