Ja, da haben sich am Ostersamstag die Richtigen gefunden. Die FAZ, die als billige Werbefläche für den neoliberalen Wahnsinn noch immer nicht begriffen hat, dass der von ihr so geliebte Raubtierkapitalismus tot ist und der doch ach so tolle Unternehmer Ulrich Marseille, mit dem anständige Leute wahrscheinlich kein Wort wechseln würden. Ziel ist es dezent darauf
hinzuweisen dass die bösen Hartz IV ler sogar zu faul sind ein paar Alten etwas vorzulesen, ihnen einen Apfel zu schälen oder mit ihnen spazieren zu gehen.
Bei Google taucht die Autorin dieses Propadanda und Desinformationsartikels, Kerstin Schwenn, meist im Zusammenhang mit großen Namen der Neoliberalen auf, aber es lässt sich nicht sagen, dass sie diesen Kreisen direkt zugerechnet werden kann. Wahrscheinlich war sie einfach zu faul ernsthaft zu recherchieren und hat schlußendlich nur die gewünschte Auftragsarbeit abgeliefert.
Tatsache ist, das es natürlich nicht um das Betreuen von Alten in dem geschilderten Sinne geht. Bei den z.B. in Berlin abgehaltenen Seminaren zu dem Thema wurde den Hartz IV lern schnell klar gemacht, dass sie schwerste Dekubituspatienten, die bei lebendigem Leib verfaulen, pflegen sollten und es nicht einmal ansatzweise Zeit für einen Apfel oder ein Gespräch geben würde. Es ging einzig und alleine darum möglichst billige Pflegekräfte zu gewinnen, die man dann gleichzeitig dazu benutzen könne, um die Löhne der gelernten Pflegekräfte zu drücken.
Es ist ein typischer Betrug wie ihn Ulrich Marseille, der damals noch Ulrich Hansel hieß schon im Studium versucht hat. Als er bei der Abschlussprüfung durchfiel, versuchte er über eine Chiffreanzeige einen Juristen zu finden, der ihm eine neue Abschlussarbeit schreiben sollte. Dummerweise meldete sich ein Mitglied der Prüfungskommission seiner Universität und die Geschichte mit dem Jurastudium war ein für alle mal erledigt.
Es gäbe eine Menge über die geschäftliche Vorgehensweise des Herrn Marseille und seine Gruppe zu sagen. Über Fördergelder und Druck, über Beziehungen zur Politik, aber all dass führt nur zu langen ermüdenden Rechtstreiten. Auch sein Auftritt bei der Schill Partei ist kaum erwähnenswert. Wenn er aber, der selber das Recht mit Füßen tritt nun auf die Hartz IV ler schießt, ist dass ein Grund ihm seine Grenzen aufzuzeigen.
Er will nach eigener Aussage "
Deutschlands Pflegediscounter werden" und dazu scheint ihm jedes Mittel, vor allem aber auch die unsauberen recht zu sein. Man kann Menschen wie ihn nicht ändern. Pflege gibt es nicht im Discount. Sie bedeutet Arbeit, Investitionen in spezielle Betten und Techniken und verträgt sich nicht mit dem Gewinnstreben der Privatwirtschaft, bei der, der zu Pflegende nur noch Objekt und Kostenfaktor ist.
Pflege ist eine viel zu wichtige Sache um sie Menschen wie Ulrich Marseille zu überlassen und das die FAZ dumm genug ist, sich bedenkenlos auf seine Seite zu schlagen, zeigt, dass dieses Blättchen nun wirklich nicht mehr ernst zu nehmen ist. Wenn man schon keine Ahnung hat und zu faul zur Recherche ist, sollte man wenigstens die Schnauze halten.
Einfach *aufklärend*.
Aber ist es nicht erstaunlich, mit welcher Frechheit diese Leute überall auftreten?
dienst zu gehen.
Denn die meinsten Langzeitarbeitslosen sind arbeitswillig.
Aber es kann auch nicht jeder Arbeitslose oder jede Langzeitarbeitslose als Pflegerhelferin oder Pflegehelfer arbeiten. Denn zu diesem Job muss man geboren sind. Denn er ist sehr hart.
Und trotzdem ist es einer der besten Berufe die es je gegeben hat. Ich würde diesen Beruf nocheinmal lernen.
Altenheim beschäftigt.
Es war grausam. Kein richtiges Betriebsklima.
Und wie die Menschen, die dort wohnten, behandelt wurden. Es war einfach katastrophal.
Vier Wochen hatte ich dann durchgehalten und dann nichts wie dort raus.
Und ich würde nie mehr in einem privaten Alten- und Pflegeheim arbeiten. Denen geht doch nur darum, dass die alten Menschen, in diesen Heimen, abgezockt werden.
Bei Marseille sollen sich weder die Bewohner noch das Personal wohlfühlen, wichtig alleine ist der Aktionär
Auch Praktikanten sind dort gern gesehene Gratis-Sklaven.
Die angesprochene Ausbildung die durch Referenten eben jenes Trägers unterstützt wird ist ziemlich für die Katz, sprich: das Geld nicht wert das es ARGE und Arbeitsamt kostet.
Vollzeitstellen gibt es kaum noch und Teilzeit bis maximal 30 Std.,bekommt nicht jeder.
Allerdings: die Bezahlung ist besser als bei vielen anderen Trägern.
Die größten Beschwerden die hier von Pflegekräften kamen stammen von AWO- Mitarbeitern.
Mir scheint sämtliche Arbeitgeber in diesem Bereich werten es wohl fast schon als Unverschämtheit dass das Personal überhaupt eine Entlohnung verlangt.
Aber Pflege IST Zeit und sonst fast nichts anderes.
Also kann ich hier nur darüber agieren, das ich Zeit spare oder billiger mache und das heißt, dass entweder weniger Zeit pro Pflegebedürftigem aufgewandt wird (was dem Pflegebegriff schon völlig widerspricht) oder eben die Arbeitszeit der Pfleger dementsprechend weniger bezahlt wird (wobei aber das Niveau der Entlohnung eigentlich eh schon "unter aller Sau" ist).
Ich kann nur hoffen, dass dieser Weg erst gar nicht beschritten wird. Hoffen für uns - die wir durchaus mal in die Lage kommen können Pflege zu brauchen und hoffen für alle Angestellten die in diesem Bereich arbeiten.