Zum ersten Mal bestätigt auch die FTD das all die angeblich so seriösen Geschäfte der Finanzwelt nichts anderes als Wetten sind:
Auf alles kann gewettet werden. Auf den Preis von Flüssiggas, Benzin oder Weizen. Selbst auf den Preis von Mastrind lässt sich mit Derivaten spekulieren. Nur die Milch, die derzeit die Schlagzeilen beherrscht, bereitet der Finanzindustrie Probleme: "Bei Milch sind Zertifikate aber nicht möglich, die Futures sind viel zu klein und illiquide", sagt Funda Tarhan, Zertifikateexpertin bei ABN Amro. Entsprechende Kontrakte werden an der Terminbörse CME in Chicago gehandelt. Derzeit gebe es zwar keine Anfragen von Anlegern, die auf teurere Milch wetten wollten. "Vor einem halben Jahr wollten aber viele wissen, ob sie mit Produkten aus unserem Haus auf Milch oder Butter setzen können", sagt Tarhan.
Das haben wir in der Realität ja schon immer gewusst, aber nun wo es uns quasi amtlich von Seiten einer Bank und der Stimme der Abzocker, der FTD gesagt wird, ist es doch an der Zeit diese Erkenntnis auch in geltendes Recht umzusetzen.
Das bedeutet im Einzelnen das alle Gewinne der beteiligten Unternehmen, wie Casinogewinne besteuert werden müssten. Das bedeutet weiterhin, das die Verluste nicht abgesetzt werden können. Das bedeutet das unser Finanzminister uns in wenigen Jahren die totale Schuldenfreiheit Deutschlands melden kann.
Aber real bedeutet es gar nichts, weil unser Finanzminister ja jetzt bestimmt schon weiß, welchen Aufsichtsratsposten, bei welchem Finanzdienstleister, zu welchem Jahreseinkommen er später bekommt. Zumindest ist seine Politik so, als wüsste er das schon genau, bis auf die dritte Nachkommastelle.



















