Mein Freund Huib Riethof, dem wir ja schon viele gute Artikel auf Duckhome verdanken hat
aufgepasst. Ständig verfolgt er die Luftblasen die aus dem braunen Sumpf aufsteigen und warnt vor der ständig lauernden Gefahr. Er ist wie ein Arzt, der jeden Tag aufs Neue die immerwährende Krankheiten, Dummheit, Faschismus und Rassismus beobachtet und bekämpft. Unermüdlich und ich bin ihm dankbar dafür.
Manchmal schäme ich mich auch, weil ich mich gerne drücke, die Kewils, PI, Kyberlines und all den Unrat ständig zu beobachten. Es ist immer wieder das gleiche und die Bürgerbewegung Pax Europa hat ja sogar ihren Ulfkotte verloren, weil dem die Farbe der Gesinnung
auch nicht mehr passte, oder er sie vielleicht nicht so deutlich machen wollte.
Aber nun wird es langsam Frühling, da kommen selbst diese Leute auf die Idee mal einen Spaziergang zu machen. Nachdem wir schon keine Großdemos in Brüssel und Köln hatten, wollen sie nun nicht in Berlin demonstrieren. Der Termin für ihre nicht stattfindende machtvolle Demo soll der 17 April sein, an dem sie sich in Massen vor der holländischen Botschaft versammeln wollen um den Käsköppen beizubringen, dass die dem Rassisten Geert Wilders Meinungsfreiheit gewähren sollen.
Wie alles was aus dem braunen Sumpf kommt, ist auch dies unnötig. Wilders ist in den Niederlanden im Parlament, seine Partei hat gerade Wahlen gewonnen und die Anklage die es gegen ihn gibt, richtet sich nicht gegen die Meinungsfreiheit sondern gegen den Rassismus. Aber das ist PI und der Bürgerbewegung Pax Europa egal. Sie wollen demonstrieren. Obwohl. Eigentlich wollen sie nur sagen, dass sie demonstrieren wollen.
Denn es hat etwas eigentümliches mit diesen Bewegungen. Sie scheuen weitgehend das Licht. PI versteckt sich ausgerechnet anonym hinter einem türkischen (muslimischen?) Webhoster um von dort aus die Muslime mit Hasstiraden zu überschwemmen und die sogenannten lokalen Gruppen treffen sich über geheime Handykontakte und Erkennungszeichen, wenn sie denn überhaupt aus ihren Löchern herauskommen.
Die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) dümpelt nach der Trennung von ihrem ehemaligen Chef Ulfkotte ziemlich ziellos vor sich hin. Genau wie bei PI fehlt eben der Führer. Dazu kommt, dass die Szene eben heillos zerstritten ist. Es fehlt nicht nur die Idee sondern vor allem ein Führer, der sie einen könnte. Den gibt es aber nicht bei der NPD, nicht bei den Pro Bewegungen und schon gar nicht in den Lagern von PI und BPE.
Deshalb loben sie dort Sarrazins Hasstiraden und fordern zusammen mit der Achse der
Doofen Guten, dass der Kampf gegen den Islam militanter werden muss. Aber es ist und bleibt das pfeifen im Walde. Im Ernstfall kommt nämlich keiner, wenn sie dann schon mal rufen. Ein schönes Beispiel lieferte jetzt mal wieder
Pro NRW:
Gestern wollte die so genannte Bürgerbewegung Pro NRW in vielen Städten des Ruhrgebietes gegen Moscheen und die angebliche “Islamisierung” des Ruhrgebietes demonstrieren. Ein Erfolg war das nicht, eher kann man diese Aktionen in die Kategorie “Reinfall” einsortieren, wie man beispielsweise dem taz-Artikel Wenig Unterstützung für Pro NRW: Islamhasser in der Minderheit entnehmen kann.
Doch anscheinend fehlte den proNRW’lern vor allem eines – die deutsche Tugend der Pünktlichkeit, wie eine Auswahl an Artikeln über die gestrigen Ereignisse zeigt:
Natürlich ist es etwas anderes Menschen aus der Anonymität des heimischen Computers, oder innerhalb spezieller Hassverantstaltungen heraus zu diffamieren und zu beschimpfen. Dies in der Öffentlichkeit zu tun, ist aber für einen wesentlichen Teil der Unterstützer unmöglich. Dieser Teil der Islamophoben packt einfach all die eigenen Versagensängste in den Hass auf die Fremden, die Anderen. Da geht es nicht um Muslime. Da geht es nur darum einen Schuldigen für die eigene verkorkste Lebenssituation zu finden.
Denen ist nicht mit Verstand beizukommen. Die würden alle Hartz IV Sätze kürzen, also auch den eigenen, nur um den Muslimen und den Fremden Schmerzen zuzufügen. Viele in diesem Bereich sind mit Verstand nicht mehr erreichbar und auch nicht therapierbar. Sie werden nur von der eigenen Angst aufrechterhalten. Am leichtesten kann man diese Typen mit Öffentlichkeit ausschalten.
Deshalb macht es Sinn, sich am 17. April 2010 vor der Botschaft der Niederlande in der Klosterstr. 50, 10179 Berlin-Mitte um 14 Uhr zu versammeln um die Islamophoben zu fotografieren und zu filmen. Es macht Sinn ihre Gesichter überall im Netz zu veröffentlichen. Sie sollen auch in ihrer Nachbarschaft klar zu ihren Ansichten stehen müssen. Das könnte lustig werden, wenn sie morgens beim Türken gutes Obst und Fleisch billig einkaufen, um dann am Abend gegen genau diesen Türken für dessen Vertreibung zu wettern.
Zur Zeit sind die Islamophoben eher lächerlich. Aber wenn sie einen Führer bekommen und im Zusammenhang mit der Springerpresse könnte es schnell zu einer Pogromstimmung kommen. Deshalb danken wir Leuten wie Huib Riethof und anderen die ein wachsames Auge auf diese Typen haben.
Denn er steigt tief hinab in den Meinungsumfragen, ist im Begriff die Unterstützung seiner US-Amerikanischen Gönnern zu verlieren und es bleiben ihm in Europa nur die PI-Nitwits mit BPE-Unterstützung.
Weil wir echte Holländer sind, werden wir die Begegnung mit den PI-lern am 17. April bei der niederländischen Botschaft in Berlin ausnützen zum *Geldverdienen*.
Unsere Frau Antjes (mit volendamer Kopftuch) werden echtes Wilders-Haarwasser verkaufen, zur Haarbleichung, und es wird noch viel mehr Erfreuliches geben. Für Jeden!