Hier und anderswo wird in vielfältigster Art und Weise gegen die Leute geschrieben, die unser Land ausplündern, die Gesellschaft zersetzen und sowohl den einzelnen Menschen, als auch die Gesellschaft an sich hoffnungslos und ängstlich zurücklassen. Es ist nun an der Zeit neue Wege zu besprechen und diese natürlich auch zu beschreiten.
Beginnen wir mit einem ersten Resümee. Die jetzige Parteiendiktatur lässt sich mit demokratischen Mitteln nicht mehr verändern, geschweige denn demokratisieren. Alle Versuche mit der Gründung neuer Parteien dürfen als gescheitert betrachtet werden. Parteien wie die Grünen sind längst durch die Institutionen marschiert und heute genau dass, was sie einstmals bekämpfen wollten.
Erste Schlussfolgerungen und neue Ziele
Die Linke ist bestenfalls die Karikatur einer sozialistischen Partei. Um Bruchstücke der Macht zu ergattern, hat sie in Berlin und Brandenburg ihre Identität und ihre Ziele schamlos geopfert und würde sich unter Herrn Ernst für einen Platz am Katzentisch der Macht im Bund, bis zur Unkenntlichkeit verbiegen. Die vielen Neugründungen haben schon von Anfang an die Zersetzer an Bord wie man bei den Piraten leicht beobachten kann.
Parteien können eben nicht anders sein. Es sind Vereine, die die Rücksichtslosen und die ohne Rückgrat nach oben spülen, also nichts um einen Staat zu gründen oder zu erhalten. Es kann also nur ohne Parteien oder unter deren weitgehendem Ausschluss vorwärts gehen. Das ist aber nur in einem langwierigen Prozess möglich, da die Parteien die Macht nie freiwillig aufgeben werden.
Unser Wahlrecht bietet dazu eine schicke Möglichkeit durch den Direktkandidaten. Während die eine Hälfte der Mandatsträger über Listen alleine durch die Parteiendiktatur gestellt werden, kommt die andere Hälfte aus sogenannten Direktmandaten, die zur Zeit auch von den Parteien gestellt wird.
Direktmandate kann aber im Prinzip jeder erringen, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Normalerweise scheitern derartige Direktkandidaten daran, dass sie von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden und sich im täglichen Kleinkrieg aufreiben, der in Parteien von Profis abgewickelt wird. Direktkandidaten brauchten im Grunde genommen ein Team aus Unterstützern oder Supportern, dass über Familie und Freundeskreis hinausgeht.
Tatsächlich brauchen sie mehr Supporter als Unterstützer. Ein Unterstützer müsste die politische Meinung seines Direktkandidaten voll mittragen. Ein Supporter will vor allem Veränderung im System und hilft dem Direktkandidaten, um das System aufzubrechen, auch wenn er die politische Linie des Direktkandidaten nur in Teilen oder vielleicht auch gar nicht mittragen kann.
Dabei wird natürlich immer wieder die Frage aufgeworfen, ob Direktkandidaten denn zwangsläufig besser sein müssen, als die Leute die uns die Parteien immer wieder anbieten. Wer sich leicht machen will, der sagt, dass alles besser als die Parteiknechte ist, die nur als Stimmvieh die Interessen der Parteileitung abzunicken haben. Das ist zwar richtig, aber zu kurz gegriffen.
Deutschland braucht einen ganz anderen Typ als Politiker. Menschen die in ihrer Erwerbsarbeit Erfahrung gesammelt haben, die im realen Leben leben und nicht unter dem Schutz einer Partei, der Kirchen oder der Gewerkschaften direkt aus dem Hörsaal in die Politik kamen. Westerwelle ist ein typischer Fall. Dem fehlt jede Art von Lebenserfahrung außerhalb des parteipolitischen Raumes und er ist damit unter den Mandatsträgern nicht alleine.
Natürlich werden die Direktkandidaten die gleichen Fehler aufweisen, wie sie alle Menschen haben. Einige werden egoistisch sein und gegen sichere Wahlkreise ihre Wähler verraten. Andere werden sich kaufen lassen. Sie werden lügen und betrügen und unglaubliche Fehler machen. Sie sind Menschen. Aber sie sind anders als das, was jetzt in den Parlamenten rumläuft, weil sie zumeist wissen, dass sie ihren Wählern verpflichtet sind und weil sie das Risiko des Misserfolges nur deshalb auf sich nehmen, weil sie ein Ziel haben. Sie werden die politische Landschaft verändern.
Tatsächlich ist es ziemlich einfach, schon bei der Auswahl des Direktkandidaten den man unterstützt, dessen politische Richtung und Persönlichkeit mit einzubeziehen. Dazu kann jeder für sich selbst Regeln definieren, die ein Kandidat erfüllen sollte um einen Support zu bekommen. Da mag jeder seine eigenen zehn Gebote formulieren, schön wäre es auch mit weniger auszukommen oder diese zu gewichten. Ein Beispiel könnte wie folgt aussehren.
1.) Ein Direktkandidat muss mindesten 36 Monate in seinem Wahlkreis leben bevor er wählbar ist.
2.) Ein Direktkandidat muss vor seiner Wahl erklären, dass er für die gesamte Wahlperiode in seinem Wahlkreis wohnen wird.
3.) Ein Direktkandidat muss über eine Erwerbsbiographie verfügen, die mindesten 36 Monate in der Realwirtschaft beinhaltet, ohne dass diese zusätzlich durch Parteihilfe oder Beziehung gesponsert wurden.
4.) Ein Direktkandidat darf in anderen Parteien die Regierungsbeteiligung in Bund oder Ländern hatten, nie weiter als bis zur Bezirksebene tätig gewesen sein.
5.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, das Listenwahlrecht abzuschaffen und sich dafür einzusetzen, dass nur Direktkandidaten in den Parlamenten sitzen.
6.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, dass im Wahlkampf nicht mehr mit der Zugehörigkeit zu Parteien oder Organisationen geworben werden darf und über den Wahlkreis hinausgehende Werbung verboten wird. Gleichzeitig stimmt er dafür die maximale Werbung für Wahlen auf das Format DIN A4 zu beschränken und dafür zu sorgen, dass alle Wahlkampfkosten im Internet zeitgleich abgebildet werden und auch die Sponsoren offengelegt werden. Die Wahlkampfkosten dürfen 50 Cent je möglichem Wähler nicht überschreiten.
7.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, dass ein Abwahlrecht geschaffen wird, dass es den Bürgern ermöglicht ihn und andere jederzeit wieder abzuwählen. Dabei gilt, das ein Drittel der Wähler für einen Abwahlantrag stimmen müssen und mindestens 51 Prozent der Stimmberechtigen bei der Wahl für die Abwahl stimmen müssen.
8.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich dass sein Abstimmverhalten, seine Spendeneinnahmen, seine Ausgaben aus dem Mandat und die Erlöse aus Vorträgen und sonstigen Nebeneinnahmen im Internet veröffentlicht werden. Sofern der Direktkandidat aus seiner normalen Tätigkeit Einkommen bezieht, muss dies bis 4.000 Euro im Monat nur pauschal angegeben werden, wenn es aus einer Quelle kommt. Selbstständige und vor allem Freiberufler müssen Angaben über die Herkunft des Geldes machen, wenn eine Einzelposition regelmäßig mehr als 500 Euro pro Monat beträgt.
Man kann diese Beispielliste an Forderungen beliebig verlängern oder verkürzen. Es geht darum anständige und normale Menschen zu finden. Da ist übrigens die Mehrheit der Menschen in Deutschland. Sie sind viel leichter zu finden, als man glaubt. Das im politischen System Deutschlands immer die Verkommenen nach oben geschwemmt werden, liegt daran, dass Politik, Medien und das Großkapital längst eine wirtschaftsfaschistische Diktatur über das Land gelegt haben.
Aber gerade weil diese jetzt noch zerstörbar ist, ist es an der Zeit heute damit anzufangen dieses Land zu retten. Wer helfen will, sucht in seinem Umkreis nach Direktkandidaten die er oder sie unterstützen wollen. Vermutlich wird die Zeit nicht mehr reichen um bei Landtagswahlen erfolgreich zu sein. Aber zur nächsten Bundestagswahl müsste es möglich sein in Deutschland wenigstens fünf Direktkandidaten durchzubekommen, wenn wenigstens 100 antreten.
Das mag nicht wie ein großer Erfolg aussehen, aber es ist der Stein, der das Ganze ins Rollen bringt. Sobald in die Mauer der Parteiendiktatur auch nur ein kleiner Riss geschlagen ist, wird sie auseinanderbröckeln. Der jetzige Zusammenhalt besteht ja nur darin, dass man sich gegenseitig den Job erhält. Wenn es diese Sicherheit nicht mehr gibt, ist der Zusammenhalt schnell vorbei.
Dabei hat das System mit den Direktkandidaten einen entscheidenden Vorteil. Man muss keine Parteibürokratie und keine Ideologie mit sich herumschleppen. Es geht um die eine Frau oder den einem Mann, den man entweder unterstützt oder eben nicht. Es ist persönlich, nah und doch ohne jede langfristige Bindung. Der Direktkandidat muss sich seine Wähler, seine Unterstützer und Supporter immer neu erarbeiten. Er ist der Kandidat der Bürger in seinem Wahlkreis. Einer von ihnen und aus ihrer Mitte heraus.
Da wird nicht zur Verfolgung von Parteiinteressen plötzlich ein völlig Fremder in einen Wahlkreis gesetzt, der weder die lokalen Probleme noch seine Wähler kennt. Da geht es um jemanden der in seinem Wahlkreis zuhause ist und die Probleme mit etwas Glück schon von Kindesbeinen an kennt. Einen Praktiker statt eines Parteisoldaten der nur die altbekannten Leierei wiederholt.
Zur Zeit ist die ganze Geschichte mit den Direktkandidaten nur ein erster Gedanke. Ein zartes Pflänzchen. Aber mit Sonnenlicht, Arbeit und etwas Dünger könnte das schnell ein Selbstläufer werden, solange zwei Dinge nicht passieren. Es darf keine Partei oder gar eine Bewegung der Direktkandidaten entstehen. Es geht nur um Wahlkreise. Bündnisse auf Zeit, gegenseitig Unterstützung gerne. Aber sobald jemand Vereine daraus gründen will, ist äußerste Vorsicht geboten. Direktkandidaten brauchen keine gemeinsame Ideologie. Sie brauchen nur ihren gesunden Menschenverstand. Ideologie hatten wir lange genug.
Parteien können eben nicht anders sein. Es sind Vereine, die die Rücksichtslosen und die ohne Rückgrat nach oben spülen, also nichts um einen Staat zu gründen oder zu erhalten. Es kann also nur ohne Parteien oder unter deren weitgehendem Ausschluss vorwärts gehen. Das ist aber nur in einem langwierigen Prozess möglich, da die Parteien die Macht nie freiwillig aufgeben werden.
Unser Wahlrecht bietet dazu eine schicke Möglichkeit durch den Direktkandidaten. Während die eine Hälfte der Mandatsträger über Listen alleine durch die Parteiendiktatur gestellt werden, kommt die andere Hälfte aus sogenannten Direktmandaten, die zur Zeit auch von den Parteien gestellt wird.
Direktmandate kann aber im Prinzip jeder erringen, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Normalerweise scheitern derartige Direktkandidaten daran, dass sie von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden und sich im täglichen Kleinkrieg aufreiben, der in Parteien von Profis abgewickelt wird. Direktkandidaten brauchten im Grunde genommen ein Team aus Unterstützern oder Supportern, dass über Familie und Freundeskreis hinausgeht.
Tatsächlich brauchen sie mehr Supporter als Unterstützer. Ein Unterstützer müsste die politische Meinung seines Direktkandidaten voll mittragen. Ein Supporter will vor allem Veränderung im System und hilft dem Direktkandidaten, um das System aufzubrechen, auch wenn er die politische Linie des Direktkandidaten nur in Teilen oder vielleicht auch gar nicht mittragen kann.
Dabei wird natürlich immer wieder die Frage aufgeworfen, ob Direktkandidaten denn zwangsläufig besser sein müssen, als die Leute die uns die Parteien immer wieder anbieten. Wer sich leicht machen will, der sagt, dass alles besser als die Parteiknechte ist, die nur als Stimmvieh die Interessen der Parteileitung abzunicken haben. Das ist zwar richtig, aber zu kurz gegriffen.
Deutschland braucht einen ganz anderen Typ als Politiker. Menschen die in ihrer Erwerbsarbeit Erfahrung gesammelt haben, die im realen Leben leben und nicht unter dem Schutz einer Partei, der Kirchen oder der Gewerkschaften direkt aus dem Hörsaal in die Politik kamen. Westerwelle ist ein typischer Fall. Dem fehlt jede Art von Lebenserfahrung außerhalb des parteipolitischen Raumes und er ist damit unter den Mandatsträgern nicht alleine.
Natürlich werden die Direktkandidaten die gleichen Fehler aufweisen, wie sie alle Menschen haben. Einige werden egoistisch sein und gegen sichere Wahlkreise ihre Wähler verraten. Andere werden sich kaufen lassen. Sie werden lügen und betrügen und unglaubliche Fehler machen. Sie sind Menschen. Aber sie sind anders als das, was jetzt in den Parlamenten rumläuft, weil sie zumeist wissen, dass sie ihren Wählern verpflichtet sind und weil sie das Risiko des Misserfolges nur deshalb auf sich nehmen, weil sie ein Ziel haben. Sie werden die politische Landschaft verändern.
Tatsächlich ist es ziemlich einfach, schon bei der Auswahl des Direktkandidaten den man unterstützt, dessen politische Richtung und Persönlichkeit mit einzubeziehen. Dazu kann jeder für sich selbst Regeln definieren, die ein Kandidat erfüllen sollte um einen Support zu bekommen. Da mag jeder seine eigenen zehn Gebote formulieren, schön wäre es auch mit weniger auszukommen oder diese zu gewichten. Ein Beispiel könnte wie folgt aussehren.
1.) Ein Direktkandidat muss mindesten 36 Monate in seinem Wahlkreis leben bevor er wählbar ist.
2.) Ein Direktkandidat muss vor seiner Wahl erklären, dass er für die gesamte Wahlperiode in seinem Wahlkreis wohnen wird.
3.) Ein Direktkandidat muss über eine Erwerbsbiographie verfügen, die mindesten 36 Monate in der Realwirtschaft beinhaltet, ohne dass diese zusätzlich durch Parteihilfe oder Beziehung gesponsert wurden.
4.) Ein Direktkandidat darf in anderen Parteien die Regierungsbeteiligung in Bund oder Ländern hatten, nie weiter als bis zur Bezirksebene tätig gewesen sein.
5.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, das Listenwahlrecht abzuschaffen und sich dafür einzusetzen, dass nur Direktkandidaten in den Parlamenten sitzen.
6.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, dass im Wahlkampf nicht mehr mit der Zugehörigkeit zu Parteien oder Organisationen geworben werden darf und über den Wahlkreis hinausgehende Werbung verboten wird. Gleichzeitig stimmt er dafür die maximale Werbung für Wahlen auf das Format DIN A4 zu beschränken und dafür zu sorgen, dass alle Wahlkampfkosten im Internet zeitgleich abgebildet werden und auch die Sponsoren offengelegt werden. Die Wahlkampfkosten dürfen 50 Cent je möglichem Wähler nicht überschreiten.
7.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich sein Mandat dafür einzusetzen, dass ein Abwahlrecht geschaffen wird, dass es den Bürgern ermöglicht ihn und andere jederzeit wieder abzuwählen. Dabei gilt, das ein Drittel der Wähler für einen Abwahlantrag stimmen müssen und mindestens 51 Prozent der Stimmberechtigen bei der Wahl für die Abwahl stimmen müssen.
8.) Ein Direktkandidat verpflichtet sich dass sein Abstimmverhalten, seine Spendeneinnahmen, seine Ausgaben aus dem Mandat und die Erlöse aus Vorträgen und sonstigen Nebeneinnahmen im Internet veröffentlicht werden. Sofern der Direktkandidat aus seiner normalen Tätigkeit Einkommen bezieht, muss dies bis 4.000 Euro im Monat nur pauschal angegeben werden, wenn es aus einer Quelle kommt. Selbstständige und vor allem Freiberufler müssen Angaben über die Herkunft des Geldes machen, wenn eine Einzelposition regelmäßig mehr als 500 Euro pro Monat beträgt.
Man kann diese Beispielliste an Forderungen beliebig verlängern oder verkürzen. Es geht darum anständige und normale Menschen zu finden. Da ist übrigens die Mehrheit der Menschen in Deutschland. Sie sind viel leichter zu finden, als man glaubt. Das im politischen System Deutschlands immer die Verkommenen nach oben geschwemmt werden, liegt daran, dass Politik, Medien und das Großkapital längst eine wirtschaftsfaschistische Diktatur über das Land gelegt haben.
Aber gerade weil diese jetzt noch zerstörbar ist, ist es an der Zeit heute damit anzufangen dieses Land zu retten. Wer helfen will, sucht in seinem Umkreis nach Direktkandidaten die er oder sie unterstützen wollen. Vermutlich wird die Zeit nicht mehr reichen um bei Landtagswahlen erfolgreich zu sein. Aber zur nächsten Bundestagswahl müsste es möglich sein in Deutschland wenigstens fünf Direktkandidaten durchzubekommen, wenn wenigstens 100 antreten.
Das mag nicht wie ein großer Erfolg aussehen, aber es ist der Stein, der das Ganze ins Rollen bringt. Sobald in die Mauer der Parteiendiktatur auch nur ein kleiner Riss geschlagen ist, wird sie auseinanderbröckeln. Der jetzige Zusammenhalt besteht ja nur darin, dass man sich gegenseitig den Job erhält. Wenn es diese Sicherheit nicht mehr gibt, ist der Zusammenhalt schnell vorbei.
Dabei hat das System mit den Direktkandidaten einen entscheidenden Vorteil. Man muss keine Parteibürokratie und keine Ideologie mit sich herumschleppen. Es geht um die eine Frau oder den einem Mann, den man entweder unterstützt oder eben nicht. Es ist persönlich, nah und doch ohne jede langfristige Bindung. Der Direktkandidat muss sich seine Wähler, seine Unterstützer und Supporter immer neu erarbeiten. Er ist der Kandidat der Bürger in seinem Wahlkreis. Einer von ihnen und aus ihrer Mitte heraus.
Da wird nicht zur Verfolgung von Parteiinteressen plötzlich ein völlig Fremder in einen Wahlkreis gesetzt, der weder die lokalen Probleme noch seine Wähler kennt. Da geht es um jemanden der in seinem Wahlkreis zuhause ist und die Probleme mit etwas Glück schon von Kindesbeinen an kennt. Einen Praktiker statt eines Parteisoldaten der nur die altbekannten Leierei wiederholt.
Zur Zeit ist die ganze Geschichte mit den Direktkandidaten nur ein erster Gedanke. Ein zartes Pflänzchen. Aber mit Sonnenlicht, Arbeit und etwas Dünger könnte das schnell ein Selbstläufer werden, solange zwei Dinge nicht passieren. Es darf keine Partei oder gar eine Bewegung der Direktkandidaten entstehen. Es geht nur um Wahlkreise. Bündnisse auf Zeit, gegenseitig Unterstützung gerne. Aber sobald jemand Vereine daraus gründen will, ist äußerste Vorsicht geboten. Direktkandidaten brauchen keine gemeinsame Ideologie. Sie brauchen nur ihren gesunden Menschenverstand. Ideologie hatten wir lange genug.




















Welche Zersetzer meinst du eigentlich? Ich gebe zu, dass es da den einen oder anderen gibt, der nicht unbedingt für eine neue Partei steht (A.K.). Allerdings ist die Frage, ob diese sich noch halten werden, oder Gehör verschaffen können.
Schließlich vereint gerade die Piratenpartei diejenigen, die sich - wie du wohl auch - nach anderen Politikern, anderen Umgangsformen und anderer Politik sehnen.
Sicherlich besteht die Gefahr, dass die Piratenpartei sich irgendwann mal, wie die Grünen, total anpassen werden. Aber einmal kann bis dahin eine Menge bewegt werden und zum anderen halte ich das "Dogma" es muss zwangsläufig dazu kommen, für falsch.
Es wird immer irgendeine Partei geben, die sich gegen den Strom stemmt. Früher waren es die Grünen, heute die Piraten und auch nach diesen wird es eine Partei geben, die eben nicht angepasst ist.
Ich habe früher die Grünen unterstütz, heute die Piratenpartei und auch in Zukunft werde ich nicht aufgeben. Nenn mich einen Träumer ;-)
Haben Sie nicht noch vor einem halben Jahr hier öffentlich zur Wahl der politischen Partei "Die Linke" aufgerufen?
Gleichzeitig überlege ich wie man es besser machen kann. Ich gehöre eben nicht zu den absolut Lernresistenten wie sie.
Sie wollen stänkern um ja jede Lösung zu verhindern. Scheren Sie sich zum Teufel.
v.A.
bis auf die Sache mit der Erwerbsarbeit meine volle Zustimmung. Die müßten Sie näher konkretisieren, denn ansonsten gäbe es weiter HartzIV-Hetze.
Ich wäre z.B. der Ansicht, dass studierte Volltrottel, wie eben Westerwelle, kein Bein mehr in der Politik hätten - zukünftig, aber Arbeitslose schon, da die eben Erfahrung in der Zeit ohne Arbeit, und dem Ende der Vollbeschäftigung, hätten.
Da ist die Linke übrigens vorbildhaft, die gibt auch Ex-Arbeitslosen, und zwar egal wie lange die waren, eine Chance in den Bundestag einzuziehen. Ganz im Gegensatz zu den anderen neoliberalen Parteien, wo schon allein wegen der Hetze gegen Arbeitslose kein solcher Politiker werden kann.
Würde mich einmal interessieren wie Sie darüber denken.
Ich halte die Haltung für elitär, dass man nur Menschen mit "3.) Ein Direktkandidat muss über eine Erwerbsbiographie verfügen, die mindesten 36 Monate in der Realwirtschaft beinhaltet, ohne dass diese zusätzlich durch Parteihilfe oder Beziehung gesponsert wurden.", aber ich sehe die haben Sie ja bereits korrigiert "Man kann diese Beispielliste an Forderungen beliebig verlängern oder verkürzen."
Ich hab da z.B. die Vision, dass ein Ex-Arbeitsloser das Arbeitsministerium leitet - Der hätte wenigstens eine Ahnung vom Erwerbslosenleben seit der HartzIV-Hetze von Schröder/Fischer bzw. Merkel/Westerwelle.
Sogenannte "Realos" würde ich übrigens auch von der Direktkandidatur abziehen, denn die sind oft die Typen, die sich um Merkel/Westerwelle bzw. Schröder/Fischer scharen, und geschart haben. Alle anderen, die Nicht-Neolibs sind für die "Fundis" - Mehr dazu bei http://www.nachdenkseiten.de.
Nichts für ungut, denn bis auf oben erwähnten Punkt teile ich Ihre Meinung voll, und ganz.
Gruß
Nachdenkseiten-Leser
Die jetzige Regierungsform durch Parteiendiktatur lässt keinen Raum für Demokratie.
Das wäre wohl der richtigere Satz gewesen, bedenke ich Ihre späteren Ausführungen!
2. „Parteien wie die Grünen sind längst durch die Institutionen marschiert und heute genau dass, was sie einstmals bekämpfen wollten“
Parteien werden durch ihre hierarchische Struktur nicht wirklich mehr dem Wähler gegenüber verantwortlich. Die Ursache sehen wir in NRW, wo die KRAFT neoliberale Positionen posaunen darf, ungestraft, weil die Wähler keine wirkliche vom Wähler kontrollierte Alternative haben!
Das System schluckt die Parteien!
3. „Unser Wahlrecht bietet dazu eine schicke Möglichkeit durch den Direktkandidaten“
Wenn bei Kleinparteien mit zum Beispiel 1000 Mitglieder vielleicht 30 Mitglieder ( 3 % ) aktiv sind, dann ist das viel. Viele sitzen auf den Rängen und schauen sich an, die die in der Manege sich einen abstrampeln. Wenn von den 30 Mitgliedern 40 Prozent an Parteiverwaltung draufgehen, dann bleibt gerade einmal ein Kreativposten von 18 Mitgliedern übrig. 18 von 1000! Das ist unser Parteienrecht! Kleinparteien sollen die Mauern so hoch gelegt werden, dass sie keine ernste Gefahr werden!
Andererseits: Direktkandidaten brauchen Luft! Politische Luft. Sie dürfen nicht gegängelt werden, sie müssen ihren Freiraum haben, um ihre Identität, IHREM GEWISSEN GEGENÜBER VERPFLICHTET ZU SEIN, zu realisieren. Da ist die Frage, ob und wie Sie diesen gesetzlichen Auftrag erreichen wollen. Immerhin gibt es eine Organisation der Direktkandidaten, die, meines Wissens nach, recht rigide mit dem Satz: IHREM GEWISSEN GEGENÜBER VERPFLICHTET umgehen.
ich halte diese Verpflichtung gegenüber dem Gewissen für eine Irreführung des Stimmvolks.
Meines Erachtrens müssen Politiker in ihren Entscheidungen ausschließlich den Wählern gegenüber verpflichtet sein, die sie in ihre politischen Ämter und Positionen gehievt haben.
Merke!
Alle Politiker haben Wähler.
Ein Gewissen dagegen ist ein eher selten anzutreffendes Merkmal aktiver Partei-Politiker.
Ihrem "Gewissen“ verpflichtete Abgeordnete haben wir allerorten. Diese Verpflichtung ist nebulös und angesichts der Aufgabe die sie zu erfüllen haben, grotesk. Ihr Auftraggeber, der Wähler erwartet dagegen eine Verpflichtung zur Mehrung des Gemeinwohls.
Was das ist, bedarf eines breiten Dialogs. Hierarchien und Machtstrukturen sind dabei eher hinderlich. Der Zukunft gehören lernende, sich selbst organisierende und optimierende Strukturen. Die Natur ist so organisiert. Wenn die Natur es so macht, kann es für den Menschen nicht schlecht sein.
Einzelne Direktkandidaten werden gegen die Macht der Parteien nichts ausrichten können. Die Geschäftsordnungen der Parlamente bieten reichlich Paragraphen um sie Mundtot zu machen. Deshalb habe ich meine Zweifel ob der nicht geringe Aufwand lohnt. Aufklärung setzt die mächtigen mehr unter Druck als ein paar Abgeordnete.
Aber bitte erinner dich. Die zwei Frauen die völlig ausgegrenzt als Linke am Katzentisch im Parlament saßen haben mehr bewirkt als die ganze FDP.
Je unfairer unser Politdreck mit Direktkandidaten umgeht, desto mehr Menschen werden sich auf ihre Seite schlagen. Das ist kein Manko sondern eine Chance. Niemand mag die feigen Rücksichtslosen.
Im Übrigen empfehle ich allen, die mit dem derzeitigen System unzufrieden sind ( es ist nicht gut, aber ich kenne kein besseres) doch auszuwandern und dort hinzugehen wo sie die Welt noch verbessern können. Ich schlage vor
Iran, China, Bolivien oder Pakistan....viel Glück
Dass sie dem Wähler gegenüber bezüglich ihrer Wahlaussagen verpflichtet sind, ist selbstredend - andernfalls werden sie nicht wiedergewählt. Nur: einklagbar ist Wahlverhalten nach der heutigen Rechtslage nicht, das sollte auch klar sein!
Der Direktabgeordnete wird aus meiner Sicht gerade in zentralen Fragen sich zur Wahl festlegen müssen. Ich denke, dass in Wahlkämpfen das Dummschnullen der Politiker im Falle von Direktkandidaten bei den Bürgern nicht durchgeht. Direktkandidaten werden zu einer inhaltlichen qualitativen Politisierung beitragen. Wir hören doch heute kaum noch zu, wenn irgend ein Politiker zu den Wahlen etwas verspricht, wissend, dass die ohnehin ( straflos ) lügen; hier eine Anmerkung: wäre Politik rechtlich als ein Produkt zu nennen, ein Dienstleistungsprodukt, dann würden sich alle Politiker strafbar machen, weil sie in der Produktwerbung "Politik" eine bewusste Täuschung betreiben - das wäre spannend, wenn man einen Rechtsanwalt auf den Zug setzen würde.
Ihre Ansicht, aebby, "weil er sonst bei der nächsten Wahl von den Wählern vom Fleischtopf vertrieben wird" halte ich für richtig und könnte eine völlig neue Qualität in der Politik bedeuten.
Was die Listen betrifft, sehe ich viel eher einen Ansatzpunkt, die Macht der Parteispitzen zu beschneiden - nämlich dass der Wähler entscheidenden Einfluss auf die Listen bekommt, ähnlich wie heute schon im Kommunalwahlrecht mit der Möglichkeit des Kummulisierens und Panaschierens. Vielleicht in umgekehrter Form z. B. dadurch, dass er gewisse Personen auf den Listen streichen darf, die dann auch nicht über die Listen in die Parlamente einziehen können.
Direktkandidaten bedeuten auch, dass das Verhältniswahlrecht völlig außer Kraft gesetzt wird, d. h. dass immer nur der stärkste in das Parlament einzieht und alle anderen Stimmen unter den Tisch fallen. Im Verhältniswahlrecht bleibt wenigstens garantiert, dass auch kleinere Parteien und gesellschaftliche Strömungen eine Möglichkeit erhalten, in die Parlamente zu kommen.
(die gesamte Problematik ist für hier wohl zu lang, ich habe sie hier zusammengefaßt)
Es würde glaube ich nur hinhauen, wenn wir Direktkandidaten aus den Parteien wählen und diese in der ersten Sitzung ihren Parteiaustritt erklären. Dann kann an der personellen Zusammensetzung nicht mehr viel geändert werden, denn die Direktkandidaten sitzen fest und können nur durch Abwahl in 4 Jahren "beseitigt" werden.
für ihre einerseits selbst für polit. "deppen" nicht verweigbaren u. andererseits klaren kontras (auf die hier wütenden trolle) ein ganz dickes Kompliment an sie! (es ist tlw. schon eine kleine genugtuung, wie sie all diese "kleinen" neoliberalen wie faschistoiden arsch"maden" mit nur wenigen worten zum verstummen bringen bzw. "abbürsten können - großartig!)
insoweit ein sehr persönl. dankeschön für ihre (fast schon glänzend-stoische) beharrlichkeit u. ihr UNMISSVERSTÄNDLICHES tacheles!
viele liebe grüße an sie,
conny.