aber die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, also das neoliberale Propagandablättchen FAZ für den Sonntag behauptet, dass Freunde und Vertraute von unserem Kriegsminister über einen
angeblichen Denkprozess beim gegelten Baron berichten. Demnach spielt der Lügenbaron mit Rücktrittsgedanken:
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) denkt offenbar darüber nach, sein Amt niederzulegen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) erfuhr, hat Guttenberg gegenüber Freunden und Vertrauten gesagt, dass er ernsthaft an Rücktritt denke.
Auslöser ist die Empörung des Ministers darüber, dass im Bundeskanzleramt ohne sein Wissen ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, in dem es darum geht, ob vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss des Bundestages eine Gegenüberstellung Guttenbergs mit dem ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan und dem einstigen Staatssekretär des Verteidigungsministeriums Peter Wichert auch durch eine parlamentarische Minderheit erzwungen werden kann. Das Verteidigungsministerium war nicht darüber informiert, dass dieses Gutachten beim Innen- und Justizministerium in Auftrag gegeben wurde.
Wenn man einfach mal annimmt, dass es Leute gibt die mit Guttenberg befreundet sind - schreckliche Vorstellung, als anständiger Bürger möchte man nicht einmal mit ihm bekannt sein - und wenn man auch glaubt, dass er Leute hat, die ihm vertrauen, was eine widerliche Vorstellungsgabe erfordert, dann wird der Rest ziemlich einfach.
Sobald Guttenberg Schneiderhan und Wichert, die er mal eben schnell als Bauernopfer über die Klinge springen ließ, um sein Amtsversagen als Kriegsminister zu verheimlichen, gegenüber steht, bleibt ihm eh nichts anderes als Rücktritt. Logisch, dass er sauer ist, wenn Ermittlungen möglich werden, die seinen Untergang bedeuten. Hatte er bisher doch immer gehofft, dass seine Lügen von Angela Merkel gedeckt würden.
Aber dem ist im Moment nicht so. Er hat Angela in einer Vertrauensfrage bei den Umfragen überholt und Angela lässt keine anderen Götter neben ihr zu. Also stellt sie dem bayrischen Hoffnungsträger mal eben schnell ein Bein und holt ihn so zumindest auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Söder kommt in München vor Lachen nicht in den Schlaf.
Aber egal wie Deutschland den Guttenberg auch immer los wird, Hauptsache der verschwindet. Die Union hat noch viele Leute die Kriegsminister auch nicht können.
Der tritt höchstens zurück wenn er sich einen persönlichen Vorteil daraus verspricht.
Daran musste ich denken, als Merkel Guttenberg ins Verteidigungsministerium abschob - warum der so populär ist, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, aber mittel- bis langfristig könnte der Mann Merkel tatsächlich gefährlich werden und hätte als erster Bayer in der Geschichte der Bundesrepublik auch eine realistische Chance z.B. Kanzler zu werden. Meine Theorie ist, dass Merkel den Mann in der Hoffnung zum Verteidigungsminister gemacht hat, dass der sich in dem Amt für weitere politische Aufgaben selbst disqualifiziert.
Das Beunruhigende: Es hat ja auch teilweise geklappt, und trotzdem ist Guttenberg das populärste Mitglied der Bundesregierung.
Das Beruhigende: Solange die Bundeswehr in Afghanistan "umgangssprachlichen Krieg" führt, besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass es wieder zu einem "Vorfall" wie in Kundus kommt und Guttenberg darüber politisch verbrennt.
(Im Notfall kann Frau Merkel ja immer noch versuchen, Oberst Klein zu überzeugen, dass der Guttenberg in Wirklichkeit ein Taliban oder Al-Qaida-Schläfer ist, der bombardiert dann das Verteidigungsministerium oder so.)
http://www.youtube.com/watch?v=fiiQUBNSlMg
Mir kann niemand erzählen, dass der die (wenige dafür notwenige) geistige Kapazität, um die vorgebrachte Kritik an den Internetsperren richtig zu verstehen, nicht besitzt. Dass seine Frau als Präsidentin der Organisation "Innocence In Danger" sich ebenfalls zeitgleich für Netzsperren stark gemacht und dabei allzugerne mit falschen "Fakten" & Zahlen hantierte, macht's auch nicht besser. Je schneller dieser verlogene, Kritiker verunglipfende Mensch weg aus der Politik ist, desto besser.