Ja, die Wahl in NRW rückt näher und da gilt es schnell schon Entschuldigungen zu formulieren. Der arme Herr Rüttgers barmt, dass die Wahl in NRW zu einer Denkzettelwahl für die Bundespolitik werden könnte und er dann doch nur der unschuldige Leidtragende sei. Was für ein verächtliches Kerlchen. Er hat kein Wort gegen Steuersenkung für die Reichen, gegen Mehrwertsteuersenkung für die verkommenen Hoteliers, die ihre Zimmermädchen ausbeuten, oder gegen die Kopf ab Pauschale vom Privatversicherungsminister Rösler gesagt. Er hat immer brav alles abgenickt. Nun soll er auch die Folgen wie ein Mann tragen und nicht schon vorher greinen.
Dabei geht es Rüttgers doch noch gut. Entweder reicht es mit den Grünen, oder mit der SPD. Er wird auf jeden Fall Regierungschef bleiben. Dafür hat schon der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz gesorgt, der laut und deutlich ein Bündnis mit der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen abgesagt hat, damit ja keine Politik für die Menschen in NRW gemacht werden kann.
Scholz gehört zu der Schrödergattung in der SPD die längst wieder die Oberhand hat und die will eben nur mit den Bossen zu tun haben, weil da am meisten Geld abfällt. Die einfachen Menschen gehen dieser SPD nur auf die Nerven. Mit denen wollen sie nicht. Für Rot-Grün wird es in NRW nicht reichen und damit ist klar, dass Leute wie Scholz, Rüttgers zum ewigen Ministerpräsidenten machen.
Für die Wähler in NRW kann das nur bedeuten, dass sie die LINKE stark machen müssen. So stark es eben geht. Sie ist die einzige Partei, die laut ihrem Programm und ihrer realen Politik etwas für die Menschen tun will. Ja es besteht die Gefahr, dass sie wie die LINKE in Brandenburg und Berlin sofort einknickt und nur noch als Schwanz der SPD, deren üblen Geruch verwedelt. Aber jede andere Wahl, verfestigt nur die Strukturen der Ausbeuter und Absahner.
Deshalb wieder einmal das kleinere Übel wählen, das diesmal die LINKE ist. Etwas anderes macht die Dinge nur noch schlimmer.
Zustimmung zur NRW-(Kurz)-Analyse ... aus der jedoch nicht die bekannte (rechts-) sozialdemokratische Option, "wieder einmal das kleine Übel wählen, das diesmal die LINKE ist", folgt. Anders gesagt: Es kann hierzulande und dieserjahre politisch nur dann vorangehen, wenn mit der Logik des "kleineren Übels" nachhaltig gebrochen wird.
Alles andere ist (bestenfalls rechtssozialdemorkatischer) Politmüll ...
Gruß ZG