Seit ich die
Nachricht gelesen habe, dass der Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 2010 an den Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) geht, habe ich drei Gefühlswellen auszuhalten gehabt.
Zum ersten eine unbändige Wut, wie man den nach meiner Ansicht rassitischen Menschenbeschimpfer Buschkowsky, der seit Jahren zu faul ist sein Amt richtig auszuüben und deshalb immer andere verantwortlich machen muss, für einen Heinemann Preis ausloben. Dann kam die Trauer die ein gewesener SPDler immer empfindet, wenn die Partei die er einmal unbändig geliebt hat, sich immer weiter selbst verarscht und verrät. Zum Schluss ein unbändiges Gelächter, wenn ausgerechnet der fette Wendehals Gabriel die Laudatio hält. Wahrscheinlich lassen sie auch noch Guido Westerwelle und Sarrazin auftreten um gemeinsam die zu beschimpften, die sie nach den Methoden des Verbrechers Peter Hartz um ihr Leben und jede Hoffnung gebracht haben.
Die Bürger in NRW haben es ja bald in der Hand. Wer dort diese SPD wählt, wählt eine Partei die gegen die Bürger und nur für die Bonzen steht. Diese SPD ist nicht mehr zu retten und Gabriel bestätigt mit diesem Auftritt deutlich wo er steht. Aber er war ja wohl auch ein enger Kumpel von Peter Hartz und ich erinnere mich, wie wütend er wurde, als im Rahmen einer Satire die Frage auftauchte, ob er auch mit bei den Nutten von Hartz und VW gewesen sei.
Normalerweise brauchte man über das Thema nicht zu schreiben. Gäbe es da nicht
Gustav Heinemann der ein wirklich feiner Mann und ein Freund der Bürger war:
Gustav Walter Heinemann (* 23. Juli 1899 in Schwelm; † 7. Juli 1976 in Essen) war ein deutscher Politiker. Von 1946 bis 1949 war er Oberbürgermeister der Stadt Essen, von 1949 bis 1950 Bundesminister des Innern. Wegen der von Konrad Adenauer eingeleiteten Wiederbewaffnung der Bundesrepublik trat er 1950 als Innenminister zurück. 1952 verließ er die CDU und gründete die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP). 1957 trat er der SPD bei. 1966 bis 1969 war er Bundesminister der Justiz in der Großen Koalition, von 1969 bis 1974 Bundespräsident.
Während uns die Verbrecher von SPD und Grünen in imperiale Angriffskriege geführt haben und die Hornissenkoalition diese sogar noch ausdehnen will, war Heinemann ein Mann der auch für sich Konsequenzen zog. Etwas was damals auch schon selten, bei heutigen Politikern aber gar nicht mehr vorstellbar ist. Allerdings ist Heinemann in einer radikaldemokratischen, linksliberalen und patriotisch eingestellten Familie groß geworden und wurde auch von der Kirche nicht beeinflusst.
Sein Großvater brachte ihm schon das
Heckerlied bei, ein Lied das auch heute bei uns wieder laut gesungen werden sollte.
1.
Wenn die Leute fragen,wenn die Leute fragen,
wenn die Leute fragen: "Lebt der Hecker noch?"
Könnt ihr ihnen sagen,könnt ihr ihnen sagen
Könnt ihr Ihnen sagen: "Ja er lebet noch."
Refrain
|: Er hängt an keinem Baum
Und er hängt an keinem Strick,
Er hängt an seinem Traum
Von der freien Republik :|
2.
Fürstenblut muss fließen knüppelhageldick.
Es lebe hoch die freie, die deutsche Republik.
Ja 33 Jahre währt die Knechtschaft schon
Nieder mit den Hunden von der Reaktion.
3.
Schmiert die Guillotine mit Tyrannenfett!
Schmeißt die Konkubine aus des Fürsten Bett!
Ja 33 Jahre währt die Knechtschaft schon
Nieder mit den Hunden von der Reaktion.
4.
Gebet nun, ihr Großen, euren Purpur her!
Das gibt rote Hosen für der Freiheit Heer,
Für der Freiheit Rechte, für der Freiheit Reich!
Wir sind keine Knechte, wir sind alle gleich!
5.
Wenn in Flammen stehen Kirche, Schul und Staat,
Kasernen untergehen, Dann blüht unsre Saat.
Ja 33 Jahre währt die Knechtschaft schon
Nieder mit den Hunden von der Reaktion.
6.
An den Darm der Pfaffen hängt den Edelmann
Laßt ihn dran erschlaffen, hängt ihn drauf und dran.
Ja 33 Jahre währt die Knechtschaft schon
Nieder mit den Hunden von der Reaktion!
Heinemann selbst schrieb in seiner Jugend in einem Theaterstück:
Nie wird es mich reuen, der Wahrheit und dem Recht den Mund geliehen zu haben. Bringt mich nur durch rohe Gewalt zum Schweigen! Recht bleibt Recht! Vor dem Stuhle des Richters, der euch einst fordert, werdet Ihr mich hören müssen!
Wahrscheinlich hätte sich Heinemann nicht vorstellen können, wohin sich Deutschland entwickelt hat. Er hätte sich keinen Ackermann, keine Typen wie Schröder und Peter Hartz vorstellen können. Keine Arbeitgebervereine die nur Lohn drücken und abzocken wollen. Aber gerade wenn sich heutigen Edelleute trauen, einen Typen wie Buschkowsky mit einem Heinemann Preis zu ehren, dann ist es höchste Zeit, dass Denken Heinemanns zum Vorbild zu machen und das Heckerlied so laut zu singen, dass selbst Gabriel den Text versteht.
Was leben wir doch in einer verkommenen Zeit.
Vielleicht ist es nur Vorvormärz und verleicht können sie den Aufruhr noch ein wenig nieder halten. Aber solche Dinge wie dieser Preis machen weitere Leute wach. Die Wut wächst.
Das einzige was wir tun können, ist die Wut wach zu halten und ihr kostbares Feuer zu bewahren und ihm neues Material zu geben. Das wichtigste Zubehör einer erfolgreichen Revolution ist nämlich nicht das Schwert sondern die Feder. Also pack deine wieder aus.
Es ist mühsam und harte Arbeit. Das weiß ich wohl. Aber was hilft es. Es muss getan werden.
Nicht nur die Feder ist wichtig....auch die Zunge!
Ich bin freiberuflicher Dozent in der technischen Weiterbildung und habe unter Anderem auch mit den Hartz4-Empfängern zu tun die entweder voller Hass sind oder voller Resignation.
Aber mittlerweile werden ja vom Staat die sogenannten "Bildungsgutscheine" die man ja für eine Weiterbildung braucht, auch kaum noch rausgegeben. Die "Töpfe wären angeblich leer!"
Für schwachsinnige Verschlimmbesserungen in der ARGE und em Ämtern sind aber immer Millionen vorhanden.
Solange wie die Gesetze die dieses ermöglichen von Leuten gemacht werden die damit und davon nicht leben müssen, solange wie die Politiker nicht zur Verantwortung gezogen werden könnnen für ihre Fehlentscheidungen....solange wird sich nichts ändern!!!!!!!!
Nur...WEN kann man denn noch wählen?
Viva la Revolution!
Dass dafür ausgerechnet ein so aufrechter Demokrat wie Heinemann in diesem Fall Pate stehen musste ist wirklich peinlich, dürfte aber deutlich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von Leuten wie Buschkowsky liegen, denen als Lebenszweck es völlig ausreicht, sich an der geglaubten eigenen Wichtigkeit zu besaufen.
Wenn die Herrschaften so viel Spaß an Orden haben gibt's ja vielleicht noch was zum Freuen, wenn demnächst die großen Volksorden -die Laterne am Band- verliehen werden, um die zu Ehren, die sich besonders verdient gemacht haben beim Herumtrampeln auf den Verlierern, denen die Glorreiche SPD die Zukunft genommen hat.
Wenn ich mich allerdings in meinem, eher linksliberalen (Grünenwähler mit akademischem Abschluss), Bekanntenkreis umhorche, muss ich feststellen: Ich bin der Einzige! Und genau dieser Umstand lässt mich am Deutschen Wesen verzweifeln. Keine Änderung in Sicht – So weitermachen, eventuell ein paar Euros mehr für „Hartz-Kinder“. Das war's. Ein Trauerspiel.