Nicolas Berggruen ist nun Besitzer von Karstadt und war wohl auch der Favorit der Gewerkschaften. Sicher hat er das Geld um die Sache zu einem guten Ende zu bringen, aus welchen Motiven er auch immer handeln mag. Gehen wir einfach mal davon aus, dass er die Wahrheit sagt, was viel zu schön wäre.
Es bleibt aber immer noch Risiko der Mieten. Für den Normalsterblichen sieht die Sache so aus, dass das Immobilien-Konsortium Highstreet, hinter dem sich Goldman Sachs, die Deutsche Bank und Pirelli verstecken, von der ehemaligen Führung von Karstadt und nicht zuletzt auch zu deren Gunsten, 85 der 120 Karstadt übernommen hat und diese Position benutzte um dem Unternehmen über Fantasiemieten den Todesstoß zu versetzen.
Natürlich ist das alles nicht strafbar. Zumindest nicht, wenn das große Geld und Josef Ackermann oder Herr Esch beteiligt sind. In jedem anderen Fall wäre es eine kriminelle Vereinigung. Nachweisen lässt sich, nachdem Ackermann das Bankhaus Oppenheim übernommen ha,t eh nichts mehr. Da sind längst alle Beweise vernichtet und selbst wenn sie noch vorliegen, wird kein Staatsanwalt die Hand nach ihnen ausstrecken.
Highstreet hat aber auch jetzt noch die Macht Karstadt durch seine Mietforderungen zu erledigen. Vielleicht dient Berggruen auch nur als Marionette um die Zerschlagung möglich zu machen. Sein Partner Max Azria lässt auf nichts gutes hoffen. Tatsächlich ist aber die Gefahr durch Highstreet zunächst einmal die größte Gefahr.
Wäre es nicht an der Zeit, Highstreet zu verstaatlichen um reale Werte zu retten. Lassen wir den Ackermann doch schreien so laut er will. Die Bankster haben keine Gnade verdient. Wer Karstadt wirklich retten will muss die Macht von Highstreet und damit die Macht Josef Ackermanns brechen. Alles andere ist nur ein Aufschub.
aber solange wie die arbeitnehmerschaft auf die immer gleiche masche hereinfällt, ist ihr auch nicht zu helfen.
Falls ein Fond im Hintergrund ist, wird dieser Karstadt ausschlachten. D.h Cordes (Galeria-Kaufhof) die begehrten Filet-Stücke verkaufen, sich abseilen und den Rest der Filialen an Mischfonds verscherbeln.
Falls der Staat in Hintergrund ist, wird man Karstadt mit Geld zuschei++en, denn es hängen 40.000 Arbeitsplätze dran. Man wird nicht noch einmal ein "Quelle" passieren lassen.
Für manche mag das Abstrus klingen, für mich aber sehr wahrscheinlich.