Wie gemein er sein kann, hat er gerade wieder in einem
Gespräch auf Phönix bewiesen, dass natürlich wie all diese Veranstaltungen, nichts anderes als eine neoliberale Propagandaveranstaltung war, bei der nur der Schein einer Diskussion gewahrt wurde:
Bonn/München (ddp). Einen massiven Vertrauensverlust der sozialen Marktwirtschaft beklagt Telekom-Chef René Obermann. Schuld daran seien die Finanz- und die Wirtschaftskrise, «aber eben auch die vielfachen Entgleisungen von Verantwortungsträgern», sagte er dem Fernsehsender Phoenix und der «Süddeutschen Zeitung» (Montagausgabe) laut einem Vorabbericht. Es gebe einen «großen Reparaturbedarf».
«Wir müssen die öffentliche Meinung wieder zugunsten der sozialen Marktwirtschaft drehen, indem wir uns dazu bekennen und entsprechend handeln», sagte Obermann.
Zugleich verteidigte der Spitzenmanager die Änderung der Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Telekom. Die Ausgliederung von 50 000 Mitarbeitern in Servicegesellschaften zu «etwas schlechteren Konditionen» sei nicht zu vergleichen mit der Arbeit in Niedriglohnbereichen. Aber auch diese seien in der Gesellschaft das «kleinere Übel».
Die Sozialreformen der vergangenen Jahre hätten bewirkt, dass mehr Menschen Arbeit hätten als früher. «Die Kehrseite der Medaille sind die Niedriglohnbereiche. Ich glaube unter dem Strich, dass es besser ist, auch solche Jobs anzubieten als gar keine, weil die Menschen ihren Wert auch dadurch definieren, dass sie einen Wert für die Gesellschaft in Form von Arbeit erbringen», sagte Obermann.
Ist er nicht ein ganz toller Hecht. Er will mal eben die öffentliche Meinung drehen. Natürlich mit dem Geld der Telekom Kunden. Er will Meinung machen. Meinung nicht etwa für die wirkliche soziale Marktwirtschaft, sondern für das Denkmodell der INSM von einer neuen sozialen Marktwirtschaft. Dieses Modell ist aber genau das Gegenteil von sozialer Marktwirtschaft. Es ist Marktradikalismus der schlimmsten Art und ein Verbrechen an den Menschen.
Obermann will mit schönen Worten und vermutlich einer großen Propagandawelle den Raubtierkapitalismus schön reden. Jene Wirtschaftsform in der leistungslose Manager, gierige Bankster und das Großkapital die Arbeit und die Ersparnisse von Millionen zunichte gemacht haben und jetzt auch noch mit Steuermitteln das Großkapital mästen.
Logisch, das solch ein Typ es dann auch völlig in Ordnung findet, wenn er 50.000 Mitarbeiter um ihren Lohn betrügt. Denn nichts anderes als ein Betrug ist es, wenn Leute in andere Gesellschaften verlagert werden sollen, nur um ihnen weniger Lohn zahlen zu können. Da sich die Telekom in Bonn aber mit Fred Apostel scheinbar einen eigenen Staatsanwalt leistet der sogar Ermittlungen gegen die Telekom Oberen einstellt, ist nicht damit zu rechnen, dass jemand Obermann in den Arm fällt.
Auch wenn der stellvertretende Aufsichtsratschef, der Gewerkschafter Lothar Schröder, bereits eine Klage angedroht hat, wenn Apostel nur die Leute der zweiten Reihe anklagen und Ricke, wie auch Zumwinkel laufen lassen will, wird das nichts nützen. Die gekaufte deutsche Politik und die Justiz werden die Verantwortlichen immer laufen lassen. Natürlich könnte man die Absetzung Obermann fordern, aber für dessen Wohl werden schon die Freunde von Maybrit Illner in den öffentlich Unredlichen Medien, Stimmung machen.
Es bleibt also nur eine Forderung. Die Telekom muss vom Telefonnetz getrennt werden. Das Netz gehört den Bürgern. Es hätte nie mit verkauft werden dürfen. Da sich die Telekom in krimineller Art und Weise immer wieder gegen die Interessen der Bürger vergeht, lässt sich eine entschädigungslose Verstaatlichung sehr gut begründen und auf diesem Wege trifft man Obermann am härtesten.
Seine Freunde werden ihn wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, denn der Besitz des Netzes ist das einzige von Wert, dass die Telekom beinhaltet. Ohne diesen Wettbewerbsvorteil, wäre die Telekom sehr bald vom Markt verschwunden. Ihr Management ist nicht in der Lage in einem ehrlichen Wettbewerb zu gewinnen. Leute wie Obermann können eben nur dadurch, dass sie Mitarbeiter um ihren Lohn betrügen, zu Scheinerfolgen kommen.
Wie menschenverachtend Obermann denkt, wird besonders deutlich, wenn er auch den Niedriglohnbereich gut findet, weil die Menschen ja angeblich dadurch zufrieden werden, weil sie für Hungerlöhne Obermanns Freunde reich machen dürfen. Das die Menschen gute Löhne für gute Arbeit wollen, kann sich das Obermännchen nicht vorstellen. Vielleicht können ja noch mehr Leute ihre Verträge mit der Telekom kündigen um ihm klar zu machen, was sie wollen.
Von Jochen Hoff | Duckhome | – Telekom-Chef René Obermann ist ein Kapitalist wie aus dem Bilderbuch, was ihm schon Ende der achtziger Jahre die Wirtschaftswoche bescheinigte. Er ist am obersten Ende der Fresspyramide angekommen und hat in der Fer... ...