Das Märchen vom ewigen Öl
Märchen sind Prosaerzählungen, die von wundersamen Begebenheiten berichten und meist auch einen moralischen Wink mit dem Zaunpfahl enthalten, der die Zuhörer dazu bringen soll, sich auf ein, den Erwartungen des Erzählers entsprechendes Denken und Verhalten einzulassen ohne den Sinn zu hinterfragen. Immer siegt das Gute, Edle und Schöne. Deshalb glauben die Menschen eher den Märchen als der Wirklichkeit.
Tatsächlich sind Märchen allerdings ein Erziehungsmittel, dass typisiertes und der Obrigkeit gefälliges Verhalten erzeugen soll. Auch wenn der Bauernjunge mal die Prinzessin küssen darf, geht es doch darum, die Gesellschaft in ihrer bestehenden Form zu konservieren und damit auch die Teilhabe am Besitz in den bestehenden Verhältnissen zu schützen. Märchen wollen ein angeblich goldenes Gestern festschreiben.
Dies gilt auch für moderne Märchen wie das Märchen vom ewigen Öl. Kernaussage dieses Märchens, dass in verschiedenen Variationen immer wieder vorgetragen wird, ist die Kunde das Öl nicht endlich sei. Grundlage ist das sogenannte abiotische Öl, also ein Öl, dass nicht aus den Zerfallsstoffen von Fossilien entstand, sondern auf märchenhaft wundersame Weise immer wieder neu aus dem Erdinneren entsteht. Sich quasi im glühenden Magma selbst formt.
Die Voraussetzungen für dieses Märchen sind schon richtig gut. Wer kann wirklich sagen, was im Erdinnern alles passiert und möglich ist. Der Normalbürger hat kaum eine Chance die Prozesse dort zu hinterfragen. Tatsächlich gab es in den fünfziger Jahren in Russland eine Gruppe um den "Wissenschaftler" Nikolai Kudryavtsev die davon träumte abiotisches Öl gefunden zu haben. Allerdings halten ihre Ergebnisse modernen Forschungsmethoden von heute nicht stand. Es waren lediglich Messfehler.
Fest steht, das Öl, Gas, Steinkohle und Braunkohle zu den fossilen Energieträgern gehören, sich also aus Fossilien, sprich Pflanzen und Tieren gebildet haben. Bei der Steinkohle und vor allem der Braunkohle ist dies leicht nachweisbar, da sich Teile der Pflanzen oder Tiere direkt dem Auge darbieten und chemisch sehr leicht nachzuweisen sind. Bei Öl und Gas ist der Nachweis schwieriger aber ebenfalls möglich.
Aktuell wird am 15.03.2010 um, 21.30 Uhr und am 21.03.2010 um 16.00 Uhr das auf 3sat im Rahmen der Serie Hitec das Märchen vom ewigen ÖL wieder aufgewärmt.
Aus dem russischen Romashkino-Ölfeld, dem größten Ölfeld Europas, wurde Ende der 1990er Jahre nur noch Wasser gepumpt. Mit einigen Jahren Abstand förderten die Maschinen im Jahr 2002 plötzlich wieder Erdöl. Wie kann das sein? Mehr noch: Es war ein anderes Öl, als das ursprünglich geförderte - das kann man mit einem sogenannten isotopischen Fingerabdruck feststellen.
Doch woher stammt dieses Öl? 90 Prozent aller Materie der Erde entsteht im Erdmantel unter hohem Druck und Hitze, wo sich Moleküle fortdauernd neu arrangieren. Russische Wissenschaftler folgen nach dem Romashkino-Vorfall dieser Spur: Könnte es sein, dass unter hohem Druck in 120 bis 240 Kilometern Erdtiefe aus Wasserstoff und Kohlenstoff zusammen mit Eisenoxid Erdöl entsteht? Die Ergebnisse der russischen Forscher aus dem Hochdrucklabor scheinen plausibel zu sein - immerhin hat sie die Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht.
Stimmten ihre Resultat, würde Erdöl ständig neu entstehen und die Ölindustrie müsste mit der Suche nach dem Rohstoff erst richtig anfangen.
Dummerweise haben die Experten von 3sat wohl eher ihre Kontoauszüge als die Lagerstätten von Fossilien im Auge gehabt, als sie diesen Bericht verzapften. Wer sich nur einmal ein Steinkohlebergwerk in seinem schematischen Aufbau angesehen hat, der wird feststellen, dass die Kohle nicht in einem einzigen großen Brocken in den Stein eingebettet ist, sondern in einzelnen Flözen, die unter- und auch nebeneinander liegen können. Deshalb liegen an einem Schacht ja auch diverse Sohlen in unterschiedlicher Tiefe an.
Das gleiche gilt natürlich auch für Erdöl und Erdgas. So ist es ohne weiteres möglich, das unter dem bisher bekannten Romashkino-Ölfeld eine weitere ölführende Schicht verborgen ist. Selbstverständlich kann diese Schicht auch aus ganz anderen Zeiten stammen und dementsprechend ein anderes Öl beinhalten. Genausogut könnte aber auch Öl aus nicht erschlossenen Feldern neben dem alten Ölfeld eingesickert sein.
Das alles ändert nichts daran, das Öl wie alle fossilen Brennstoffe endlich ist. Die einzige Frage die sich noch stellt ist die Frage wann das Öl zu Ende sein wird. Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Jedes Ölfeld ist anders. Die ursprünglichen Berechnungen über die zu förderne Menge bauten auf veralteten Technologien, die neueren auf vielfach zu optimistische Betrachtungsweisen. Dazu kommt, dass gerade die Opec-Staaten gerne über die wirklich geförderten Mengen gelogen haben, weil sie mehr förderten, als untereinander abgesprochen war.
Zusätzlich wird immer wieder von spektakulären Ölfunden gesprochen. Einer davon war ein Fund vor Brasilien in 7 km Tiefe der zudem noch durch eine Salzschicht von 2 km Dicke geschützt wird. Es mag dieses Öl geben, aber ob und zu welchem Preis es gefördert werden kann, ist genauso unklar wie bei möglichen Ölfunden in der Arktis und Antarktis oder der Tiefsee. Auch aus den bekannten Feldern könnten mit neuen Technologien, zu unbekannten Kosten auch noch weiteres Öl gefördert werden.
Es ist alles eine Frage des Preises. Und genau deshalb wird das Märchen vom endlosen Öl ständig aufs neue für viel Geld verbreitet. Es geht darum die Menschen in Abhängigkeit vom Öl und den anderen fossilen Brennstoffen zu halten. Denn wie der Drogensüchtige bereit ist für seinen Stoff alles zu tun, wird auch der Ölabhängige alle tun müssen und jeden Preis bezahlen um Öl zu erhalten.
Das Märchen vom ewigen Öl dient lediglich dazu die Menschen in dieser Abhängigkeit zu halten. Auch die ständigen Zweifel am Klimawandel der zumindest durch den Menschen mitverursacht wird, dient diesem Zweck. Denn wenn die Menschen Energie einsparen wo sie nur können und alternative Energiequellen ausbauen, dann gibt es für die Leute die Geschäfte mit ÖL machen ein Problem. Niemand wird die irrwitzigen Preise bezahlen, die sie fordern müssten, um weiteren Gewinne zu machen.
Deshalb tobt auch ein ständiger Kampf um die Definition des Zeitpunktes für Peak Oil, also für den Moment, an dem die Förderung von Öl auf der gesamten Welt ihren Höhepunkt überschritten hat und ab dem immer weniger Öl gefördert wird, bis sich entweder die Förderung nicht mehr lohnt, oder das Öl wirklich alle ist. Es gibt gute Gründe anzunehmen, das Peak Oil für Ölförderung bis 100 Dollar je Barrel bereits zur Jahrtausendwende stattgefunden hat und das Peak Oil für Ölförderung bis 250 Dollar wohl Ende dieses Jahres erreicht sein dürfte.
Setzt man den Ölpreis für Peakoil noch höher, dann kann man sich vielleicht sogar noch bis 2020 lügen. Aber realistisch dürfte diese Einschätzung nicht sein. Es ist also aus rein wirtschaftlichen Gründen höchste Zeit auf andere Energieformen umzusteigen. Möglichst auf erneuerbare Energie, Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Damit würde sowohl das Ende des Öls und der anderen fossilien Brennstoffe nach hinten verschoben und der petrochemischen Industrie eine Gnadenfrist gegeben, als auch die Abhängigkeit beseitigt.
Dies wird allerdings nicht leicht werden. Denn die alternativen Energien sind leicht als dezentrale Energieplattformen zu erstellen und damit würde die Macht der Großversorger gebrochen, was keineswegs in deren Interesse ist. Die wollen den Kunden in ihrer Abhängigkeit behalten, koste es den Kunden was es wolle, im Zweifelsfall sogar die Demokratie. Man darf sich eben nicht von den Märchen einlullen lassen. Jetzt ist die Zeit Energie zu sparen und alternative Energiequellen in Eigenregie dezentral aufzubauen. Sich energetisch wieder zu kommunalisieren und die Großerzeuger bestenfalls als Lückenbüßer anzunehmen.
Freiheit erfordert immer Kampf und Risiko genau wie Demokratie. Wer sich jetzt befreit, befreit sich dauerhaft. Auch Kostenargumente zählen da nicht. Energie ist endlich und sie wird sehr schnell immer teurer. Was heute noch teuer erscheint, könnte morgen schon sehr günstig sein. Dämmung, Biogas, Solarstrom, Solarwärme, Wärmepumpen und gemeinsame Solar- und Windparks mögen heute noch teuer sein, in wenigen Jahren dürften sie weit unter dem liegen, was man dann an Energiekosten bezahlt.
Wer übrigens immer noch an abiotische oder wohl besser idiotisches Öl glaubt, der möge sich die Leidensgeschichte Großbritanniens vom Bankhaus Rott durchlesen:
Interessant ist im Hinblick auf notwendige Güter das Segment der Energierohstoffe. Auf diesem Sektor ist Großbritannien mittlerweile wieder, erstaunlicherweise wenig beachtet, zum Nettoimporteur geworden (siehe „Wärmer wird’s nicht“). Die Rückgänge bei den Gas- und Ölforderquoten der britischen Plattformen sind dramatisch und unterbieten selbst die pessimistischen Prognosen, die von Energieinstituten auf der Insel in den vergangenen Jahren geäußert wurden.
Nach zwei mehrjährigen Phasen, in denen die Briten von der warmen Stube aus in der Lage waren, andere Länder mit Energieträgern zu beglücken, ist die alte Abhängigkeit von Öl- und Gasimportenmit Macht zurückgekehrt. Das ist angesichts des deutlichen Niedergangs der geförderten Mengen der Nordseeplattformen eine logische Entwicklung. Kommt man nun zurück auf das Argument der Exportförderlichkeit einer schwachen Währung zurück, so schließt sich hier der Kreis. So schön auch der Gewinn an Wettbewerbsfähigkeit in einigen Bereichen sein mag, wenn es sich um energieintensive Sektoren dreht, schließt sich bei einer schnellen Abwertung die Garotte steigender Importkosten um den Hals der Unternehmen. Für die Bürger und den Staat gilt dies ebenso.
Peak Oli ist für die britischen aber auch andere Nordseefelder längst vorbei. Für das Empire reicht es nicht einmal mehr zur Eigenversorgung und bei steigenden Ölpreisen wird die englische Wirtschaft und damit auch die Bürger dieses Landes langsam aber sicher erwürgt. Wer immer noch lieber an Märchen glauben will, der mag sich Dubai und seine Ölfelder betrachten.
Es gibt Märchen die sind eben nur böse Propaganda die nur dazu dient die Leute zu betrügen. Das Märchen vom ewigen Öl ist genau solch eine Propaganda. Dagegen muss man sich wehren.
Trackbacks
Anonym am
02/14/11 um 09:13
Wikileaks: Saudiarabien lügt bei den Öl-Reserven
Neben dem Märchen vom ewigen Öl, welches davon handelt, das sogenanntes abiotisches Öl ständig selbst von der Erde geschaffen wird, gibt es auch laufend neue Meldungen von Öl, dass irgendwo gefunden wird und die Ressourcen gewalti ...
Neben dem Märchen vom ewigen Öl, welches davon handelt, das sogenanntes abiotisches Öl ständig selbst von der Erde geschaffen wird, gibt es auch laufend neue Meldungen von Öl, dass irgendwo gefunden wird und die Ressourcen gewalti ...























"Fest steht, das Öl, Gas, Steinkohle und Braunkohle zu den fossilen Energieträgern gehören, sich also aus Fossilien, sprich Pflanzen und Tieren gebildet haben."
Das steht keineswegs fest. Wie kommt das Methan auf Titan? Es wird auch der wissenschaftlich erbrachte Nachweis ignoriert, das zur Methanbildung keinerlei Fossilien notwendig sind.
Ich mach es mal ganz einfach. Dein angeblicher Beweis für die Erzeugung von Methan durch Vulkanität mag unter bestimmten Laborbedingungen sogar stimmen.Theoretisch kann ich unter Laborbedingungen übrigens jeden Stoff in jeden anderen Stoff umwandeln. Lohnt sich übrigens nur nicht.
Auf der Erde kommt Methan, wenn man es auf seine historische Entstehung prüft übrigens immer aus fossilen Quellen. Eine nachgewiesen vulkanische oder sonstige Quelle ist mir nicht bekannt.
Auf dem Mars dürfen durchaus von biologischen Quellen ausgehen, weil viel zu viel dafür spricht und die geologische Tätigkeit durchaus gering war. Was den Titan betrifft war ich noch nicht oft genug dort um mit Sicherheit eine antwort geben zu können. Aber im Asteroidengürtel findet sich Wasser und Methan. Ach ja, der entstand ja als der fehlende Planet zerstört wurde.
Lange Rede kurzer Sinn. Bereite dich darauf vor das Öl endlich ist, wie das Geld in deiner Brieftasche. Vor allem aber versuche nicht andere zu desinformieren. So gut kannst du gar nicht bezahlt werden.
Es ist bislang noch niemandem gelungen, aus einem toten Tier Erdöl zu machen.
Leider bringst Du für Deine Behauptungen keine Belege, sondern betest das nach, was seit Jahrzehnten "Konsens" ist.
Auf Titan gibt es nicht nur Methan, sondern auch Propan, Butan und Ethan.
Welt
wissenschaft online
Damit bin ich weit von einer Meinung entfernt, sondern liefere Fakten, die in Deinem Artikel leider fehlen.
Ist Erdöl wirklich endlich Teil I
Teil II
Der geschätzte Leser mag sich ein eigenes Urteil darüber bilden, wer hier wen desinformiert.
Ich bin aber gerne mit dir bereit in ein Labor zu gehen wo wir dann aus toten Tieren oder Pflanzen Erdöl herstellen können. Das geht über eine Verkohlung unter Druck und ist leider nur wirtschaftlich unsinnig, aber locker machbar.
Wie gesagt, du willst eine Religion verkaufen und keine Tatsachen. Also bitte versuch die Leute weiterhin dumm zu halten, wenn du entsprechend gut bezahlt wirst, aber laber hier nicht die Kommentarspalten voll.
Die Preise würden dann ja massiv in den Keller fallen wenn es bewiesen wäre dass es unendlich ist.
Erst dann würde sich der Preis des Öl nach seiner mittel- und langfristigen Verfügbarkeit rechnen. Es würde also wirtschaftlich sinnvoll alternative Energien frühzeitig aufzubauen, da der aktuelle Preis nicht mehr so wichtig ist, wenn man mit langfristigen Preisen für Öl gegenrechnet.
Sieht man sich z.B. den Abbau von Ölsand in Kanada an und berücksichtigt neben dem gewaltigen Energiebedarf, den dieser Abbau erfordert, die enormen Kosten für die Umweltschäden, dann kommt man langsam in den Bereich des Absurden, und die Förderung macht nur dann Sinn, wenn ein ebenso absurd hoher Preis für Öl gezahlt wird.
Da wären wir dann genau bei deiner Argumentation angekommen.
Es ist wie meistens: Eigentlich ist die Sache klar und wenn es nach sachlichen Kriterien ginge, wäre auch klar was zu tun ist. Da die Sache aber gleichzeitig ein Riesengeschäft ist, gelten nicht die Gesetze der Vernunft, sondern die des Profits.
Den Beweis das Erdöl und Erdgas fossilen Ursprungs ist würde ich gern sehen.
Die Aussage: "Fest steht, das Öl, Gas, Steinkohle und Braunkohle zu den fossilen Energieträgern gehören, sich also aus Fossilien, sprich Pflanzen und Tieren gebildet haben."
ist schlicht und einfach lächerlich!
Woher willst Du das wissen? Kriechst du schon seit Millionen Jahren dort unten herum und beobachtest den Vorgang? Sicher nicht. Und irgendwer anderst auch nicht. Dieser Entstehungsprozess ist nur eine simble Annahme, die niemand beweisen kann und die auch niemand widerlegen kann. Also bleibt es erst mal dabei. "Fest stehen" tut es aber mit Sicherheit nicht.
Die Menschen glauben stets, daß ihr aktuelles Wissen die absolute und allein selig machende Wahrheit ist. Die Geschichte der Wissenschaft ist voll von Unsinn, der für bare Münze genohmen wurde. Und skeptisch gegenüber einer öffentlichen Meinung zu sein hat bisher wohl nur wenigen geschadet. Also kann man auch nicht sagen, daß hier irgendjemand "desinformiert" wird. Den Leuten andere Alternativen anzubieten und dadurch zum nachdenken anzuregen ist meines Erachtens nach nicht falsch.
Zu glauben man hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen und die eigenen Ansichten wären die ultimative Wahrheit, dagegen schon!
Wie viele Tonnen organische Material brauch man denn um einen Liter Öl herzustellen??? Weil (*täglich*) werden so um die 25 Mio Fass Öl (ein Fass hat 159 Liter) gefördert!
Gruß
me
Aber du kannst dir hier sicher Antworten holen, wie lange wir heute für die Gewinnung von Öl aus unserem Abfall brauchen:
http://www.internationales-buero.de/de/2156.php
Natürlich ist das Verfahren nicht sonderlich wirtschaftlich, im Sinne eines Entsorgungskreislaufes aber vielleicht vertretbar.
Sicherheit behaupten kann, richtig zu liegen.
So kann man auch beiden Parteien theoretisch unterstellen, eine gewisse Lobby zu unterstützen. Das endliche Öl würde der Atomindustrie sicher gut in ihre Argumentation passen, das unendliche Öl eben der Öllobby.
Mit der unverschämten Gier ist auch die unverschämte Lüge gewachsen. Nur wenn man sich
umfassendes Wissen auf allen Gebieten aneignet, hat man die Möglichkeit, sich selbst ein Bild der höchsten Wahrscheinlichkeit zu machen.
Allerdings sollte auch das kein Grund sein,
fundamentalistisch eine Wahrscheinlichkeit zu bewerten. Dies steht nur dem Beweis zu.
Ich kann es wirklich nur immer wieder wiederholen. Wir können Kohle und Öl aus Pflanzen und Tieren im Labor unwirtschaftlich herstellen. Es hat nie eine Probe abiotischen Öls gegeben. Das ganze ist eine Propagandalüge um zu verhindern das wir eine neue Form der Energiegewinnung fördern die uns vom Öl unabhängig macht.
Die Atomlobby springt übrigens deshalb nicht auf das Thema an, weil sie zu eng mit der Ölmafia verbunden ist.
Um die Jahrhundertwende lebte gerade einmal eine Milliarde Menschen auf der Erde, heute sind es etwa 7 Milliarden, die praktisch alle nach dem Konsum und materiellen Wohlstand eines industriell geprägten Lebens streben, für dessen Realisierbarkeit billige Energie und Ressourcen eine unabdingbare Voraussetzung sind.
Aus diesem wichtigen Grund würde selbst eine äußerst unwahrscheinliche Verdopplung der vorhandenen physikalischen Reserven von Erdöl, Phosphat usf., die Grenze für weiteres exponentielles Wachstum der Menschheit nur um ein paar Jahre in die Zukunft verschieben, ohne die Eigenschaften und Auswirkungen von Hubbert's Glockenkurven wesentlich zu verändern.
Um den endlichen Charakter der industriellen Zivilisation in der irdischen Geosphäre zu überwinden, müsste die Menschheit die Ressourcen des Sonnensystems für weiteres Wachstum nutzen, doch diese Option steht aus physikalischen, ressourcelichen und auch politischen Gründen sehr wahrscheinlich nicht zur Wahl. Science Fiction wird deshalb Science Fiction bleiben, obwohl nicht wenige von uns lieber in medial genährten Träumen leben.
Es führt deshalb kein Weg daran vorbei den Pfad des industriellen Wachstums und der gegenständlichen Materialisierung von zivilisatorischen Fortschritt zu verlassen. Wir müssen eine nachhaltigere Zivilisation erfinden. Wir müssen aufhören die Erde für industriellen Fortschritt zu plündern.
Zukünftiges Wachstum wird deshalb vornehmlich ideeller Natur sein müssen. Der Hyper-Individualismus und Hyper-Konsum der vergangenen Jahrzehnte der westlichen Zivilisation, war eine schwere gesellschaftliche und ressourceliche Fehlentwicklung, für den wir alle den bitteren Preis eines zivilisatorischen Kollaps bereits in der nahen Zukunft zahlen werden. Etwa um 1985 hat die Menschheit ihre biosphärliche Tragekapazität der Erde überschritten.
Die Unfähigkeit unserer Spezies die Auswirkungen exponentiellen Wachstums zu verstehen und daraus resultierende natürliche Grenzen zu akzeptieren, wird bereits in naher Zukunft äußerst unangenehme Folgen für die gesamte Menschheit zeitigen, doch davon wollen die meisten nichts hören. Lieber glauben sie an das Märchen eines endlosen industriellen Wachstums durch 'just in time' nachwachsende fossile Ressourcen.
Nicht jedes Lebewesen sei es nun Tier oder Pflanze ist nach der Öl-Entstehungstheorie unter Druck und Hitze zu Öl umgewandelt worden!
Aber!
Selbst wenn sich einige oder gar alle Ölvorkommen mit der Zeit wieder auffüllen, so tun sie dies allenfalls viel zu langsam, um unseren derzeitigen Verbrauch auch nur annähernd decken zu können. Die "Theorie des abiotischen Erdöls" ändert also letztlich gar nichts an der Tatsache, dass unser derzeitiges erdölbasiertes Wirtschaften nicht zukunftsfähig ist.
Ich denke das ist am Ende das Entscheidende hier. Genauso wie es letztlich unwichtig ist, ob der sog. "anthropogene Treibhauseffekt" nun tatsächlich anthrobogen ist oder nicht - wenn man sich der Thematik neutral und mit Vernunft nähert, kommt man am Ende unweigerlich zu dem Schluss, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher.
"peak oil" bedeutet das die FÖRDERMENGE nicht mehr erhöht werden kann und hat absolut NICHTS damit zu tun wieviel öl noch irgendwo lagert.
was die abiotische theorie betrifft:
solange keine möglichkeit besteht einen ganzen planeten dazu zu ZWINGEN seine "nachwachsgeschwindigkeit" für erdöl (parallel zur wirtschaft) EXPONENTIELL !!! zu erhöhen hat die entstehungsart KEINERLEI einfluss darauf dass eines tages die FÖRDERMENGE NICHT MEHR ERHÖHRT WERDEN KANN - also "peak oil" erreicht ist..........
wie öl entstanden ist oder gar gegenwertig entsteht ist also vollkommen unwichtig !!!!!!!!!!
Übrigens rate ich Jochen Hoff, sich einmal folgenden Link anzuschauen:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/Energie
Also: Was steht nun fest????
Sie schicken die Leute mit angeblichen Wahrheiten in die Irre und sorgen so dafür, dass die bestehenden Machtverhältnisse erhalten bleiben.
Nun zu deiner Frage. Die Plattentektonik hat zu den Auffaltungen unserer Gebirge geführt, selbstverständilch hat sie auch Erdschichten in die Tiefe gedrückt. Bei Braunkohle und Steinkohle kannst du es dir ja selber ansehen.
Während es jede Menge Beweise für biotische Kohlenwasserstoffe gibt, gibt es keinen Einzigen Beweis für ein abiotisches Vorkommen. Dafür gibt es nur die Idee eines ziemlich durchgeknallten russischen Wissenschaftlers, der aber selbst dort nicht ernst gehnommen wurde.
Du verlangst also, dass sich alle dieser Theorie beugen sollen, anstatt sich schnell auf den Ausstieg aus den fossilen Enerergien vorzubereiten. Damit sorgst du nur dafür, dass es dann am Ende viel teurer wird und die Menschen leiden. Was hast du davon?
Aha: Wer sich u.a. mit der 9/11 - Lüge und der Klimalüge auseinandersetzt, ist nach Deiner Darstellung eine "unseriöse Quelle".
Jochen, dann überlass das Publizieren doch komplett den Systemmedien. Was ist das Ziel Deiner Website? Die Frage seit gestattet.
In ein paar Jahren dürften dort Tanker im Normalverkehr fahren und auch andere Handelsschiffe. Das verbilligt die Route von Europa nach China.
Ob die Klimaveränderung von Menschen gemacht ist, ist eine Frage über die man sich streiten kann. Aber wir haben Milliarden Tonnen von fossilien Brennstofen verbrannt und dies in kürzester Zeit.
Niemand weiß, wie lange das gut geht, oder ob da schon ein Punkt erreicht ist, der unumkehrbar ist.
Sinnvoll ist auf jeden Fall mit Energie besser umzugehen und auf Sonnenenergie, nachwachsende Rohstoffe und bessere Energieausnutzung zu setzen.
Alle die das nicht wollen, wollen nur ablenken. Wer aber ablenkt macht die Arbeit des politischen Gegners. auch wenn er das vielleicht nicht will.
Meinst du die Arbeit von Schall und Rauch hat in Deutschland den Mindestlohn auch nur einen Millimeter weitergebracht oder die Parteien demokratischer gemacht. Weder das eine noch das andere. Es wird nur ständig der alte nutzlose Kram weitergekaut um die Menschen zu beschäftigen und damit vom Kampf abzuhalten.
Ebenso wenig anfreunden kann ich mich mit Deiner Behauptung, dass Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit der Theorie vom abiotische Öl beschäftigen, durchgeknallt seien. Ich kann nur wiederholen, was andere Kommentatoren schon sagten: Die biotische Entstehung von Erdöl ist bis heute nicht bewiesen. Sowohl die biotische als auch die abiotische Theorie beruhen auf Indizien.
Es wurde noch nirgendwo auf dieser Erde abiotisches Öl gefunden, aber überall gibt es Öl dessen biotische Herkunft nachweisbar ist. Bring mir eine kleine Flasche abiotisches Öl und ich glaube dir.
Nenne doch bitte mal ein paar Quellen für Deine Behauptungen. Das würde hier vielleicht weiter helfen. Woran - bitte sehr - kann man erkennen, ob das Öl aus einst lebender Materie entstanden ist? Wie gesagt - Quellenangaben würden hier vielleicht weiter führen.
Deshalb ist abiotisches Öl nicht nur eine Hypothese sondern eher eine Wahnvorstellung.
So einfach kann Logik sein.
Andernfalls führen Sie den klaren, eindeutigen Beweis, das die Biomarker NICHT von der Biosphere erzeugt werden. Doch das können Sie nicht.
Logisches Denken hilft meistens weiter.