Franz Hackel hatte ja so recht.. Und das war im Jahre
1929. Fast 100 Jahre später..
.. zeichnet sich für Deutschlands zukünftige Jahre, mit dem von der schwarz/gelben Regierung geplanten Sparpaket,
dieselbe Situation ab.
Es ist die üblich poliitische Dreigroschenoper. Genau deswegen passt es auch so wunderbar, wenn Franz Hackel in seinem Liedtext davon spricht dass Abtreibung für werdende Eltern in Not das günstigere Mittel der Wahl ist. Als Helene die Kopie des Textes aus der 1929 erschienenen Linkskurve auf Duckhome veröffentlichte ahnte sie bereits auf was der deutsche Staat zusteuern wird. Eine Wiederholung der gesellschaftlichen Sozialgeschichte.
Im Internet fand ich zu ihrer Kopie einige Übernahmen. Blogbetreiber die den Text ebenfalls für gut und wichtig empfunden haben. Die Rückmeldungen waren unterschiedlicher Natur. Häufig las ich, wohlgegmerkt Kommentare aus dem Januar 2009, dass man 1929 nicht mit heute vergleichen könne. Naja - ich weiß nicht. Kann man das denn wirklich nicht und wenn dem so ist, warum eigentlich nicht? Wenn es eine ähnliche Situation bereits einmal gab, dann könnte man doch zumindest an Hand der weiteren Maßnahmen die damals eingeläutet wurden Fehler erkennen, oder wenigstens vermeiden in etwa gleichen Fehlern aufzusitzen. Dabei spielt es keine wesentliche Rolle worin die Ursache des Zustandekommens der Situation liegt. Welche werdende Mutter interessiert es im jeweiligen Entscheidungsmoment wer Schuld ist, dass sie weniger Geld zur Finanzierung ihres ungeborenen Kindes zugesprochen bekommt? Sie fragt nicht nach dem Schuldigen. Sie entscheidet eben nur. Der Geldbeutel spielte bei vielen werdenen Müttern in der Entscheidungsfindung - bis vor wenigen Jahren - auch eher eine untergeordnete Rolle. Ich für meinen Teil mache das immer noch nicht vom Geldbeutel abhängig und das obwohl auch bei mir der Geldbeutel aus Zwiebelleder besteht. Die Prioritäten lege ich anders. Geld kommt bei mir eher an letzter Stelle. Nur, es geht hier nicht um mich. Es geht um Menschen denen es weitaus schlechter geht als mir und die sich - auch ohne schwanger zu sein - bereits Sorgen ums gesunde Überleben machen.
Wenn ich vom "gesunden Überleben" spreche, so dann darauf bezogen, dass Eltern seit Jahren unter erheblichen öffentlichem Druck stehen. Die Emanzipation versprach die Gleichstellung von Mann und Frau, liebäugelte mit einem Berufsleben und ständiger Kinderbetreuung. Die heutige Realität sieht dann doch etwas anders aus. man will arbeiten, weil einem die Decke auf den Kopf fällt - so hörte ich erst heute eine Kassiererin sagen. Das ist ihr aber lediglich nur 4 Stunden möglich, da der Kindergarten die Kinder eben nur 4 Stunden betreut. Nur - welcher Arbeitgeber lässt sich auf 4 Stunden ein? Und wenn, dann bleibt immer noch die Frage offen ob das Kind auch mal krank werden darf.
In den Schulen wird, zum Arbeitsglück aller Eltern, seit ein paar Jahren Ganztagsunterricht angeboten. Den Kindern von Berufstätigen, aber auch Kindern von etwas weniger so gut einkommenden Eltern werden sogar in der Schule verpflegt. In einer Schlange stehen die Kinder und Jugendlichen an der Theke bei der Kantine an. Die meisten Eltern fragen nicht einmal danach wo das Essen herkommt oder ob die Hygienevorschriften des Personals eingehalten werden. Wenigstens weiß man, dass sie etwas in den Magen bekommen. Was für ein Glück.
Nachmittags, wenn die Schule zu Ende ist und die Kinder oder Jugendlichen nach Hause gehen, sind oftmals die Eltern noch immer nicht von der Arbeit zurück. Niemand ist da dem sich das Kind anvertrauen kann. Niemand der bei aufkommenden Fragen Antworten gibt. Zum Glück sind wir auf einem Technologiestand der auch in diesem Fall weiterhelfen kann. Meistens jedoch dient der Computer eher zur Kommunikation mit anderen Kindern und Jugendlichen, zum Musik hören oder zum Games spielen.
Alles sehr sozialverträglich. Ein Rund-um-Sorglospaket. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, ist einem alles andere gleichgültig - man beginnt zu resignieren. Fordert einen eine Situation, ist man überfordert. Um dem aus dem Weg zu gehen lenkt man sich ab. Die einen tun dies durch Arbeit, andere durch Alkohol und wieder andere durch den Computer.
Das Geld hat dies alles möglich gemacht. Ob man es nun wahr haben will oder nicht.
Was glauben Sie, warum Sie Geld haben? Um es auszugeben! Nicht nur für Nahrungsmittel und Bekleidung; nein - sondern auch und gerade für den Luxus der ihnen den Kopf verdreht. Sie nehmen ihn nicht mehr als Luxus wahr, weil er bezahlbar wurde. Doch wer hat letztendlich davon wirklich profitiert? Die Gesellschaft etwa? Sie? Ihre Kinder?
Das Sparpaket der schwarz/gelben Regierungskoalition ist ein Abtreibungsvertrag. In jeder Hinsicht. Auf die Kinder jedoch.. lasse ich nichts kommen!
Solange wie meine Kinder mich brauchen, stehe ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung - und das ist
gut so!
Ich werde nicht dem Erstbesten hinterherlaufen der mir Arbeit und Brot verspricht - darauf bin ich noch nie hereingefallen!
Ja, mir tun die Menschen in Deutschland leid. Das sie sich so haben aufs Glatteis führen lassen.