Die Herrschaften Hundt, Schnappauf und Driftmann sind Lobbyisten. Aber nicht für die deutsche Industrie, nicht für die deutschen Arbeitgeber und schon gar nicht für die zwangsweise in den Industrie und Handelskammern, wie auch in Handwerkskammern verbundenen Kleinunternehmen. Sie sprechen nur für das Großkapital, nur für die Abzocker und für die Feigen, die keine Zukunft bauen, die nichts unternehmen, sondern nur billige Rendite einstreichen wollen.
Wie die meisten Lobbyisten haben sie auch nur einen sehr begrenzten Blickwinkel. Nützliche Scheuklappen verhindern, dass sie sehen können, dass die Bevölkerung in Deutschland, angesichts der verantwortungslosen Zustände im atomaren Endlager Asse II und der katastrophalen Zustände in den Meilern von Vattenfall überhaupt kein Vertrauen mehr in die Atomkraft haben. Sie sehen nur den Profit, den ihre Lobbyorganisation machen würden, wenn sie die endlose Verlängerung der Kernkraft einfach durchpauken könnten.
Dazu muss man wissen, dass obwohl der Bundestagspräsident Norbert St. Corruptius Lammert Lobbyismus für einen wesentlichen Pfeiler der Demokratie hält, Lobbyismus immer mit Korruption und oft genug auch mit Erpressung verbunden ist. Frau Merkel spürt gerade an den ach so ehrlichen Umfrageergebnissen, dass sie tot geschrieben werden soll, wenn sie nicht den Superreichen weitere Steuererleichterungen geben und die Armen nicht härter belasten will. Das ist natürlich Erpressung, wenn es auch schwer beweisbar ist.
Wenn Leute wie Tanja Gönner, die baden-württembergische Umweltministerin in der Bildzeitung schon mit
fast irrem Blick längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert, aber gleichzeitig ein Endlager für ihr Bundesland ablehnt, dann wird klar wie weit der Druck und die ständige Lügerei auch auf die Psyche und den allgemeinen geistigen Zustand solcher Leute einwirken.
Das gleiche Verhalten zeigt übrigens auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), für den gleich der ganze Aufschwung abgewürgt würde wenn die Kernkraft nicht endlos weiterlaufen kann. Gut, der Mann ist in der käuflichen FDP und mit seinem Westerwelle, der ja den neuen Haider macht, ist er keinerlei Vernunft mehr verpflichtet. Was aber verwundert, ist die Tatsache, dass so viele Menschen der Vergangenheit anhängen.
Die Atomtechnik ist eine Technik der Vergangenheit. Selbst wenn man durchaus noch bessere Reaktoren erschaffen kann, die auch weniger Abfall erzeugen, gibt es keine Akzeptanz mehr. Die Gier und die Rücksichtslosigkeit gegenüber Natur und Menschen haben diese Technologie verbrannt. Tatsächlich ist die Gefahr eines Peak-Uran auch viel zu groß um noch auf diese Technologie zu setzen.
Wer also heute für die Atomkraft kämpft, will eigentlich nur verhindern, dass neue bessere Technologien entwickelt werden. Würde man das Geld, dass man bisher in die Kernkraft an Subventionen gesteckt hat, plus ein Millionstel dessen was die Folgekosten für die Lagerung des Atommülls sein werden in alternative Energien stecken, währen die sofort konkurrenzlos günstig.
Und genau darin steckt die Gefahr von Lobbyismus. Das alte, überlebte wird erhalten und dem neuen, zukunftsträchtigen werden alle Chancen verbaut. Ein erster Schritt wäre es solche Lobbyistentruppen aufzulösen. Dies geht am einfachsten, wenn alle Zwangsmitgliedsbeiträge gestoppt werden und Spenden nicht mehr als Aufwand abziehbar sind. Sobald sich diese Organisationen selber tragen müssen, werden sie verschwinden.
Lobbyismus ist immer kriminell.
Auch die Einführung von Elektroautos wird von Lobbyisten gepusht.
Deshalb: Vorsicht Bürger!